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 Erkundungstour

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BeitragThema: Erkundungstour   Di 16 Jun 2015 - 22:47

Toris lächelte nur über Lukas und seine Feststellung zu ihm und Ravenclaw. Vielleicht hatte der Blonde, dem Toris‘ gründlicher Blick wohl nicht gerade angenehm zu sein schien, Recht. Doch darüber wollte Toris jetzt nicht unbedingt nachdenken, schließlich war es nicht in seinem Sinne über sich selbst zu urteilen. Eher sollte er an etwas anderes denken. Und so zählte er nach Lukas Worten ab, wie viele Freunde er hatte. Schnell kam er zu einem Ergebnis:
„ Glaub mir, ich komme auch nicht auf mehr Freunde. Und apropos Freunde: Ich sehe in Miss Irunya nicht mehr als eine Freundin und daran wird sich wohl auch nichts ändern. So süß wir auch in deinen Augen erscheinen mögen.“, erklärte er ganz leicht lächelnd, aber doch bestimmt. Mehr musste er seiner Meinung nach dazu nicht sagen. Unwillig und leicht errötend dagegen ließ er sich durch die Haare wuscheln, murmelte dabei:
„ Bitte, nicht… Die sind eh schon so zerzaust…! Im Übrigen, vielleicht interessiert es dich, aber das ändert nichts daran, dass es mir jetzt schon peinlich ist, es gesagt zu haben. Und nur weil dieser Tee noch wirkt könnte ich dich beispielsweise fragen, was für eine sexuelle Gesinnung du hast. In diesem Augenblick ist es nicht peinlich, jetzt dagegen…“ Er wurde rot. Schnell wandte er sich ab und machte sich hastigen Schrittes auf den Weg in die Bibliothek.

Auf dem Weg durch die Flure dorthin murmelte er vor sich hin:
Puikus, innerhalb weniger Minuten ein Mädchen erzürnt, ein anderes dazu gebracht, von mir zu denken, ich wolle Schottland auslöschen, und mich dann auch noch selbst beschämt… Bravo, Toris, toll gemacht!“
Doch sobald er die Bibliothek betrat verschwanden alle unangenehmen Gedanken für einen Augenblick, er gab einen beeindruckten Laut von sich. Zu sehr begeisterten ihn die hohen Regale voller alter Bücher, die gar kein Ende nehmen wollten. Jedenfalls erschien es ihm auf den ersten Blick so zu sein. Natürlich endeten die Ausmaße der Regale früher oder später. Seine Augen glitten unermüdlich an den Buchrücken vorbei, lasen die Titel, merkten sie sich vor. Fast jedes einzelne Buch schien interessant zu sein! In der Zeit, in der er sich hier aufhalten würde, würde der Brünette wohl versuchen, all diese Bücher zu lesen, sein Wissen erweitern und es anzuwenden lernen.
Aber tatsächlich fesselte ihn ein Buch mehr als die anderen. Es war sehr dick und in grünem Leder eingebunden. Die großen silbernen Lettern voller Schnörkel und Verzierungen schimmerten verlockend und der Titel zog den Litauer ganz in seinen Bann. Eine Märchensammlung mit Märchen aus aller Welt? Absolut perfekt! Und so ging er zu dem Objekt seiner Begierde, nur um festzustellen, dass er nicht herankam. Doch Toris wusste sich zu helfen und schnappte sich einen der alten Stühle, um sich eine Erhöhung zu schaffen. Schnell stieg er auf seine hölzerne Hilfe und zog das Buch heraus. Allerdings war es schwerer, als er erwartet hatte, und machte so einen automatisch einen Schritt zurück – Ins Leere. Und so kippte der arme, verwirrte Litauer nach hinten und keuchte erstaunt auf.
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BeitragThema: Re: Erkundungstour   Mi 17 Jun 2015 - 11:49

Toris machte auf Lukas den Eindruck, als ob er tief in Gedanken versunken wäre. Er fragte sich, was ihm wohl durch den Kopf ging. Er hatte ihn als ernster, schüchterner Mensch eingeschätzt, doch in diesen wenigen Minuten hatte er so viele verschiedene Facetten von ihm gesehen, dass er glaubte dass da viel mehr dahinter stecke, als der Litauer zeigen wollte. Entweder das, oder das Johanniskraut hatte eine sehr lebendige Art, sich bemerkbar zu machen. Während sie auf den Weg zur Bibliothek waren, meldete er sich wieder zu Wort. Lukas schielte ihn seitlich an, während er die Hände in die Hosentaschen schob. Er war jemand der sehr gern mit den Händen sprach, da er ja durch das Gesicht nicht sehr viel verriet, aber er versuchte meist, sich zusammenzureißen.
„Immerhin haben wir was gemeinsam.“ Auf die Antwort, dass Irunya nur eine Freundin sah, war er beinahe ein bisschen enttäuscht. Aber nicht allzu sehr. Ein bisschen halt. „Und wirklich? Kennt ihr euch also gut?“ Lukas wandte den Blick von ihm ab und starrte in die Flure. Die Besenflugstunde schien noch zu laufen, oder das Mittagessen hatte schon angefangen, auf jeden Fall sah er nicht sonderlich viele Schüler durch diese schreiten. Auf seine Worte hin, dass er es nicht mochte, wenn ihm die Haare zerzaust wurden, nickte Lukas. „Ich hasse es auch wenn man mir die Haare anfasst. Ich liebe es aber, die von anderen zu verwuscheln. Nenn mich Heuchler, ist halt eine Angewohnheit.“ Demonstrativ rückte sich Lukas seine nordische Spange zurecht. „Ich find’s lustig, dass es dir peinlich ist. Bis jetzt hast du meiner Meinung nach nix gesagt, was einem peinlich sein müsste.“ Lukas konnte sich nicht mehr daran erinnern, wann er das letzte Mal so viel geredet hatte. „Sonst müsste ich mich auch als Quasselstrippe bezeichnen, so viel wie ich quatsche“, wandte er ein. Als er ihn nach seiner sexuellen Orientierung fragte, legte Lukas ein wenig den Kopf schief, doch bevor er antworten konnte, düste Toris auch schon davor. Es war eine ziemlich intime Frage, das stimmte, aber Lukas juckten solche Dinge nicht sonderlich. Was konnte denn jemand damit anfangen, was ihm gefiel?

