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 Eine schwedische Hütte

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BeitragThema: Eine schwedische Hütte   Mi 27 Mai 2015 - 0:22

Ein  für seine Art sehr großer Luchs tappte über das große Gelände der Schule. War ein normaler Luchs höchstens 70 Zentimeter hoch, so war dieser gute zehn Zentimeter größer. Auch waren die Augen des prächtigen Tieres nicht wie Bernsteine, sondern eisblau und stechend. Mit Sicherheit konnten sie jeden niederstarren! Doch das bezweckte das Tier wohl kaum. Jedenfalls nicht gerade. Er hatte soeben seinen Rundgang abgeschlossen und kehrte zu seiner bescheidenen Behausung zurück. Bei dieser handelte es sich um eine kleine Holzhütte auf der Wiese. Neben der Hütte war ein kleiner Garten angelegt, auf dem unzählige Kräuter und Blumen wuchsen, die über das gesamte Jahr verteilt immer wieder blühen würden. Schließlich waren Blumen schön und aus einigen Kräutern konnte man hervorragenden Tee kochen. Zwar bevorzugte er Kaffee, doch Tee eignete sich für manche Dinge eben besser. Vor der Tür angekommen verwandelte sich der Luchs in einen Menschen zurück und sah auf das Schild, das an der Tür befestigt war:

Professor Berwald Oxenstierna
Vertrauenslehrer


Berwald lächelte ganz leicht. Er hoffte, er würde den Schülern helfen können. Doch das würde wohl nur die Zeit bringen. So betrat er sein schlichtes Heim und sah sich erneut um.
Die Hütte bestand aus vier Räumen: Einem kleinen Bad, einer winzigen Sauna (Wer brauchte schon Glaskugeln, wenn man in einer Sauna viel bessere Visionen bekommen konnte?), einem Schlafzimmer und dem Rest, der eine kleine Küchenzeile, einen Esstisch und eine gemütliches Sofa vor dem Kamin beinhaltete. Die Hütte war hell und ordentlich und duftete nach Gebäck und selbstgemachten Aufgüssen. Vor den Fenstern hingen hübsche blau-weiß gemusterte Vorhänge und in den Regalen an den Wänden konnte man unzählig viel interessanten Krimskrams finden. Der Tisch wurde mit einer blütenweißen Tischdecke verschönert, auf dieser stand eine Vase mit Maiglöckchen. Man musste sich einfach wohlfühlen, soviel stand fest.

Doch der blonde Schwede wollte sich jetzt nicht entspannen, jedenfalls nicht drinnen. Seiner Hütte fehlte der richtige Anstrich und er wollte sich auch noch wenigstens eine Bank für draußen machen. Und so suchte er sich seine rote und weiße Farbe und strich die Hütte und den Zaun um seinen kleinen Garten, wie er es von Zuhause gewöhnt war: Rote Wände und Weiße Zäune, Türen und Rahmen. Dabei sang er leise und ganz für sich allein „We are the heroes of our time“.
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BeitragThema: Re: Eine schwedische Hütte   Fr 26 Jun 2015 - 17:21

Der blonde Amerikaner hatte sich nicht verlaufen, nein, er ging wie jeder Held alle Wege zum dritten Mal ab! Oder eher gesagt, er lief seit er das Schulgebäude verlassen hatte im Kreis.
Eigentlich dachte Alfred anfangs dass er hier auf dem Gelände nichts sehen, geschweige denn erleben könnte, doch dem war nicht so. Hogwarts hatte selbst für jemanden wie ihn, der immer auf dem Sprung war und sein wollte Einiges zu bieten. Anstelle seiner Freistunden, mittlerweile auch Anstelle Besenflugstunden, war Alfred zu seinem Erkundungsmarsch angetreten und hatte festgestellt, dass das Gelände so weitläufig war, dass er selbst ohne den Wald zu betreten genug Platz zum 'atmen' hatte.
Denn da der Wald verboten war, hielt er sich von diesem fern.
Natürlich, neugierig war er bis zu einem gewissen Grad doch, aber Regeln waren regeln und ein Held hatte sich daran zu halten. Zumindest solange niemand den Hero im Wald benötigte.
Seinen Besen hatte der Blonde locker über seine Tasche gelegt, denn er konnte bereits fliegen. Alfred war lange kein Profi, aber um nichts in der Welt hätte sich der Amerikaner die Chance entgehen lassen fliegen zu lernen, sobald er seinen Feuerblitz in den Händen hatte.
Amerika liebte es mit einem seiner Flugzeuge durch den Himmel zu segeln, da war der Besen noch recht einfach für jemanden wie ihn zu verstehen gewesen, der Höhenangst nicht mal kannte.
Dass er die Stunden jetzt so ziemlich verpasst hatte kümmerte Alfred nur bedingt.
Stattdessen kannte er sich jetzt außerhalb des Schlossgebäudes aus und hatte seine Zeit damit verbracht sich durch eine gesamte Tüte 'Bertie Botts Bohnen jeder Geschmacksrichtung' durch zu kosten.
Und während Amerika von Sorten wie 'Burger' oder 'Popcorn' geradezu begeistert war, hatte selbst der gut gelaunte Blonde bei 'Naturjoghurt' sein Gesicht verzogen.
So etwas war alles, aber keine Süßigkeit!

