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 Apokalypse- Take 2 (Schreibübung)

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BeitragThema: Apokalypse- Take 2 (Schreibübung)    Fr 25 Sep 2015 - 17:15

Teilnehmer: Lukas & Victoria Skjeggestad


Er stand auf einer der wenigen Hochhäuser, die noch unversehrt geblieben worden waren. Normalerweise war es ein schöner Anblick, wenn die Sonne unterging, oder? Die Art, wie die letzten Sonnenstrahlen sich zurückzogen und es immer kälter wurde, wie der Himmel orange-rosa getüncht war und man sich vorkam, als würde man in einer völlig anderen Welt existieren, wenn man den blassen Mond und die ersten Sterne entdeckte. Wie die Schatten sich langzogen und spitz wurden, wie man, fast ohne es zu merken, in einer Welt der Dunkelheit getaucht wurde. In Lukas kroch jedoch die Angst wie eine riesige Spinne hoch zu seinem Herzen als würde er ein Rennen gegen die Zeit bestreiten. Denn in der Dunkelheit konnte man diese Dinge nicht bekämpfen. Leicht bekümmert wog er die Brechstange in seiner Hand. Das praktische an so einer Waffe war, dass die Munition nie ausging. Dafür brauchte man auch eine ordentliche Schlagkraft. Kurz warf er noch einen letzten Blick auf die untergehende Sonne, dann wandte er sich an Victoria. Er bemühte sich, sich seine Sorgen nicht anmerken zu lassen, das letzte was das Mädchen gebrauchen konnte war ein zu Tode verängstigter großer Bruder. Er blickte zu Victoria, das Gesicht wie eine glatte Maske aus Marmor, die Augen zerzaust vom Wind. Nicht mal Feen konnte er hier erkennen. Es bereitete ihn Unbehagen.
„Ist dir kalt?“, fragte er und wandte sich wieder an dem Geländer der Dachterrasse, schaute hinab. Er konnte viele kleine, schwarze Flecken erkennen die sich bewegten. Die einen unersättlichen Hunger auf Fleisch hatten. „…wir müssen langsam los“, brachte er schließlich hervor und umklammerte seine Waffe als könne sie ihn und ihr vor allem Übel bewahren.
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BeitragThema: Re: Apokalypse- Take 2 (Schreibübung)    Fr 25 Sep 2015 - 21:32

Schweigend stand sie neben ihrem Bruder und beobachtete, wie die Sonne langsam zu Grunde ging und die Dunkelheit sich ihren Weg bahnte. Dank dem Luftzug, der in dieser Höhe wehte, wirbelten ihre weißen herum, fast als würden sie tanzen. Daher nahm sie sich kurzerhand ein Band, dass sich zufällig in ihrer Tasche befand und band sich die Haare zu einem festen Pferdeschwanz zusammen. Ihr Körper befand sich zwar in der irdischen Welt, doch ihre Gedanken waren an einem komplett anderen Ort, einer anderen Welt. Einer heilen Welt, in der sie nicht pausenlos um ihr Leben kämpfen musste und in Frieden mit ihrem großen Bruder leben konnte.

Natürlich hatte sie Angst - wer hätte das in ihrer Situation nicht? Doch sie bemühte sich, diese Furcht nicht zu offen zu zeigen. Ihrem Bruder zuliebe, dieser brauchte sich ja nicht noch mehr Sorgen um die Weißhaarige machen, als sowieso. Ihre zarten Hände umklammerten die teilweise abgebrochene Mistgabel, dessen spitzes Ende sie gerade am Dach abgestützt hatte. Es war nicht die perfekte Waffe, doch sie war besser als nichts. Kämpfen gehörte zu den Dingen, die sie wirklich nicht gerne tat, doch in gewissen Situationen gab es keinen anderen Ausweg, wenn man überleben wollte. Und das wollte sie.
Victoria war so in Gedanken versunken, dass die Stimme Lukas' sie wie ein Wirbelsturm aus der Tagträumerei zog und sie kurz blinzelte. Der Glanz in ihren Augen, der durch diese Gedankenverlorenheit kurzzeitig verschwunden war, kehrte wieder und einen Moment regungslos sah sie ihren Bruder an. Dann schüttelte sie den Kopf ganz leicht und brachte ein schwaches Lächeln hervor. "Nein, es geht schon. Und wie ist es bei dir...?"
Als er den Blick abwandte, folgten die blauen Augen des Mädchens und sahen in ein Meer aus Finsternis, in dem sich Dutzende von verlorenen Seelen bewegten. Einen Moment wurde ihr wieder mulmig zumute und ihre Miene wurde besorgt. Würden sie es wirklich hier durch schaffen und bis zum bitteren Ende überlegen. Die Skandinavierin hatte darauf keine Antwort und auf den hervorgebrachten Satz ihres großen Bruders nickte sie wieder. "Du hast Recht...", ihre besorgte Miene wich einer halbwegs entschlossenen, der Griff um ihre Waffe festigte sich. Sie würden hier überleben. Und zwar gemeinsam.
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BeitragThema: Re: Apokalypse- Take 2 (Schreibübung)    Sa 26 Sep 2015 - 9:54