Er hörte nicht, wie der Litauer sich selbst mahnte als er die Bibliothek erreichte. Sie war absolut gigantisch, überall Unmengen an Bücher, mehr als man in einer Lebensspanne überhaupt lesen könnte. Lukas schloss die Augen und konnte den Duft nach bedrucktem Papier riechen wie es so alte Bücher an sich hatten und beinahe konnte er hören, wie die Bücher schliefen und in ihrem Schlaf ihre Geschichten murmelten. Verklärt öffnete er die Augen und machte sich auf die Suche nach Toris. Azatoth, sein Troll, hatte sich inzwischen zu ihm gesellt und tippte ihm auf die Schulter, bevor er zeigte wo Toris lang gegangen war. „Danke, Alter.“ Azatoth grinste zufrieden. Er war ein netter Kerl, netter als er es war. Er kam gerade rechtzeitig, denn Toris war auf ein Stuhl geklettert, wohl um eine der Bücher zu nehmen, doch als er fiel fing Lukas ihn in den Armen auf. Er starrte ihn ausdruckslos an. „Frag einfach“, flüsterte er. Nicht, weil sie sich in der Bücherei befanden, dass war sein normaler Tonfall. Somit packte er ihn unter den Achseln und stellte ihn aufrecht hin. „Welches?“, gab er knapp von sich und sah nach oben. Da fiel ihm etwas ein. „Ah, wegen vorhin…ich bin ziemlich offen für alles. Wahrscheinlich bisexuell. Weißt du, die Vikinger waren ein sehr modernes Volk, zumindest was die Geschlechterollen anbelangt. Es kam oft vor, dass eine Frau in den Krieg zog und dass Mann auf Vieh und Kind aufpasste. Was ich sagen will ist…wir sahen manche Dinge nicht so eng. Was ist mit dir? Ich weiß dass du auf Frauen stehst, aber was ist mit Männer? Du ziehst sie an, ja, aber wie stehst du dazu? Muss echt gruselig sein, wenn du Leute anziehst und du eigentlich gar kein Bock auf sie hast…“, sagte er ohne mit der Wimper zu zucken in einem leisen Tonfall. Er wurde von Azatoth unterbrochen, der ihn wieder auf der Schulter tippte und sein Finger auf einem der Bücher richtete- „Ausrottung der Trolle- Leicht gemacht“. „Mistkerle“, nuschelte Norwegen, was in den Kontext seltsam klingen musste, da die meisten ja keine Fabelwesen sehen konnten.
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BeitragThema: Re: Erkundungstour   Mi 17 Jun 2015 - 21:29

Leise seufzte der Litauer. Ja, natürlich kannte er Irunya gut. Doch viel dazu sagen musste, konnte und wollte er nicht. Denn es waren nicht unbedingt schöne Erinnerungen, die er mit ihr verband. Beziehungsweise mit ihrem Bruder. Also kam er zu dem Schluss, dass ein einzelnes Wort genügen musste.
„ Sowjetunion…“ Es drückte mehrere Dinge zugleich aus, das war klar. Zum einen, woher er sie kannte, das er sie wohl oder übel recht gut kannte, aber auch, dass er nicht gerne darüber sprach. Hoffentlich würde er nicht weiterfragen. Das hier war ihm fast so unangenehm wie diese unsägliche Frage. Nur halt auf einer andere, dunklere Art und Weise. Allerdings lauschte er Lukas‘ Worten weiter, natürlich. Er hatte ja nicht sein Gehör abgeschaltet. Aus den Augenwinkeln beobachtete er, wie der Norweger an seiner Haarspange rumfummelte. Auch war es interessant festzustellen, dass er wohl sonst noch schweigsamer war als eh schon. Woran das wohl lag…? Toris nickte nur leicht über das Gesagte, er selbst fand es jedenfalls peinlich genug. Aber es gab für ihn keinen Grund, dem Blonden das einzureden, wenn er es ihm ja nicht krumm nahm. So verschwand er lieber schnell.

Toris‘ Herz setzte einen Schlag aus. Wie in Zeitlupe verlor er das Gleichgewicht, fiel zurück. Schon machte er sich auf den Aufprall gefasst, als er aufgefangen wurde. Mit vor Schock leicht geweiteten Augen starrte er zu Lukas hoch. Es war einfach unendlich peinlich! Wie oft wollte er heute noch in unangenehme Situationen geraten? Und außerdem hätte er den Größeren wirklich um Hilfe bitten können…. Manchmal war er echt dämlich!
„ D-Danke… D-Das war echt knapp…“, murmelte er leise keuchend, brauchte Zeit sich zu beruhigen. Dementsprechend zitternd ließ er sich von Lukas auch wieder aufstellen und klammerte sich unbewusst an dessen Arm. Und gerade, als er ihm sagen wollte, welches Buch er haben wollte, kippte genau dieses aus dem Regal und landete mit einem lauten, dumpfen „ Plopp!“ auf dem Stuhl. Dabei öffnete es sich auf einer Seite, die mit Abbildungen von Feen und Trollen geschmückt war. Es schien sich also um ein nordisches Märchen zu handeln. Toris hätte Lukas sicher sofort darauf angesprochen, wenn da nicht eine unerwartete Antwort auf eine unmögliche Frage gekommen wäre. Überrascht klappte dem Litauer der Mund auf. Darauf antwortete er wirklich? Knallrot sah er zur Seite, als die Frage zurückkam, und antwortete leise nuschelnd, auch wenn von dem „ Mistkerle“ etwas verwirrt:
„ I-Ich hätte nicht mit einer Antwort gerechnet… Es war ja auch mehr als ein Beispiel gedacht… A-Aber da du sie beantwortet hat… Schulde ich dir wohl ebenfalls eine Antwort.“ Er atmete einmal tief durch. „ Es wäre in jedem Falle gelogen, wenn ich sagen würde, dass mich mein eigenes Geschlecht nicht ebenso anzieht wie das weibliche. Wenn auch nicht auf dieselbe Art. Ich nehme solche Gefühle ernster als die Anziehung einer Frau…“ Er starrte stur zu Boden, wollte nichts sonst mehr sagen.
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BeitragThema: Re: Erkundungstour   Do 18 Jun 2015 - 16:20

Als Toris antwortete, woher er die Blonde Hauskollegin aus Ravenclaw kennen würde, schwieg Lukas, das konnte er noch immer am besten. Und ins Fettnäpfchen treten anscheinend auch, doch das ließ er sich nicht anmerken. Jedes Land hatte Zeiten, die sie am liebsten verdrängen würden- bei ihm war es nicht anders.

Lukas hatte Toris überraschten Blick nur mit seinem typischen, kalten Blick angestarrt. Er war überrascht davon, dass er tatsächlich ein wenig wog, er wirkte viel leichter.
„Pass auf dass du dir nicht auch noch was verstauchst oder brichst“, seine leisen Worte waren einen krassen Kontrast zu dem gleichgültigen Ausdruck. Als er seine Gedanken erraten hätte, hob er die Mundwinkel zum Ansatz eines Lächelns an. „Heute ist echt nicht dein Tag, hm?“ Mit diesen Worten richtete er ihn wieder auf. „Und ja. Knapp trifft es ganz gut.“ Sein Blick glitt zu Toris Arm, sagen tat er jedoch nichts. Durch seinen natürlichen Beschützerinstinkt würde er nie jemanden abweisen, der seine Hilfe bräuchte.