Gerade als Alfred der Meinung war, er könnte sich langsam doch dazu entschließen wieder zum Schloss zu gehen, entdeckte er eine Hütte, die er vorhin doch glatt ignoriert hatte, als er Richtung See losgestürmt war.
Doch jetzt haftete seine Aufmerksamkeit aus zwei Gründen an dem kleinen Häuschen. Einerseits weil es gerade einen neuen Anstrich bekam, andererseits schien da jemand ein Lied zu singen, das fast magische Anziehungskraft auf den in Helden vernarrten Amerikaner ausübte.
So also ging er auf den Mann im Garten zu, hob grüßend eine Hand und stellte sich direkt vor.
"Hello! I'm America, the Hero! Nice to meet ya! Cooles Lied, aber warum bist du hier alleine? Und was machst du hier?"
Erst bei genauerem Hinsehen hatte Alfred gemerkt, dass er einem Lehrer gegenüber stand, weshalb er die zweite Frage etwas ruhiger dran gehangen hatte. Er duzte zwar den blonden Mann noch immer, aber das lag daran, dass Amerika eigentlich jeden duzte, einfach weil es bei ihm so in der Kultur war. Selbst die Lehrer an High Schools wurden in den meisten Fällen mit dem Vornamen angesprochen, denn es kam auf den Ton an, in dem man die Fragen stellte.
Und es interessierte Alfred wirklich, was ein Lehrer hier draußen machte, wenn er nicht unterrichtete.
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BeitragThema: Re: Eine schwedische Hütte   Fr 26 Jun 2015 - 19:32

Mit Musik ging die Arbeit wirklich viel leichter von der Hand, das stellte Berwald wieder einmal fest. Auch wenn er selbst für die Musik sorgen musste, was der Schwede nicht sonderlich schlimm fand. Seine Stimme war zwar tiefer als die des eigentlichen Sängers, doch das störte nicht im Geringsten. Neumodische Musik konnte man auch mit einem vollen Bass schmettern. Dabei strich er unglaublich geduldig seine Behausung. Es nahm doch geraume Zeit in Anspruch, er war gerade mit einer Wand fertig. Fehlte ja nicht mehr viel. Gar nicht.

Nach einigen weiteren Minuten spürte er quasi die Präsenz einer anderen Person. Meistens achtete er im normalen Alltag nicht auf die Auren anderer Menschen, doch diese drängte sich ihm geradezu auf. Der Größe nach zu urteilen müsste es sich um jemanden wie Amerika oder Russland handeln. Groß kümmerte es den Schweden noch nicht, wer etwas von ihm wollte während er am Arbeiten war, der sollte ihn von sich aus ansprechen. Berwald sah den jungen Mann nicht und dieser konnte umgekehrt auch nicht das zufriedene Grinsen sehen, dass für einen Augenblick über seine Lippen huschte, als sich der Unbekannte als Amerika entpuppte. Natürlich, er hatte Recht gehabt. Doch die sehr persönliche Anrede Alfreds passte dem distanzierten Skandinavier nicht so ganz. Aber er wollte nicht so sein und akzeptierte es wenigstens etwas. Andere Länder, andere Sitten.
Langsam drehte sich der Blonde um und starrte den Schüler an. Dieser sah nicht wirklich so aus, als würde er jemals Berwalds Hilfe benötigen, eigentlich ein gutes Zeichen.
„ Hej, Herr Jones.“ Sofort machte der Schwede klar, dass er ihn wenigstens theoretisch schon kannte. Dann fuhr er einsilbig wie eh und je fort:
„ Mein Land hat mit dem Lied den ESC gewonnen. Natürlich ist es cool.“ Das musste klargestellt werden. Dringend! Nicht umsonst war er unglaublich stolz auf diesen Sieg gewesen. Und jetzt konnte man sich ja wieder den typischen Lehrerpflichten widmen. So setzte er einen strengen Blick auf und meinte abschließend:
„ Mein Zuhause streichen. Und Sie?“ Schließlich war noch Unterrichtszeit!
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BeitragThema: Re: Eine schwedische Hütte   Fr 26 Jun 2015 - 20:36

Der Blick des Schweden hätte wahrscheinlich die meisten Ankömmlinge in die Flucht gejagt, aber den Amerikaner ließ der Blick nicht einmal zusammen zucken.
Stattdessen grinste er breit und fröhlich zum Schweden auf, der ziemlich reserviert antwortete.
Alfred brauchte nur eine kurze Weile, ehe ihm einfiel, wer vor ihm stand. Warum? Weil er sich absolut sicher war, dass Schweden den Eurovision Song Contest 2015 gewonnen hatte. Dem entsprechend stand er dem Land selbst gegenüber, da ein Mensch ihn weder sofort erkannt, noch solch eine Antwort gegeben hatte.
"Das Lied ist auch mit einem Hero! Natürlich wird es da die Nummer Eins!"

Den Stolz in der Stimme des blonden Schweden, dessen Namen Alfred dank seines Chefs und Informationsnetzes ebenfalls wusste, konnte Amerika wirklich leicht heraushören.
"What? Living in a place like this? Warum?"

Das nächste verwunderte Alfred dann doch ein wenig, denn weshalb sollte jemand ein beheiztes Schloss mit sämtlichen Bequemlichkeiten einer Hütte wie dieser unterordnen und sich dafür entscheiden?
Natürlich, Amerika selbst hatte eine ganze Zeit lang als Cowboy gelebt und damit selbst auch gesehen, wie angenehm die Ruhe in der Natur sein konnte, aber dennoch war es neu und Spannend für ihn ein Schloss zum Erkunden zu haben, ebenso wie in einem solchen Schlafen und leben zu können. Von den offensichtlichen Komfortvorteilen von Hogwarts -beispielsweise dem leckeren Essen- mal ganz zu schweigen.
Dann jedoch ging er auf die Frage des Lehrers vor sich ein, den er bis dahin verdrängt hatte.
"Ich war draußen unterwegs und jetzt ist es eh zu spät! Es ist echt riesig hier! Nichts als weite Landschaft, da muss man alles doppelt langgehen! Außerdem ist es eh zu spät und geflogen bin ich heute schon!"