Kurz musterte er Victoria, die aussah, als wäre sie ebenfalls in Gedanken versunken. Wer konnte es ihr verübeln, es gab viel, über das sie sinnieren mussten. Darunter, was für eine Zukunft sie erwartete. Beziehungsweise, ob es eine Zukunft überhaupt gab. Er verbannte den Gedanken grimmig. Wenn sie noch existierten, bedeutete es, dass noch Menschen ihrer Länder überlebt hatten. Sie mussten diese nur finden und beim Überleben helfen. Doch wie sollte er das machen, wenn er es gerade mal schaffte sie beiden am Leben zu halten?, meldete sich eine skeptische, kritische Stimme, während er beobachtete wie der Wind Victorias Haare schüttelte. Es sah so aus, als hätten sie Eigenleben, bevor sie beschloss, einen Versuch zu unternehmen um diese zu zähmen. Einer seiner Mundwinkel zog sich nach oben in einem lustlosen Lächeln. Seine Haare mussten selbst aussehen wie ein Vogelnest. Früher hatte er so viel Zeit gehabt, seine Haare zu pflegen und hatte sehr viel Wert darauf gelegt, was man von seinem Aussehen hielt. Inzwischen war es ihm egal, wenn sie in alle Richtungen abstanden.
„Steht dir“, lobte Lukas kurz angebunden. Nach einem kurzen Schweigen fügte er hinzu: „Was meinst du, geht es den anderen auch…“ Er wollte „gut“ sagen, doch, wem könnte es in so einer Situation gut gehen. „Meinst du sie sind okay?“, setzte er neu an, dabei wandte er den Blick ab.

Victoria wiederrum wirkte stark. Nicht wie jemand, der beschützt werden musste. Dabei war sie früher immer so still und zurückhaltend gewesen. Doch wie sagte man so schön? Stille Wasser sind tief. Sie beide würden sich schon durchbeißen. Und wenn sie durch eine Horde Zombies und Mutanten kämpfen mussten? Dann würden sie sich durchkämpfen. Er wiederholte sich das immer wieder, als sei es ein heilendes Mantra. Sein Blick blieb auf der Mistgabel hängen. „…du siehst aus wie ein kleiner Teufel damit“, neckte er sie, um die Spannung in der Luft aufzulösen. Er war nicht die Sorte Typ, der großartig Reden schwang, zumal er meistens ins einer eigenen kleinen Welt war, doch wenn fast niemanden und einen herum war, entwickelte man eine Art von Gefühl…vielleicht Einsamkeit?
Ein wenig bereute er es, sie so aus ihren Überlegungen gerissen zu haben. Sie schien nicht zu frieren. Das war gut. Wobei sich das noch sehr schnell ändern konnte, wenn sie erstmal von der Dunkelheit vollends verschluckt wurden…er unterdrückte ein Schaudern. „Ich friere grundsätzlich selten. Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung, habe ich damals gesagt.“ Er schwieg einen Moment, um seine Worte zu sammeln. „Ich schätze wir beide sind ganz schön taffe Krieger aus den Norden.“ Ein wenig Stolz schwang in seiner leisen Stimme mit, bevor er sich wendete. Ihr Ausdruck gab ihm Mut. „Dann wollen wir mal…wenn wir uns hier aufhalten werden sie nachkommen und dann sind wir in seiner Sackgasse“ Ein Moment schwebte ein schrecklicher Gedanke in der Luft, dann setzte er sich in Bewegung, in das Gebäude hinein, die Treppen herunter. „Wir brauchen einen Ort, der sich verbarrikadieren lässt. Irgendwelche Ideen?“ Er war kein guter Anführer, er war normalerweise selbst jemand der einfach gehorchte. Wenn man ihn brauchte, war er nie da…er fragte sich, ob er nicht auch…ein Knoten bildete sich in seinen Magen. Am besten nicht darüber nachdenken.
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BeitragThema: Re: Apokalypse- Take 2 (Schreibübung)    Sa 26 Sep 2015 - 15:57