Das Geräusch vom Aufprallen des Buches sorgte jedoch dafür, dass er seine Aufmerksamkeit auf den, wie er es ausdrücken würde, „dicken Schinken“ legte. Lukas Augen funkelten auf, als er entdeckte was auf den Buch abgebildet war. Gern wäre er, wie ein Bär vom Honig angelockt, darauf zugegangen, doch er wollte nicht das Toris fiel wenn er ihm seine Stütze nahm. „Norske eventyr“, murmelte er begeistert. „Sie sind klasse. Kennst du norwegische Märchen?“, fragte er, traf aber auf einen leicht verwirrten Blick. Es dauerte ein wenig, bis Lukas schaltete, wieso. „Azatoth, Toris, Toris, Azatoth. Wenn du eines nachts voller grüner Sabber aufwachst, Toris, heißt das Azatoth mag dich.“ Lukas war es so gewöhnt, dass seine Brüder es einfach hinnahmen wenn er mit seinem Troll redete, dass er zuerst gar nicht verstanden hatte, weshalb Toris verwundert darüber war.

Er lief wieder rot wie eine Tomate an. Irgendwie schien der Litauer eine Sorte Person zu sein, die schnell beschämt war. „Ich schäme mich nicht für meine Orientierung“, war seine schlichte Antwort und zuckte mit den Schultern. „Aber danke, dass du mir deine gesagt. Man kann ja nie wissen…“
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BeitragThema: Re: Erkundungstour   Do 18 Jun 2015 - 20:30

„ Ja, ich sollte vorsichtiger sein… Entschuldigung!“, murmelte Toris und sah betrübt zur Seite. Dieser Tonfall und der kalte Blick waren keine gute Kombination. Sofort fühle sich der Litauer seltsam verantwortungslos. Natürlich, er war es nicht, das WUSSTE er, fühlen tat er aber etwas anderes. Erst als Lukas feststellte, dass es wohl nicht sein Tag sei, nickte er und sah ihn wieder an. Da hatte er wohl Recht. Seine Augen verblieben länger an einer Stelle als er es geplant hatte. Doch wer würde sich nicht genauer die Lippen eines Mannes anschauen, wenn dieser beinahe lächelte? Gut, es war noch kein richtiges Lächeln, aber für den Anfang gar nicht mal schlecht! Toris nahm sich vor, ihn einmal wirklich zum Lächeln zu bringen. Irgendwie. Da würde ihm schon etwas einfallen.

Als er wieder stand und sich etwas beruhigt hatte, lies er den Arm vorsichtig los, er wollte ihm ja nicht zur Last fallen. Währenddessen beobachtete er leicht amüsiert, wie sehr sein norwegischer Gefährte von den Märchen begeistert war. Auch Toris liebte Märchen, kannte aber fast nur die aus seinem Land. Bevor er antwortete ließ er sich aber gerne dem für ihn unsichtbaren Wesen vorstellen. Für ihn gab es keinen Zweifel an der Existenz dieses Wesens, also nickte der Litauer freundlich in die Richtung, in die Lukas gesehen hatte, und sagte leise:
„ Freut mich, Herr Azatoth. Aus dem grünen Sabber schließe ich, dass du ein Troll bist?“ Leicht fragend sah er zu Lukas, suchte Bestätigung oder Aufklärung. Diesen Augenblick nutzte er – natürlich - noch, um endlich zu antworten:
„ Nein, ich muss gestehen, ich habe mich immer mehr mit den Märchen und Sagen meiner Umgebung beschäftigt. Aber ich denke, dass wird sich jetzt sehr schnell ändern!“ Er griff nach dem schweren Buch und bewegte sich mit dem Trümmer zu einem Sofa am Ende des Ganges, setzt sich. Dabei meinte er nicht sonderlich laut:
„ Sich für sowas zu schämen wäre Selbstverleugnung. Auch wenn es ein Punkt ist, über den Bescheid zu wissen nicht das Ungünstigste ist. Denn ja, man kann nie wissen, wann es nützlich wird.“ Hastig sah er auf das Buch, um nicht wieder Rot zu werden, betrachtete die Zeichnungen und überflog die ersten Zeilen des Märchens.
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BeitragThema: Re: Erkundungstour   So 21 Jun 2015 - 19:33

Lukas nickte leicht, er würde nicht abstreiten dass ein wenig mehr Vorsicht ihm davor bewahrt hätte, Bekanntschaft mit dem Boden zu schließen. Andererseits war er nicht seine Absicht, seinen Begleiter traurig zu stimmen, deswegen suchte er seinen Blick, beugte sich ein wenig vorwärts.
„Hätte jedoch jeden passier’n können“, wandte er ein und ihre Augen trafen sich. Lukas merkte jedoch nicht, dass sein Blick woanders hin wanderte.

Lukas war positiv überrascht, als Toris ihm nicht den Vogel zeigte oder auch anders die Meinung äußerte, dass er einen an der Waffel hätte. Azatoth war um einiges geschmeichelt als er, er grinste breit sodass seine scharfen Zähne glänzten. Er konnte sehr frech sein und liebte Streiche, aber er wusste auch wann er sich das leisten konnte und wann nicht.
„Scharf beobachtet.“ Lukas war verwundert, dass Toris tatsächlich aus dieser einzigen Eigenschaft schließen konnte, dass es sich dabei um einen Troll handelte. Respekt. Azatoth brummte. „Er sagt, dass er in der Tat ein Troll ist, von der Familie der Nissen. Nissen sind Schutzgeister von Häusern“, erklärte Lukas und wedelte in die Richtung seines magischen Freundes. Lukas schaute ihn leicht fragend an, bevor er ihm zum Sofa folgte. „Ich kenne mich auch nur mit der meines Landes aus. Eine handelt davon, wie eine Trollin Frauen aus einem Dorf entführt hat und ein junger Mann kommen musste und sich verführen damit sie aufhörte.“ Er setzte sich sanft auf dem Sofa neben ihm. „Eine andere ist von einem gutaussehenden Mönch der Besucher verführt und getötet hat. Daraufhin wurde er vom Chefmönch getötet und heute spukt er im Monasterium herum und verführt und tötet trotzdem Leute…man könnte meinen, unsere Ahnen dachten Liebe ist nur ein Vorwand um an unsere Ziele zu kommen“, stellte Lukas fest, bevor er sich an Toris wandte. „Erzählst du mir auch von deinem Land welche?“ Einen Moment lang schwieg Lukas. „Du bist aber auch knuffig“, gestand er murmelnd.
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BeitragThema: Re: Erkundungstour   So 21 Jun 2015 - 23:45