Dann sah sich Alfred die Fläche an, die der Schwede bereits gestrichen hatte und die, die er noch vor sich hatte. Und die Verhältnisse sprachen dafür, dass Berwald erst seit kurzer Zeit dabei war die Hütte farblich neu zu gestalten. Denn die noch nicht neu gestrichene Fläche war eindeutig mehr vorhanden. Dennoch sah man deutlich, dass das Häuschen später Mal Rot und Weiß sein würde. Dem Amerikaner fehlte da zwar noch das Blau, aber gut, jeder wie er wollte.

"Das sieht aus als ob du noch was vor dir hast! Malst du deine ganze Hütte an?"
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BeitragThema: Re: Eine schwedische Hütte   Fr 26 Jun 2015 - 22:22

Der Schwede war fasziniert von der Selbstsicherheit des Amerikaners. Es war selten, dass sich jemand seinem Blick so fröhlich stellte. Und besonders danach auch noch fröhlich war! Aber nun gut, es machte ihn schon mal etwas sympathischer, dass er offenbar den ESC gesehen hatte und das Lied mochte. Doch Alfreds Unverständnis gegenüber seiner Hütte machten diesen Eindruck sofort wieder zunichte. Es war schließlich eine schöne Hütte! Aber noch wollte er sich keine weiteren Meinungen bilden, schließlich musste er alle seine Schützlinge doch gut und gleich behandeln. So meinte er trocken:
„ Ich mag es ruhig. Zu viele Auren im Schloss. Die lenken ab. Und außerdem…“ Er deutete auf das Schild an seiner Tür „ … Sollte ich mit dieser Position einen ruhigen, gemütlichen Ort zum Reden haben. Und wer hat schon eine eigene Sauna in der Hütte?“ Gemächlich strich er weiter, er wollte noch vor dem Essen fertig sein. Berwald dachte etwas nach, während er dem blauäugigen Amerikaner zuhörte. Er konnte es nicht übersehen, dass dieser den Unterricht geschwänzt hatte, aber bestrafen wollte er ihn auch nicht wirklich. Was bot sich da am besten an? Punktabzug wohl kaum! Aus eigener Erfahrung wusste er, dass körperliche Arbeit sehr gut für die Charakterbildung war… Natürlich, Alfred könnte ihm ja helfen! Hust-Hust. Das war ihm jetzt natürlich ganz spontan eingefallen.
Der Schwede machte nur eine kleine Handbewegung und verwandelte ein Stück Holz in eine Malerrolle, die er dem Amerikaner in die Hand drückte.
„ Ja. Und weil du nicht beim Unterricht warst, wirst du jetzt helfen. Wir gehen erst Mittagessen, wenn wenigstens die Wände rot sind. Und ich dulde keine Schlamperei!“ Er deutete noch auf den Farbeimer und malte dann weiter, die Hasenfamilie, die langsam näher kam, nicht beachtend oder bemerkend.
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BeitragThema: Re: Eine schwedische Hütte   Fr 26 Jun 2015 - 23:51

Amerika sah nach der Erklärung des Schweden wieder zur Hütte.
"Zu viele Auren? Was ist daran schlimm? Und vor allem wie genau kann das zu viel sein?"

Danach folgte er mit seinen himmelblauen Augen dem Fingerzeig des großgewachsenen Schweden und las das Schild dort zum ersten Mal.
Ein Ort der Ruhe zum Klären von Problemen? Womöglich sollte er England mal her schicken, dann könnte dieser sein Kochproblem mal in den Griff bekommen!
Als Schweden jedoch die eigene Sauna erwähnte, sah man die Augen Alfreds vor Begeisterung auf funkeln.
"Really? That's totally cool!"

Und er sagte das nicht nur, Alfred meinte das wirklich so. Sein Gehirn meldete sich natürlich zuerst wieder mit einer der Informationen, wo sich Amerika fast fragte, wann und wo er sie aufgeschnappt hatte. Und zwar das es in Schweden nicht unüblich war, dass selbst Geschäftsgespräche in einer Sauna abgehalten wurden.
Aber was ihn viel mehr faszinierte war, dass der Schwede ein Stück seiner Heimat mit hier her gebracht hatte, was ihn dem Amerikaner ein ganzes Stück sympathischer machte. Wer so an seiner Heimat hing schien ein treuer und guter Mensch zu sein.
Als Berwald jedoch vor seinen Augen ein Stück Holz in eine Malerrolle verwandelte, blinzelte Amerika für den Bruchteil einer Sekunde verdutzt, ehe er kurz lachte und sie dann annahm.
"Alright, der Hero hilft!"

Dass er erst die Hütte fertig streichen sollte, bevor er etwas zu essen bekam kümmerte ihn nur gering, denn bis eben hatte er sich ja den Magen vollgeschlagen. So also tunkte der gut gelaunte Blonde die Rolle in die Farbe, stellte sich vor eine freie Stelle an der Wand und begann diese zu streichen.
Alfred war kein Profi, aber er hatte Spaß an dieser Art von Arbeit und arbeite ordentlich und relativ zügig. Natürlich, ein Kunstwerk war es nicht, aber die Schicht war gleichmäßig und man sah nicht mehr die ursprüngliche Farbe der Hütte, wo er malerte.
Noch war Amerika völlig auf seine 'Arbeit' konzentriert und grinste zufrieden, da diese körperliche Beschäftigung etwas war, dass Alfred persönlich relativ gut gefiel.
Zumindest besser als planlos weiter die Gegend zu erkunden.
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BeitragThema: Re: Eine schwedische Hütte   Sa 27 Jun 2015 - 18:23

„ Nichts. Aber jedes Lebewesen hat eine Aura. Die sehe und spüre ich. Und zu viele Menschen auf einmal machen mich auf die Dauer verrückt.“ Ja, Auren und Hasen, das waren seine größten Probleme. Beide drängten sich ihm auf, ebenso wie leicht zugängliche Gedanken. Aber auf die achtete der Schwede eher selten. Nur, wenn er es wirklich unbedingt wissen wollte. Was eigentlich nie der Fall war, wenn man bedenkt, dass er seine Familie eh gut genug kannte und sonst lange nicht mehr sonderlich viel Kontakt zu anderen Ländern hatte.