Toris lächelte scheu und drehte eine Haarsträhne auf dem Zeigefinger auf. Eine seltsame Angewohnheit zwar, aber nun gut. Der durchdringende Blick des Norwegers brachte ihn immer wieder durcheinander und machte ihn nervös. Sofort musste er sich nämlich immer fragen, ob er etwas falsch gemacht hatte. Trotzdem suchte er eben diesen Blick immer und immer wieder. Es erinnerte ihn etwas an Russland. Nein, es klang wirklich nicht wie ein Kompliment und war auch nicht so gemeint. Es war eher eine Tatsache. Denn auch Russland war auf seine Art und Weise anziehend. Man konnte nicht nicht in die Augen dieses Mannes sehen, auch wenn man wusste, dass man dafür bestraft wurde.
Aber darum ging es ja gerade nicht. Toris ließ die Strähne wieder los und beobachtete aus den Augenwinkeln wie sie sich entdrehte. Eine wundervolle Spirale wie aus Eichenholz. Dabei antwortete er leise:
 „ Naja... So scharf auch nicht. Ich kenne nicht viele norwegische Märchengestalten. Und von allen, die ich kenne, war nur den Trollen der grüne Sabber wirklich zuzutrauen. Ich hoffe, das war jetzt nicht unangebracht? Aber wirklich interessant... Gibt es viele unterschiedliche Familien?“ Ehrlich interessiert lauschte der Brünette Lukas und drehte sich zu ihm, als er sich setzte. So hingen die schönen, ernsten Augen weiterhin an den Lippen seines Gegenübers und als dieser mit seiner Erzählung endete sagte Toris nach kurzen Überlegen:
 „ Ja, es scheint so. Doch bedeutet Verführen wirklich Liebe? Ich denke nicht. Ich kann niemanden dazu bringen, mich zu lieben. Ich könnte meine körperlichen Vorzüge dazu nutzen, Begierde und vielleicht auch Zuneigung hervorzurufen. Aber Liebe ist mehr als das. Liebe wird nicht von Äußerlichkeiten hervorgerufen, sie kommt von Innen, entflammt unlöschbare Feuer, überwindet Welten und Meere, beginnt und endet Kriege. Liebe ist nicht besser als Hass aber doch viel schöner. Und sie ist nicht nur zwischen zwei Partnern. Nein, viel stärker ist die Liebe zwischen Familie, manchmal auch Freunden. Doch... Ich... Sollte mich nicht in dieses Thema vertiefen...“, stotterte er und wurde rot. Hatte er übertrieben? Wahrscheinlich. Aber jetzt war es eh zu spät, also sammelte er sich langsam und begann wieder zu sprechen:
 „ Litauische Märchen sind meistens sehr speziell. Und häufig nicht schön. So will in einem ein König seine wunderschöne Tochter heiraten, doch diese flieht und heiratet ihren Bruder.
Auch sind die Helden nicht immer nur gut, wie zum Beispiel Ciuciucelis. Dieser kleine Junge brachte die Laumen dazu, ihr eigenes Kind zu essen, und die Tiere, eben diese Wesen zu zerstampfen. Oder der Held ist eigentlich ziemlich dumm, hat aber Glück und bekommt aus irgendwelchen Gründen trotzdem das schönste Mädchen zur Braut. Die er natürlich vorher geraubt hat.
Häufig spielt die Liebe eine wichtige Rolle in den Märchen. Oder aber die Frauen werden einfach nur auf ihre... Körperlichen Vorzüge zurückgestuft.“ Toris endete und war angemessen beschämt über diese Ungerechtigkeit. Aber rot wurde er erst wieder als Lukas ihn knuffig nannte. Das kam definitiv unerwartet. Zu geschockt starrte er den Blonden an und war nur in der Lage, ein leises „ Eh?“ von sich zu geben.
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BeitragThema: Re: Erkundungstour   Di 23 Jun 2015 - 14:15

Lukas lehnte sich auf dem Sofa zurück, das wunderbar weich war, während er beobachtete wie Toris mit seinem Haar spielte. Es war eindeutig- er war echt gut darin, Leute zum erröten oder durcheinander zu bringen. Er war sich selbst nicht so sicher, ob er darauf stolz sein oder er daran arbeiten sollte…somit starrte er ihn einfach dennoch an. Toris machte einen gewöhnlichen und unscheinbaren Eindruck doch dahinter befand sich eine große Palette an Emotionen und Gedanken, wie es meist bei introvertierten Menschen der Fall war. Es war sein Charakter, dass Schönheit ausstrahlte, nicht unbedingt sein Aussehen. Auch wenn er nicht hässlich war, ganz und gar nicht. Keinen einzigen dieser Gedanken spiegelten sich jedoch in Lukas Züge, als würde er eine Maske aus Marmor tragen. Sein Gesicht war entspannt und der Blick ruhig. Stattdessen bemerkte er, dass Toris ihn ebenfalls bereits eine ganze Weile beobachtete.
„Ist was?“, fragte Lukas ein wenig schroffer als gewollt. An seine, ähm…“rhetorischen Mitteln“ beim Reden musste er noch feilen. Sprich- er war einfach nicht gut darin, mit Leuten zu reden. Was sollte man machen, er war einfach ein schüchterner Kerl. „Stimmt. Andererseits, manche Kobolde können die Eigenschaften von anderen Fabelwesen kopieren, quasi stehlen, glaube ich…bin mir aber nich‘ sicher“, flüsterte er. „Er sagt eigentlich gibt es nur die Nisse und die Bergtrolle, aber es klang wissenschaftlicher wenn er Dinge wie „Familie“ und „Gattung“ reinwirft. Unter der Bergtrollen gibt es jedoch Unterschiede, manche sind eher klein und andere so groß wie Fjörde…“, dolmetschte Lukas. Er legte den Nacken auf den Sofapolster um auf die Decke zu starren, die blonden Vorderhaare fielen ein wenig zurück. „Wow, philosophisch. Fast poetisch. Lust und Liebe hängen wohl nicht immer zusammen.“ Als er Toris Beschreibung lauschte, musste er an seine Familie denken- seine Brüder und Schwestern. Das passte. Er würde alles für ihnen tun. Er richtete sich auf und streckte sich. „Die litauischen Märchen erinnern mich an die griechischen. Da gabs doch auch diesen Typen von dem prophezeit wurde, dass er seinen Vater töten wird und der Vater ihn verbannte, nur damit er zurückkam, seinen Vater tötete und seine Mutter heiratete, von dem er gar nicht wusste das es seine Mutter war…hieß das…Damokles? Oder war das schon wieder wer anders…? Aber deine Märchen klingen spannend. Nicht unbedingt moralisch, aber die meisten Menschen sind nicht sehr moralisch.“ Hust – Slytherin – Hust. „Kann es sein, dass dein Volk ein Kriegervolk war?“ Mit großer Genugtuung betrachtete er seine Reaktion.
„Ist so“, sagte er bestimmt. Charme gehörte nicht unbedingt zu seinen Stärken.
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BeitragThema: Re: Erkundungstour   Di 23 Jun 2015 - 17:58

Je länger Toris sich nicht bewegte desto tiefer sank er in das Sofa ein. Aber nicht nur in das Sofa, auch in diese dunkelblauen Augen versank er langsam. Sie sogen ihn ein wie ein Strudel, rissen ihn in ihren unendlich tiefen Abgrund und verschlangen ihn mit Haut und Haar. Doch so schnell er auch verschwunden war, ebenso schnell wurde er wieder ausgespien.
Der Litauer zuckte leicht bei dem schroffen Tonfall des Anderen. Hatte er etwas falsch gemacht…? Hoffentlich nicht! Er wusste noch nicht genau, was er von Lukas halten sollte, doch einer Sache war er sich bewusst: Der attraktive Norweger war ihm schon jetzt irgendwie ans Herz gewachsen.
Leicht schüttelte er den Kopf und sah wieder auf das Buch in seinem Schoß. Etwas eingeschüchtert murmelte er:
„ Tatsächlich? I-Ich bin noch nie einem Kobold begegnet. Jedenfalls nicht bewusst. Vielleicht sehe ich sie ja nicht, ebenso wie ich Trolle – leider – nicht sehen kann. Scheinbar kann ich nur wenig magische Wesen sehen, hauptsächlich die aus meiner Heimat. Laumen, die webenden Wasserelfen, sehe ich beispielsweise. Seltsam… Naja, ich würde gerne mal unterschiedliche Trolle sehen. Sie klingen wirklich interessant!“ Recht schnell hatte er sich wieder gefangen und sah den Blonden wieder an. Wie brachte dieser es nur fertig, ihn immer wieder rot werden zu lassen, zu beschämen oder zu verwirren? Über seine Aussage lächelte er schwach:
„ Nein. Sie sind sogar sehr unterschiedlich. Wer könnte einen schönen Menschen mit schlechtem Charakter schon wirklich lieben? Und wer könnte wahre Lust bei einem hässlichen Menschen mit gutem Charakter empfinden? Natürlich, beides kann auch zusammenkommen, aber meistens wird es wohl eher vertauscht. Leider.“ Kurz verwuschelte er sich sein Haar, nur um es sofort wieder in Ordnung zu bringen.
„ Litauische Märchen haben sehr wohl einige moralische Werte… Intelligenz und Ehrlichkeit zählen uns mehr als Reichtum oder Edelmut. So ist der Junge aus dem Märchen ein Held, weil er schlau war, nicht weil er korrekt gehandelt hat. Der größte Unterschied zwischen griechischen und litauischen Märchen ist aber, dass die Begegnung mit Fabelwesen in den Märchen nichts Besonderes ist. Es scheint einfach normal zu sein, plötzlich vom Herrn Perkunas, dem Donnergott, besucht zu werden.
Warte… Damokles… War doch der mit dem Schwert über dem Kopf, oder? Der, den du meinst, heißt… O.. Ö… Ödipus!“ Kurz schlich sich ein zufriedenes Lächeln in sein Gesicht, das sich sogar noch verstärkte, als er ihm die Frage stellte. Toris nickte und antwortete:
„ In der Tat. Warum?“
Er starrte ihn weiterhin entgeistert-verwirrt an und schüttelte den Kopf. Hatte Norwegen das etwa wirklich bezweckt? Aber egal, er war nicht knuffig!
„ N-Ne…“, nuschelte er weiterhin knallrot.
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BeitragThema: Re: Erkundungstour   Fr 26 Jun 2015 - 14:08

Toris fand wohl auch, dass das Sofa bequem war, zumindest sank er ebenfalls ein wenig, was dafür sorgte, das Lukas sich fragte, ob das Sofa verzaubert war oder ob es sich hierbei einfach nur um gutes „Muggelhandwerk“ handelte. Doch da viele Zauberer nur Hochnäsigkeit für die magierlosen übrig hatten, vermutete er, dass es sich dabei um ersteres handelte. Und da, schon wieder musterte er ihn eindringlich. Hatte er was im Gesicht? Wahrscheinlich war es eher das, was fehlte. Für Personen, die es nicht gewohnt waren mit jemand mit ihm umzugehen müssten sich wohl überfördert fühlen. Immerhin war Toris jemand, mit dem man gut reden konnte, er hatte nicht das Gefühl, sich verstellen zu müssen – zumal er sowieso nicht wüsste wie, das war einfach nicht sein Stil. Sein Blick wanderte von Toris weiter zu den Bücherregalen.
„Besser als nichts. Mit Training kannst du vielleicht auch die anderen sehen. Haben wir nicht ein Fach in den späteren Schuljahren mit magischen Kreaturen…?“, sinnierte er und zuckte mit den Achseln. „Aber was sind Laumen? Und Trolle sind gefährlich. Nissen sind eine friedliche Art von Troll und Azatoth greift nur an wenn ich es ihm Befehle. Stell dir aber vor, du begegnest einen Troll so groß wie ein Berg. Sie können dich nicht sehen und würden dich einfach zertrampeln wenn du nicht schnell genug bis…“, wandte er ein. „Glücklicherweise pennen sie die ganze Zeit über, sodass sie Menschen meist nicht bewegen sehen. Ich persönlich mag auch Feen sehr gern. Es gibt eine die ist voller Fell und hat zwei abstehende Blätter oben, es sieht aus als hätte mal einen Ball und eine Katze fusioniert…“, Lukas biss sich auf die Zunge. Wenn es um Zauber- und Fabelwesen ging, da konnte er schnell mal die Zeit vergessen. Somit wandte er sich lieber Toris‘ andere These zu. „Ich glaube, dass beides möglich ist. Menschen sind so seltsame Kreaturen, so verschieden, so kurzlebig…“ Lukas seufzte, tief in Gedanken versunken. „Ich schätze, dass die meisten Märchen moralische Werte machen…kennst du die Theorie des kollektiven Bewusstseins? Das ist eine Theorie von Jung und zwar um zu erklären, wieso Menschen in aller Welt ohne je miteinander in Kontakt zu kommen ähnliche Geschichten haben- es gibt immer einen Helden, einen Bösewicht und das Ziel des Helden.“ Lukas fixierte wieder Toris mit dem Blick, als wolle er direkt in sein Inneres blicken. Auf die Korrektur des Litauers nickte er verstehend. „Danke“, murmelte er kaum hörbar, bevor er schnell weitersprach: „Eure Märchen und Legenden klingen einfach so, als wären sie von Kriegern erzählt worden. Das ist alles.“ „Und doch, bist du. Du hast ein sehr hübsches Gesicht. Jedoch ist mein kleiner Bruder süßer.“ Er holte seinen Geldbeutel aus der Tasche, um nach Fotos von ihm zu suchen.
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BeitragThema: Re: Erkundungstour   Fr 26 Jun 2015 - 17:37