Es war interessant zu beobachten, wie der Blonde sich für die Sauna zu begeistern schien. Das kam erstaunlich unerwartet. Für Berwald war eine Sauna sehr bedeutsam, aber er wusste, dass nicht jeder so dachte oder denken konnte. Saunen waren bei ihm und seiner „Frau“ Finnland sehr wichtig, doch er nutzte sie nicht nur aus Gewohnheit oder den schönen Erinnerungen wegen. Nein, mit den richtigen Aufgüssen konnte man in seinem „Beruf“ einiges beschleunigen. Und nein, er setzte sich nicht unter Drogen. Das hatte er weder nötig noch würde dabei irgendwas Sinnvolles herauskommen. Denn mit Halluzinationen konnte Berwald natürlich nichts anfangen! Er nickte leicht:
„ Ja, wirklich. Saunen klären die Gedanken.“ Und so pinselte er friedlich weiter, das dunkle Rot gleichmäßig verteilend. Die Arbeitsbereitschaft des Schülers machte die fehlende Kunstfertigkeit locker wett. Wenigstens kleckerte er nicht übermäßig und lies keine braune Stelle zurück. Vielleicht würde er nachher nochmal nachmalen müssen. Aber das hatte ja noch Zeit.
Zufrieden summte er vor sich hin, einen seltsamen Mix von Abba-Songs und neumodischeren Liedern von sich gebend. So folgte auf „ Money, Money, Money“ ganz dreist „ Burn it Down“ von Linking Park, das wiederum von „ I have a Dream“ abgelöst wurde. Niemand musste behaupten, dass er einen guten Musikgeschmack hatte. Aber niemand musste ihm ja zuhören, oder? Gut, Amerika schon, doch solange sich dieser nicht beschwerte war alles in bester Ordnung.

Langsam hoppelten die Hasen näher. Näher und näher. Die kleinen Augen blitzen, die Ohren zuckten und die kleinen flauschigen Schwänze wurden wie das restliche Fell vom Wind durcheinandergebracht. So süß sie wirkten, sie hatten absolut böse Absichten! Die Armee Hasen, bestehend aus drei erwachsenen Tieren und zehn Halbwüchsigen, stürmten plötzlich vor und sprangen den völlig verwirrten Schweden an, rissen ihn zu Boden! Unsanft landete dieser und wurde sofort als Hüpfburg und Kletterparadies missbraucht.
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BeitragThema: Re: Eine schwedische Hütte   So 28 Jun 2015 - 0:49

Es wäre gelogen zu sagen, dass der Amerikaner genau Verstand, was Schweden ihm mitteilen wollte. Wirklich vorstellen was dieser mit Aura meinte tat er nämlich nicht. Klar, jeder hatte eine Aura, der Satz war einfach, denn das ließ darauf schließen, dass es etwas Angeborenes war. Aber wie konnte man etwas sehen und spüren, von dem Alfred selbst nicht mal wusste, dass er es besaß?
Nein, das war nicht seine Welt, da blieb er bei den Dingen, die ihm klar erschienen und einfacher zu akzeptieren waren.
Dazu zählte der Fakt, dass Berwald nicht mit zu vielen Menschen klar kam.
Alfred selbst war zwar jemand, der immer gerne von Menschen umgeben war, dem es selten zu bunt wurde und der froh war dass sie im Schloss keine Probleme hatten sich mit allen zu unterhalten, aber Ruhe und etwas weniger Trubel waren selbst für ihn nichts Fremdes. Amerika war ja heute selbst auf eigene Faust zum Erkunden aufgebrochen und hatte sich so in seinem eigenen Tempo alles angesehen. Und da Berwald nicht nur Lehrer, sondern auch hier zum Klären von Problemen war, musste das Bedeuten dass er allgemein nichts gegen den Kontakt zu Menschen hatte.

Erneute Worte von Schweden und wieder brachte es die vielen Gedanken des Blonden zum Wirbeln. Saunas zum Klären von Gedanken? Also das eine Mal bei dem der Amerikaner in einer Sauna gewesen war, hatte das ganz anders ausgesehen. Nicht nur das es warm wie in der texanischen Mittagssonne geworden war, nein, viel eher hatte sich alles vor ihm vernebelt, als jemand auf die Idee gekommen war einen Aufguss zu machen.
Dennoch ließ er sich nichts anmerken und strich mit vollem Elan und strahlender Begeisterung das kleine, schwedische Häuschen an. Das hier war das Zuhause von jemandem, deshalb strengte sich Alfred besonders an, seine Aufgabe gut zu machen. Hier sollte man sich wohlfühlen und da Berwald sein Zuhause selbst bearbeitete, lag es ihm wohl ähnlich am Herzen wie Alfred sein Bett im Gemeinschaftsraum, wo er spontan die amerikanische Flagge über seinem Bett befestigt hatte.
Das normale Grinsen des Amerikaners wurde -unglaublich wie es schien- noch einen ganzen Ticken breiter, als der Schwede neben ihm begann zu Summen. Nicht nur, dass er die Lieder ziemlich gut kannte, nein, besonders bei Linkin Park konnte Alfred sämtliche Liedtexte mitsingen. Gut, kein Wunder, die Band wurde auch in Los Angeles gegründet.
Und bei dem Erfolg den die Band hatte war es kein Wunder, dass sich die Lieder in sein Gedächtnis gebrannt hatten.

So strich Alfred, den Text mitsingend das Haus weiter. Seine Stimme klang dem des Sängers nur bedingt ähnlich, aber auch nur von der reinen Stimme. Amerika betonte die Wörter aber gleich, passte seine Tonlage und auch den rauen Ton gekonnt bei Linkin Park an. Abba hingegen war nichts zum mit singen für ihn, dennoch strich er im Takt der Melodie weiterhin die Fläche, die langsam aber sicher beträchtlich wuchs und dabei auch noch annehmbar aussah.
So in seine Aufgabe vertieft, bemerkte er die flauschige Truppe erst, als der Schwede neben ihm zu Boden ging.

Einen Moment lang sah Alfred einfach nur Lachend zu, wie die Hasen sich auf Berwald austobten, ehe er sich erinnerte, dass das vor ihm sein Professor war.
So also nahm er mit einer Hand den Arm des Schweden und zog ihn mit spielerischer, schon fast unmenschlich unfairer Leichtigkeit auf die Beine.
"That's funny! Die scheinen dich zu mögen!"

Man konnte an den funkelnden Augen sehen, wie sehr Alfred sich darüber freute, dass es hier Tiere gab. Er selbst hatte als kleines Kind -was wirklich eine Weile zurück lag- einen Hasen bei sich gehabt, seit dem mochte er die kleinen Tiere. Diese hier standen aber ziemlich klar auf Schweden, was Amerika breit grinsen ließ.
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BeitragThema: Re: Eine schwedische Hütte   Mo 29 Jun 2015 - 18:00

Wie es schien war Alfred ein wenig von Berwalds Worten verwirrt. Eigentlich kaum verwunderlich, denn fast niemand konnte sich Auren vorstellen, wenn er sie nicht selbst sehen konnte. Leider hatte der Schwede noch niemanden gefunden, den das nicht verwirrte. Doch auf einer Schule für Hexerei und Zauberei sollte es doch möglich sein, das zu ändern. Oder etwa nicht? Und mit Sicherheit gab es um einiges intelligentere Auren als Alfreds, der mit solchen Dingen eindeutig mehr Probleme hatte als manch andere.
Allerdings war es angenehm, dem Amerikaner beim Singen zuzuhören. Es kam dem Original von der Stimmlage zwar nicht sonderlich nahe, doch das störte Berwald nicht. Er sang ja auch gerne mal bei Abba Songs mit und seine Stimme war mit dem Sopran Agnetha Fältskogs nicht zu vergleichen.

Doch das war bei weitem gerade nicht wichtig! Wichtig waren die Hasen auf ihm! Entgeistert beobachtete er, wie zwei der Häschen ihm in den Hemdkragen krabbelten. Er war doch kein Bau…! Aber das kümmerte die Kleinen nicht im Ansatz. Leider. Und so wurde er weiter beklettert und bestiegen. Fehlte nur noch, dass er den Sexualtrieb der aktiven Wesen weckte.
Doch das blieb ihm – Gott sei’s gedankt! – erspart. Denn der blauäugige Amerikaner zog ihn auf die Beine, nachdem er sich genug über ihn amüsiert hatte. Dabei war die Kraft in seinen Armen fast schon überraschend. Es stimmte also, was Finnland über Amerika gesagt hatte… Er war tatsächlich unglaublich stark! Da konnte auch ein Hüne wie Schweden nicht mithalten. Doch dieser Mann war gerade eh nicht ernst zu nehmen. Wie auch? Zu seinen Füßen saßen einige empörte Häschen, auf seinen Schultern hockten welche und zwei Paar Ohren guckten aus seinem Ausschnitt hervor. DIE Voraussetzung für einen professionellen Eindruck!
Der Schwede rückte seine Brille zurecht und meinte dann:
„ Takk. Die Tierchen unerwartet anhänglich. Es ist fast schon störend.“ Als wäre nichts gewesen griff er wieder zu seiner Farbrolle und strich weiter, ein kleiner brauner Hase machte es sich auf seinem Haupt gemütlich und musterte Alfred fast schon bösartig. Die am Boden sitzenden Hasen begannen die Umgebung zu erkunden und sprangen wie die Lemminge immer dahin, wo einer der beiden Männer gerade den Fuß hinsetzten wollte. Tatsächlich, sie schienen dunkle Pläne zu haben!
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BeitragThema: Re: Eine schwedische Hütte   Di 30 Jun 2015 - 16:14

Das Bild von dem mit kleinen und vor allem flauschigen Hasen bevölkerten Schweden amüsierte Alfred sichtlich. Seine Augen funkelten fröhlich und sein Gesicht zierte ein breites Grinsen. Aber es gab eigentlich nur wenige Dinge, die ihm keinen Schub gute Laune verpassten. Und die herumwuselnden Hasen waren alles andere als uninteressant anzusehen und dem entsprechend auch Nichts, das Alfred langweilen und seine Laune verschlechtern würde.