Die grünen Augen des Litauers hingen an seinem Gesprächspartner. Noch immer verstand er nicht recht, weshalb die Anderen angeblich Angst vor ihm haben sollten oder könnten. Dafür war er eine viel zu angenehme Persönlichkeit – Und nicht mal im Ansatz so schweigsam wie es schien!
Nein, Toris fühlte sich viel eher sicher und so kuschelte er sich nur weiter in das weiche Sitzmöbel. Es war faszinierend, wie sehr sich Lukas öffnete, wenn er über die Fabelwesen seiner Heimat sprach. Dabei wirkte die ruhige Stimme absolut (Ach ne!) beruhigend, fast wie die Rede eines Politikers. Nur war der Inhalt um einiges interessanter und sein Zuhörer schenkte ihm seine gesamte Aufmerksamkeit. Lächelnd meinte er also, als der Redefluss des Anderen versiegte:
„ Rede nur weiter, es klingt wirklich magisch, was du erzählst. Wobei Magisch vielleicht etwas seltsam klingt, wenn man bedenkt, dass es um Feen und Trolle geht. Und ich gebe zu, ich hoffe tatsächlich, dass dieses Unterrichtsfach einem den Anblick auf diese ermöglicht. Deine Beschreibung dieser Kreaturen, auch wenn sie gefährlich sein können, macht mich nur noch neugieriger! Im Übrigen, Laumen sind eine Art Feen oder Elfen, die sich meist in Wassernähe aufhalten. Sie weben und waschen meist und essen auch ab und an die Kinder fauler Mütter, denn solche Frauen und Männer, die sich an ihnen vergreifen wollen, werden von ihnen erbarmungslos bestraft. Ihr Aussehen ist recht umstritten, einige behaupten, sie hätten Vogelfüße, andere dagegen sehen in ihnen „nur“ wunderschöne, vollbusige nackte Frauen.“ Kurz dachte er über das Gesagte nach, dann fuhr er fort, „ Wenn ich so darüber nachdenke, erscheint es mir logisch, warum unsere Märchen nach denen von Kriegern klingen…
Und ja, ich habe von der Theorie mal gehört. Doch nebenbei erwähnt: Muss ein Märchen nicht auch im gewissen Sinne einige moralische Werte enthalten, um wirklich als ein Märchen gelten zu können? Gut, wichtiger ist eigentlich die magische und unwirkliche Verpackung, aber ich habe noch kein Märchen gefunden, in dem kein Bisschen Moral steckt. Und wenn die Moral nur die ist, dass man keine Mädchen wider ihres Willens anfassen sollte, sie könnten es einem wie die Laumen übel nehmen.“ Toris überlegte und ging alle ihm bekannten Märchen durch. Tatsächlich viel ihm keines ein, das seiner These widersprochen hätte. Langsam rutschte er zur Seite und brachte sich in eine liegende Position. Das Sofa war einfach zu bequem! Der Brünette sah also von unten zu Lukas auf und murmelte:
„ Menschen sind so einfach gestrickt, dass es zu schwer für sie selbst ist, sich zu verstehen. Ich bezweifle nicht, dass sie zu allem in der Lage sind. Zu Gutem wie auch Schlechten.“
Langsam beruhigte sich seine Gesichtsfarbe etwas, jedenfalls wurde er nicht noch dunkler. Zum Glück! Denn die Komplimente des Norwegers hatten geradezu Ampelpotential. Doch er atmete durch und erwiderte:
„ Mein Gesicht ist nicht hübscher als die Anderer, geschweige denn deinem. Aber ich gebe dir nur zu gerne Recht, kleine Brüder müssen einfach niedlicher sein als alles andere.“
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BeitragThema: Re: Erkundungstour   Mi 1 Jul 2015 - 16:00

cf: Unterrichtsstunde (muss ich später schauen wos war..)

Nachdem er sich aus der schlechten Unterrichtsstunde verzogen hatte, war kaum eine Sekunde vergangen, in welcher er nicht alleine war. Die schier endlosen Gänge von Hogwarts mehr und mehr erkundete. Mit einem kleinen bitteren Beigeschmack, der Iceland wusste nicht so genau, was er mit sich anfangen sollte. Es war ruhig – etwas was er zwar oft genug genoss – dennoch könnte ruhig mal das ein oder andere tolle passieren. Mal davon abgesehen von den Leuten, die aus den Bildern ständig rausgingen und sich andere suchten! Oder der halb Geköpfte, der ihn ständig versuchte – erfolglos – zu erschrecken. Langweilig. Es verging noch eine ganze Weile, bis es passierte, Stimmen – wovon er eine nur zu gut kannte – erreichte sein Gehör. Norwegen. Einige Schritte weitergehend, bis er sowohl Lukas als auch jemanden entdeckte, den er nicht kannte. Seine Gesichtsfarbe sprach für sich selbst, etwas verwundert darüber, blickte er den Blonden an. Was hatte er mit ihm gemacht? Mal ganz davon abgesehen, dass Lukas nun nicht grade jemand war, der so etwas wie flirten konnte. Sollte er die beiden nun wirklich stören? Nein, wirklich die Lust verspürte Emil dazu nicht. Demnach musste er sich direkt umdrehen, zu suspekt erschien ihn diese Situation. „Tomate.“ Mehr kam ihn doch nicht über die Lippen, als er sich noch mal das Gesicht über die Schulter besah, des Kerles, der scheinbar auch noch im gleichen Haus angehörig war, wie er selbst.  Was sollte er auch sonst darüber sagen? War ja nun nicht täglich, dass jemand wegen Norwegen scheinbar rot anlief. „Lasst euch nicht stören.“ Folgte es noch eiskalt und ohne irgendeine Emotion über die Lippen zu bringen, zusammen mit einem Schritt von den beiden weg. An der Wand angekommen lehnte sich der Kleinste, der drei an diese an, dabei die Tore zur Seele fest verschlossen. Sie konnten immerhin genauso weitergehen. Wieso sollte der hellhaarige auf die anderen beiden Rücksicht nehmen?
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BeitragThema: Re: Erkundungstour   Do 2 Jul 2015 - 15:01