Für Amerika war seine große körperliche Kraft etwas, dass er selbst nicht als außergewöhnlich wahrnahm, denn er war damit aufgewachsen. Seinen Wal spazieren tragen oder mal eben ein Sofa beim Staub Saugen hoch heben, das gehörte zum Alltag und war für den Amerikaner genauso normal wie ständig Süßigkeiten griffbereit zu haben.
Dem entsprechend war Alfred nicht mal außer Atem, als er Schweden wieder auf die Füße geholfen hatte, wobei die Hasen noch immer an dem blonden Professor hingen.
Nun, nicht ganz richtig, korrigierte sich der Amerikaner mit den himmelblauen Augen, eher hingen sie in den Sachen von Berwald. Diesen jedoch schien das alles nicht zu stören, da er nur seine Brille richtete ehe er antwortete. Allerdings etwas, dass Alfred wieder zum Lachen brachte.
"Don't mention it, der Hero hilft jedem! Und warum sind sie so? Hast du sie gefüttert or what?"

Auch Alfred beschäftigte sich wieder mit seiner Aufgabe, dem Rot Anstreichen der Hauswand. Dabei achtete er ziemlich darauf auf keinen der kleinen Fellknäuel zu treten, die um die Beine von Schweden und ihm herumliefen. Warum sie das Taten blieb Amerika zwar ein Rätsel, aber gut, das hier war ein freies Land, da durften auch Hasen lang laufen wo sie hin wollten.
Stattdessen stellte Alfred ziemlich zufrieden fest, dass die erste Wand geschafft war. Aber natürlich, ein Haus hatte in der Regel vier Wände und sollte der Schwede nicht vorher schon eine Wand geschafft haben, hatten sie noch etwas vor sich.
Seine Begeisterung dennoch beibehaltend rutschte Alfred samt Farbeimer ein Stück weiter und bemerkte gar nicht, wie er jetzt selbst wieder begann leise zu singen.
Und zwar 'Superhero' von Simon Curtis, wieder eines der Lieder, die Alfred sehr gut kannte und auch mit dem Herzen dabei sang.
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BeitragThema: Re: Eine schwedische Hütte   Mi 1 Jul 2015 - 19:10

„ Nein, ich habe sie nicht gefüttert. Sie mögen mich nur. Selbst, wenn ich nicht menschlich bin.“, gab der Schwede trocken von sich. Um es dem Amerikaner zu beweisen verwandelte er sich schnell in einen Luchs. Die Hasen blieben auf ihm sitzen und schon sprangen ihn die anderen wieder an, als wäre er etwas Essbares und die Hasen keine Hasen sondern Heuschrecken. Schnell saß also vor Alfred ein von Hasen bevölkerter Luchs, der genervt vor sich hin starrrte. Nach einer Minute wurde es ihm zu viel und er schüttelte sich einmal kräftig, sodass die Hasen nur so davonflogen und empört fiepten. In einer fließenden Bewegung verwandelte er sich wieder in einen Menschen. Sicher könnte Berwald jemanden damit beeindrucken, aber das war nicht sein Ziel. Also begann er Wand Nummer Drei zu streichen, nachdem er sich einmal durch die verwuschelten Haare gestrichen hatte, und meinte dabei trocken:
„ Siehst du? Anhängliche Wesen.“

Schnell wurde auch diese Wand eingefärbt. Doch Schweden war damit so beschäftigt, dass er nicht bemerkte, wie die Hasen zum Rachefeldzug auszogen! Wie grausam sie doch waren! Sie schmissen den Eimer mit weißer Farbe um und hoppelten durch die zähe Flüssigkeit.
Und dann begann der Angriff. Der eine Trupp sprang die beiden Männer an und hinterließ weiße Pfotenabdrücke auf ihrer Kleidung. Der andere dagegen dekorierte eine der frisch gestrichenen Wände, indem die kleinen Tiere gegen die Wand sprangen und sich wieder abstießen, ein ungleichmäßiges Muster hinterlassend. Ohne eine Miene zu verziehen starrte der Inhaber der Hütte auf das Werk der Hasenfamilie, die danach den Rückzug antrat. Na toll. Sowas konnte auch nur ihm passieren.
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BeitragThema: Re: Eine schwedische Hütte   Do 2 Jul 2015 - 16:27

In dem Moment als Alfred etwas verwirrt fragen wollte, was Schweden mit 'nicht menschlich' meinte, sah er zu wie sich Hände in Pfoten und damit auch Berwald in einen Luchs verwandelte. Je länger Amerika den nun in tierischer Gestalt wandelnden Schweden betrachtete, desto größer wurden seine Augen und das darin enthaltene Funkeln.
Er war, gelinde gesagt, zutiefst begeistert. Alleine schon die Tatsache dass jemand zaubern konnte, hatte Alfred schon mehr als nur in normaler Lautstärke jubeln lassen. Doch dass ein Mensch in der Lage war zu einem Tier zu werden, war um Längen besser.
Doch zu Schwedens Glück war Alfred vor Freue wie paralysiert und sah ihn breit grinsend und mit vor Staunen leicht geöffnetem Mund an.
Doch als die Hasentruppe begann Schweden neu zu Bevölkern -hatte es ein ähnliches Hasenproblem nicht einmal in bei Australien gegeben?-, erwachte Alfred wieder aus seiner Starre.
"Du kannst zu einem Luchs werden? Das ist ja total cool! Wie machst du das? Kannst du das schon immer?"

Er schüttelte sich einmal kurz, ehe er leicht lachte, als Berwald sich nach der Rückverwandlung in eine menschliche Form zu den stark auf ihn fixierten Kaninchen äußerte. Dabei hatte der Blauäugige auch seine Farbrolle in der Hand, mit der der Blonde sich wieder seinem Stück Wand widmete.
"Yeah, die mögen dich wirklich! Aber sind sie denn so schlimm?"

Hätte Alfred doch nur nicht gefragt, meldete sich eine kleine Stimme kurze Zeit später, als sich er verwirrt und mit überall weißen Pfotenabdrücken auf den Sachen wiederfand. Einen Moment lang schwieg Amerika perplex, ehe er wieder lachte und sich dabei ein paar Farbspritzer mit dem Ärmel von der Wange wischte. Dabei viel sein Blick auf die Wände, die sie gerade gestrichen hatten.
Diese Arbeit war ja nun umsonst, was Alfred aber nur gering störte. Stattdessen hielt er fragend seine rote Farbrolle hoch.
"Das war überraschend, wasn't it? Streichen wir gleich drüber oder vorher das restliche Haus fertig?"
Noch immer schien der Amerikaner nicht nur voller Energie und Optimismus, nein, er war auch noch immer gut gelaunt, da änderte auch die Verwirrung über die hier heimischen Killerkanickel und die weiße Farbe auf seinen Anziehsachen nichts dran.
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BeitragThema: Re: Eine schwedische Hütte   Fr 3 Jul 2015 - 16:38

Berwald musste beinahe über die Begeisterung Alfreds lächeln. Es war niedlich, wie sehr der junge Mann sich über eine solche Kleinigkeit freute. Für kurze Zeit waren die Hasen vergessen und der Schwede antwortete, keinen dieser Gedanken mit seiner Mimik ausdrückend:
„ Ja, ich kann mich in einen Luchs verwandeln. Das ist offensichtlich. Aber nein, das konnte ich nicht schon immer. Es dauert lange, bis man ein Animagus ist und diesen Zauber perfekt beherrscht. Er kann nützlich sein oder einen einfach unterhalten. Man braucht viel Geduld und Gefühl für diese Art der Magie, aber besonders eins: Zeit.“

Seufzend betrachtete er das Werk der Hasen. Das würde ihn viel Zeit kosten… Leider!
„ Wie du siehst ja. Die Hasen wollen Aufmerksamkeit und wenn sie die nicht bekommen sind sie sauer. Dann kommt sowas dabei heraus. Ich würde sagen, wir machen erst das Haus fertig, dann sehen wir weiter. So schlimm sieht es ja auch gar nicht aus… Es hat was! Auf eine unordentliche Art und Weise…“ Der Schwede wischte sich einen weißen Fleck von der Nase und betrachtete seine Kleidung.
„ Das kann aber nicht so bleiben…“ Mit einer schnellen Bewegung seines Zauberstabes und einem gemurmelten Spruch reinigte er Alfred und sich. Schließlich wollte er das niemandem erklären müssen. Zufrieden, einen so willigen Helfer gefunden zu haben, strich Berwald weiter und hoffte, dass sie in der nächsten halben Stunde fertig würden. Und das war eigentlich auch zu schaffen!
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BeitragThema: Re: Eine schwedische Hütte   Sa 4 Jul 2015 - 13:09

Dass ihm der Schwede mit so vielen Worten antwortete, das verwunderte Alfred fast. Denn von dem was er wusste, war Schweden kein großer Sprecher. Doch Amerika rechnete es Berwald hoch an, das dieser ihm so ausführlich antwortete. Es war verständlich und so ausführlich, wie man es sich erklärt wünschte.
Und das Berwald viel Zeit und Geduld für die Verwandlung gebraucht hatte, dass klang für Alfred so, als hätte Schweden da keine großen Probleme mit gehabt. Alfred selbst war niemand, der sich vielen Dingen mit mühseliger Kleinarbeit gut widmen konnte, viel eher erledigte er Aufgaben die auf körperlichen Dingen basierten. Dies war einer der Gründe, warum er gespannt war, wie der Unterricht verlaufen würde. Denn zum Beispiel Fächer in denen man nichts praktisch üben könnte, waren jetzt schon der Untergang des Amerikaners.
Doch dieser war dadurch nicht entmutigt, er würde auch diese Hürde irgendwie überwinden.
"Vielleicht wäre es dann besser, wenn du viel mit ihnen unternimmst! Und yeah, looks kind of cool..."

Der Blonde musterte noch eine Weile die rote Wand mit den weißen Pfotenabdrücken darauf, ehe er bemerkte, dass Berwald ihnen die weiße Farbe weg gezaubert hatte.
"Thanks! jetzt muss ich mir niemanden suchen, der mir beim Waschen hilft!"

Wieder lachte Alfred gut gelaunt, denn alleine die Vorstellung, dass er in ganz Hogwarts nach einer Waschmaschine suchen müsste, war schon erheiternd. Vor allem da man ihm gesagt hatte, dass es keinen Strom im Schloss gab.
So aber konnte er sich mit sauberen Sachen wieder dem Streichen der Wand widmen, was nun wirklich unerwartet zügig ging. Es dauerte nur knapp zwanzig Minuten, dann machte Alfred den letzten Strich mit der roten Farbe. Einen Schritt zurück gemacht und das rotweiße Werk bewundert, ehe er sich mit einem zufriedenen Grinsen im Gesicht zu dem blonden Professor neben sich drehte.
"Wirklich klasse sieht es aus! Lassen wir es so oder streichen wir noch was?"
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BeitragThema: Re: Eine schwedische Hütte   So 5 Jul 2015 - 22:35