Lukas bemerkte erst jetzt, wie still es in dieser Bibliothek war, schweigsamer als er sowieso schon erwartet hatte. Er suchte nach Flüstern, nach Wispern, doch das einzige, was er vernehmen konnte, waren ihre beiden Stimmen, als wäre die Welt einem verstummenden Zauber erlegen. Und Schritte. Was aber nicht verwunderlich war, schließlich war die Bibliothek für jedermann offen und von dem, was er gesehen hatte, waren sie bei weitem nicht die einzigen, welche die Unterrichtstunden verpassten. Toris schien ihm – aus welchem Grund auch immer – nicht in die Augen schauen zu wollen. Dabei machte er gar nicht mal so einen schüchternen Eindruck.
„Ist komisch so viel zu reden. Aber ich freu‘ mich auch auf den Unterricht. So viele verschiedene Wesen die es gibt…“ Lukas schaute verträumt in die Ferne. „Laumen also? Ich würd‘ gerne welche seh’n. Sie fressen Kinder…? Ich kenn‘ ein schwedisches Fabelwesen dass auch Kinder frisst, ein Pferd mit Menschenkörper das unter Wasser wohnt. Es holt aber nur die Geister von ausgesetzten Kindern zu sich“, erklärte er nachdenklich. Auf seine Bemerkung hin, dass er verstehen könne, wie er darauf gekommen war dass es zu Kriegern passen könnte, musste er ein wenig Schmunzeln. „Sag‘ ich ja“, bestätigte er zufrieden. Seine Gedanken hingen noch ein wenig an den Laumen. Er würde wirklich gerne welche in ihrem natürlichen Habitat beobachten, einfach nur um damit angeben zu können. „Sind sie schlimmer als Banshees oder Nixen? Also, die Laumen meine ich“, hakte er nach.
Kurz dachte er über Toris folgende Worte nach. „Nicht immer. Sonst wäre es ja eine Fabel und kein Märchen. Zum Beispiel Rapunzel, da lernt man gar nichts daraus. Nur das man im Leben ab und zu Pech hat und man warten muss, bis irgendso’n eingebildeter Typ dahergelatscht kommt und meint, sie müsse ihn heiraten weil er sie gerettet hat“, argumentierte er, hörte aber abrupt auf als er Toris beobachtete. „…was machst du da…?“ Er ließ Toris folgende Worte sacken. „…kluge Worte. So muss es sein.“ Jedoch versuchte Lukas dennoch, nicht Freundschaft mit Menschen zu schließen. Es war nicht gut für das eigene Herz. Endlich hatte er ein Bild von Emil gefunden.

Doch wie es das Schicksal so wollte, sollte er ihm direkt in die Arme laufen. Obwohl. Eher sah es so aus, als ob Emil flüchten wolle. Seine großer-Bruder-Instinkte schrillten Laut wie Alarmglocken. Er wollte ihn bei sich wissen. Lukas winkte ihm zu sich.
„Brü…ich meine, Emil.“ Er wollte seinen Bruder nicht bloßstellen. „Komm her. Ich habe gerade von dir gesprochen. Wo bist du gewesen, ich dachte du würdest folgen…?“ Er wandte sich schnell an Toris. „Siehst du? Ist er nicht total niedlich? Purer Zucker, ich sag’s dir“ , sagte er und drehte sich wieder zu Emil. „Setzt dich zu mir.“ Er klopfte an die Stelle neben sich….oder ich komm‘ dich holen, sagten seine Augen die ihn eindringlich anstarrten.
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BeitragThema: Re: Erkundungstour   Do 2 Jul 2015 - 23:04

Die Stille der Bibliothek ließ den Brünette erleichtert durchatmen. Viele Leute mochte er eigentlich nicht um sich herum, einige wenige reichten vollständig aus. Leise, wie um die Stille nicht stören zu wollen, murmelte er mehr zu sich selbst:
 „ Wie bei mir zu Hause... “ Leicht versäumt lächelte er bei den Erinnerungen an den Ort, den er alleine aufgebaut hatte und an dem immer noch ein reges Treiben herrschte. Außer in der Bibliothek. Das war nur sein Reich, niemand wagte es, ihn dort zu stören. Doch daran galt es gerade nicht zu denken und so antwortete er:
 „ Ich freue mich schon allgemein auf den Unterricht. Ich liebe es zu lernen und zu arbeiten! Und wenn es das Lernen über mir unbekannte Fabelwesen ist.“ Die grünen Augen funkelten lebendig, wieder schenkte er ihm ein ehrliches Lächeln, das er nicht häufig vergeben konnte.
 „ Laumen sind keine schlimmen Wesen, sie werden nur aggressiv, wenn man sie reizt. Was keine unbedingt schlechte Eigenschaft ist. Man muss nur damit umgehen können.“, fuhr er fort und kuschelte sich tiefer in das Sofa. Den Kopf recht nahe Lukas‘ Beinen, fast (aber nur fast!) gewillt ihn ihn seinen Schoß zu legen, und die Beine über der Lehne hängend sah er ihn an, antwortete:
 „ Ich... Weiß nicht wirklich. Eine bequemere Position suchen vielleicht. Perfekt ist es aber immer noch nicht. Allerdings weiß ich, dass auch Rapunzel eine Moral hat. Nämlich dass man häufig Dinge möchte, aber es nicht immer richtig ist, diesen Wünschen nachzugeben wie es bei der Mutter Rapunzels der Fall ist. Und dass die Liebe auch auf Umwegen zu ihrem Ziel kommen kann. Denn Rapunzel findet erst ihren Frieden, als sie den Prinzen nach langen Jahren wieder trifft. Menschen bringen in ihre Geschichten immer einen Funken Wahrheit, weißt du? Und wenn es nur das zwischen den Zeilen ist. Daraus ergeben sich dann die schönsten Lehren — Wenn man einen Moment darüber nachdenken möchte. Denn auch wenn man es bezweifeln möchte, Hirn“ Dabei berührte er ihn kurz an der Stirn. „ Und Herz“ Jetzt legte er die Hand an seine Brust und spürte den Herzschlag des Anderen, „ Hängen doch miteinander zusammen, sind verbunden.“ Fest sah Toris dem Blonden in die Augen und nahm die Hand erst wieder weg, als er ein „Tomate“ vernahm. Emil, Lukas‘ Bruder. Wie unangenehm! Doch röter als er bereits gewesen war würde er nicht so schnell nochmal werden. So nickte er ihm freundlich zu und lächelte entschuldigend über die Worte des anderen, die wohl kein kleiner Bruder gerne hören wollen würde.
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BeitragThema: Re: Erkundungstour   Do 24 Sep 2015 - 20:40