Der Schwede hatte sich bemüht, nicht so einsilbig wie sonst zu sein, gerade bei solchen Dingen war das nicht von Vorteil, das wusste er. Doch er redete einfach nicht gerne, das war eine Tatsache. Und gar Gefühle korrekt aus zu formulieren, dass war völlig undenkbar! Aber hier ging es nicht um Gefühle, also war es kein sonderlich großes Problem. Hätte der Amerikaner dagegen nach seinen Ansichten dazu gefragt, dann hätte er lange auf eine vollkommen unzureichende Antwort gewartet.
Zauber dagegen waren für ihm wie die Arbeit mit Holz und anderen Materialien. Sie entspannten ihn, forderten aber volle Konzentration. Stundenlang konnte er sich mit derartigen Übungen beschäftigen, sie perfektionieren. Kein Wunder, dass ihm Verwandlung so lag. Den ohne den Willen zur Perfektion und Geduld konnte man keine überdurchschnittlichen Verwandlungen wirken. Er sah Alfred nicht wirklich als jemanden, der diese Charaktereigenschaften im Übermaß besaß. Doch die Verwandlung war sehr praxisorientiert, so würde er sich sicher halbwegs gut schlagen können.
 „ Würde ich ja. Aber ich als Wahrsagelehrer habe da wenige Möglichkeiten. Und was soll ich schon groß machen? Sie als Schülerberuhigungsmittel verwenden fällt bei ihrer Boshaftigkeit weg. Ich könnte sie vielleicht als Versuchskaninchen nutzen, wenn ich Vertretungslehrer in Verwandlung spiele... Aber die Wand haben sie so mühsam dekoriert, das kann so bleiben.“

Beinahe lächelte Berwald über die Aussage des Blonden und meinte:
 „ Das hätte sich schon von allein erledigt, glaub mir.“ Damit war das Thema für ihn erledigt.

Zufrieden musterte er das vollendete Werk. Für alle anderen sah er dagegen einfach nur weniger grumpig aus.
 „ Lassen wir es so. Also, fertig. Wir können jetzt essen gehen, wenn du willst.“, sagte er und unterstützte die Aussage mit einem lauten Magenknurren.
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BeitragThema: Re: Eine schwedische Hütte   So 12 Jul 2015 - 1:57

Nachdenklich legte Alfred seine Malerrolle zur Seite und sah zu Berwald, dann zu der Wand.
"Warum probierst du es nicht damit, dass Schüler mit Angst lernen sich mit ihnen anzufreunden? Das könnte lustig werden!"

Gegen Ende seiner Antwort grinste der Amerikaner genauso wie eigentlich immer. Nachdenken tat er zwar öfter als man es ihm zutraute, doch er zeigte es nicht gerne. Viel lieber grinste er seinen Gegenüber fröhlich an und teilte seine gute Laune.
Dass Berwald sie nicht so offensichtlich teilte, störe Alfred nicht. Der Blonde hatte gemerkt, dass der Schwede anders war als es auf den ersten Blick vielleicht wirkte und beschlossen, dass er den groß gewachsenen Professor für in Ordnung befinden konnte.

Bei Schwedens Kommentar zu der von den Hasen wirklich unter Anstrengung dekorierten Wand nickte der Blonde zustimmend, ehe er verdutzt blinzelte. Das Thema war nicht abgeschlossen, zumindest das selbstständige erledigen von Sachen, denn die Wäsche interessierte Alfred nur bedingt.
"Von alleine? Ah, you mean, wie die Koffer, die von alleine in unserem Schlafsaal erschienen sind! Einer von denen aus Ravenclaw meinte, dass das Hauselfen waren, stimmt das?"

Als Schweden etwas vom Essen erwähnte, jubelte Alfred zufrieden und hob eine Hand Richtung Himmel.
"Yeah, let's go and grab some food! Bestimmt schmeckt es wieder klasse!"
Damit schenkte er dem schwedischen Professor neben sich eines der Grinsen, die am ehesten in eine Zahnpasta-Werbung gepasst hätten, ehe er los in Richtung der großen Halle ging.
Solange Alfred keinen Naturjoghurt essen musste, war jedes Essen so oder so perfekt für ihn.

Tbc:// geht zu: Große Halle
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BeitragThema: Re: Eine schwedische Hütte   Do 16 Jul 2015 - 23:51

Der Schwede legte den Kopf schief und dachte nach. Langsam breiteten sich dumme Ideen in seinem Kopf aus und seine Mundwinkel zuckten gefährlich, ja, er musste sogar ganz kurz grinsen.
 „ Ginge, aber... Wir wollen doch nicht, dass wir traumatisierte Schüler mit Hasenphobie und von großen Zähnen verursachte Fleischwunden haben. Das wäre kontraproduktiv.“

Noch verstand der Blonde den jungen Amerikaner nicht ganz. Natürlich, er war heller als man meinte (Was allerdings nicht schwer war, so sah er aus, als hätte er den IQ einer gekochten Kichererbse), aber trotzdem verbarg sich hinter dem dämlichen Grinsen etwas tiefgründigeres, faszinierendes. Wäre er nicht in der Position eines Lehrers, dann hätte sich gerne daran gemacht und ihn ergründet. So würde er sich besser im Hintergrund halten und stumm beobachten. Er konnte es sich nicht mehr nicht leisten, bevor er sich seiner Situation nicht bewusst war.

 „ Nun, in der Tat arbeiten hier Hauselfen. Du wirst sie aber nur sehen, wenn du dich des Nachts in die Küche schleichst.“ Er zwinkerte ihm kurz zu, „ Sie erledigen fast alle Aufgaben und sind sehr freundlich. Im übrigen wirst du nur selten bessere Köche finden.“, sagte er und räumte die Farbe schnell weg, wobei er sich etwas über das Verhalten Alfreds amüsierte. Und so schritt Berwald neben dem Schüler Richtung Schloss.
 „ Denk daran, wenn du Hilfe brauchst oder Fragen hast... Komm einfach zu mir. Und ich habe immer frisches Gebäck.“, mit den Worten strich er sich die Haare zurück und lachte ganz kurz.

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