(ooc: Es ist lange her, seit ich RPG Posts geschrieben habe, verzeiht mir bitte meinen Mangel an Qualität. Ich habe mich dann weggepostet, damit man nicht auf mich warten muss)

Emil wirkte, wie es hin und wieder vorkam, tief in Gedanken versunken, da wollte er ihn nicht dabei unterbrechen. Somit wandte er den Blick von seinem Bruder ab und ließ ihn durch die Bibliothek schweifen. Der Raum war so groß, dass das Gewisper in der Leere verloren ging und selbst das Blättern verschluckt wurde. Lautlos warteten unzählige Bücher darauf, aufgeklappt zu werden. So viel Magie musste in diesem Raum stecken...er beobachtete, wie eine Fee sich auf seine Hand setzte und mit den Beinen schwenkte. Sie waren überall!
"Sie haben das Überlebensinstinkt einer Kakerlake", stellte er laut fest, wenn auch in einem Wispern. Er liebte Feen, doch er ließ es sich nicht nehmen, eine Wahrheit auszusprechen. Er griff Toris' Bemerkung auf. "Ist es bei dir auch so ruhig?" Wenn er dachte, wie viel Lärm Dänemark machte, dann beneidete er den Brünetten dafür. Andererseits: Ohne ihn würden sie ständig auf ihre vier Buchstaben sitzen, also war er wohl notwendig für die Gruppendynamik. Im Grunde konnte er ihn ja leiden. Irgendwie. Ohne ihn würde er nicht mal hier stehen, warhscheinlich. Verdammtes Schmetterlingseffekt. Stoisch starrte er auf seine Hände. "Ich freue mich auch auf den Unterricht. Und es passt zu dir als Ravenclaw, gern zu lernen. Wir Hufflepuffs sind vielleicht nicht so intelligent, aber wir arbeiten uns fleißig hoch", entgegnete er monoton. Er würde nicht gegen ein Ravenclaw verlieren. "Die einzige Methode, die ich gegen Aggression kenne, ist entweder absolute Ruhe oder Gegenaggression" gestand er trocken und zuckte mit den Schultern, schob sich eine dunkelblonde Strähne hinter das Ohr, bevor er zu Toris schielte. Ihm ging es anscheinend richtig gut. Es war gut anzusehen, da er wohl normalerweise ein sehr nervöser Mensch zu sein schien, wenn er sogar Bauchschmerzen davon erhielt. .Lukas dagegen hatte die Ruhe weg. "Ach so", bemerkte er nachdem Toris ihm erklärt hatte, was er da tat. "Brauchst du'n Kissen oder so...?" Stirnrunzeln hielt er Ausschau. Es war seltsam, normalerweise tat er solche Sachen nur für seine Geschwister. Doch der Litauer war tatsächlich sehr sympathisch. Somit lauschte er nebenher Toris' Konterargument bezüglich Rapunzels eigentliche Moral. "Aber muss man nicht ab und zu ein wenig egoistisch sein? Sonst macht jeder mit dir was du willst, wie bei Rapunzel"; wandte er ein und legte den Kopf schief. "Es stimmt das Liebe viele Gesichter hat, aber viele sterben so schnell wie erlöschende Glühwürmchen." Wenn Lukas etwas mochte, dann so richtig etwas kritisieren. Das war wie für den fetten Mönch eine genauso fette Mahlzeit. Nach kurzem Überlegen fügte er noch hinzu: "Aber ich glaube dir, dass da immer ein Korn Wahrheit dabei ist. Es wird nur verzerrt nach den vielen, vielen Erzählungen", murmelte er in seinem Atem hinein. "Dabei dachte ich, du seist ein Pessimist", kommentierte der Norweger überlegend. Er rührte sich nicht, als auf den Kopf und seine Brust getippt wurde. "Ich fürchte dann, dass meine kühlen Gedanken mein Herz eingefroren haben." Es fiel ihm wirklich nicht leicht, offen seine Zuneigung zu zeigen. Außer bei seinen leiblichen Geschwistern, vielleicht. Das mochte er nicht an Gefühlen- sie waren nicht in Stein gemeißelt, fest, verlässlich. SIe waren so ziemlich das Gegenteil davon. Ein seltsamer Augenblick lang starrten sie sich an, dann hatte sich Emil gemeldet. Er würde ihn später wieder suchen. Erst einmal..."Ich glaube, ich geh'n bisschen an die frische Luft. Ich bin ein wenig schläfrig." Übersetzung: Ich hatte wohl nicht genug Kaffee. Somit erhob er sich vorsichtig, damit Toris nicht von seiner Lage verrutschte. "Du kannst gern mitkommen, aber ich glaub's wird ein bisschen langweilig", antwortete er wahrheitsgemäß. Somit schlürfte er träge mehr oder weniger aus diesen kleinen Papierparadies ab zur überdachten Brücke.

tbc: Hogwarts- Überdachte Brücke
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BeitragThema: Re: Erkundungstour   Fr 25 Sep 2015 - 18:50

Toris sah dem Norweger nach und seufzte leise.
„ Eingefrorenes Herz… Das lässt sich irgendwann ändern. Irgendwie.“ Für ihn war beschlossene Sache, sein Herz etwas aufzutauen. Nicht auf kitschig-romantische Art und Weise, sondern auf freundschaftliche. Auch Toris hatte schon viel Schlimmes erlebt, unzählige Male war sein Herz vereist und zersplittert worden. Doch auch immer war etwas passiert, wodurch sich seine schlechten Ansichten gebessert hatten. Und so würde es auch bleiben. Ein stetiger Wechsel von Gut und Böse, wenn es denn etwas Derartiges gab. Doch wie in jedem Märchen würde das Böse notfalls am Ende beseitigt sein, auch wenn nur die Mühen und das Leid am Horizont zu sein scheinen. Für den Lichtblick brauchte man nicht nur Familie, sondern auch Freunde. Diese schienen dem Norweger zu fehlen, also warum ihm nicht einer sein?

Lächelnd stand der brünette Litauer auf und streckte sich. Mit diesem guten Vorsatz konnte er friedlich das Schloss erkunden gehen. Doch wohin wollte er gehen? Erst einmal nach oben, beschloss Toris und ging leise aus der Bibliothek, das dicke Märchenbuch für die nächste Zeit wieder zurückstellend. Darauf zurückkommen würde er in jedem Falle! Aber sich jetzt damit schleppen, das wäre dumm. Und man konnte ihm vieles unterstellen, aber das war er wirklich nicht!

Tbc: / Geht: Vor das Vertrauensschülerbad
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