Man merkte sofort, wie angespannt die Atmosphäre war. Jeden Moment mussten sie damit rechnen, überfallen zu werden. Dieses Wissen konnte einen schon ziemlich belasten. Doch ihr Bruder und auch sie selbst schienen wirklich gut damit umzugehen. Zumindest kam es der Weißhaarigen so vor, immerhin war Lukas nicht gerade ein offenes Buch.
Als dieser einen Kommentar zu ihrer neuen Frisur abgab, lächelte sie ein wenig. "Danke." Sie hatte auch schon öfter in Erwägung gezogen, sich ihre langen Haare abzuschneiden und sie kurz zu tragen, doch in die Tat umgesetzt hatte sie diese Idee bis jetzt noch nicht. Als der Norweger fragte, ob es den anderen wohl gut ging, überlegte die Skandinavierin ein wenig. Ihre Geschwister waren allesamt hart im nehmen, selbst wenn man es nicht bei jedem von ihnen sofort sah. Doch natürlich machte sie sich Sorgen, ob es ihnen an ihrem momentanen Aufenthaltsort auch gut ging. "Ich denke, sie sind okay... trotzdem möchte ich die Anderen schnell wieder sehen...", ein kurzes Seufzen verließ ihre Lippen.
Nur ihr Bruder und sie selbst. Und Yuki. Das Leben der Eisbärdame würde sie genauso beschützen, wie das von Lukas und wie ihr eigenes.
Bei Lukas' Kommentar zu ihrer Waffe wurde Victoria ein wenig rot im die Nase. "W-wenn du meinst...", es war ihr für einen Moment unangenehm, doch im nächsten Moment bemerkte sie, dass sich durch diesen Kommentar zumindest ihre Anspannung etwas gelöst hatte.

Mit einem kurzen Blick zum Horizont beobachtete sie, wie es nun komplett dunkel wurde. Selbst auf den Straßen leuchtete kein einziges Licht. Absolute Finsternis. Irgendwie deprimierend...
"Hast du, ich erinnere mich...", kurz nickte sie. Dann lächelte sie erneut ein wenig. Als das alles begonnen hatte, hatte sie sich schon gefragt, ob sie das noch irgendwann hätte tun können. "Stimmt, wobei ich eher dich und die anderen als Krieger bezeichnen würde... ich hab ja nicht mal eure Wikingerzeit mitbekommen, auch wenn ihr -besonders Mathias- mir Einiges davon erzählt habt..."

Ein weiteres Mal nickte sie zur Zustimmung und entfernte sich dann vom Rand des Daches, während sie ihrem Bruder ins Gebäude folgte. Indes dachte sie darüber nach, wo man sich am besten verbarrikadieren könnte. "Eines der Zimmer in dem Gebäude? Sollte es dann eher in den oberen Etagen sein, wo einen diese… Monster nicht so schnell erreichen oder doch eher eines der unteren Etagen, von wo man schneller flüchten konnte? Wenn in den oberen Etagen eine Feuertreppe wäre, wäre ein Ort in dessen Nähe natürlich optimal, oder nicht? Wobei, die Gegner könnten die Treppe auch benutzen, um hochzukommen… "
Victoria war in ein nachdenkliches Schweigen verfallen, wobei ihr nicht aufgefallen war, dass sie ihre Überlegungen sogar ausgesprochen hatte. Wobei ihre Lautstärke eher einem Gemurmel glich. Sie dachte eindeutig zu viel nach…
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BeitragThema: Re: Apokalypse- Take 2 (Schreibübung)    Sa 26 Sep 2015 - 17:02

Obwohl Lukas innerlich aufgekratzt war, ließ er sich seine Zeit, die Treppen hinab zu steigen, überwiegend weil es beinahe stockfinster dort war und er keine Lust hatte, ich zitiere, „auf die Fresse zu landen.“ Somit setzte er einen Fuß nach den anderen ab, tastete sich voran, während er über Victorias Reaktion nachdachte. Es freute ihm, sie ein wenig zum Lächeln gebracht zu haben, wenn auch nur ein bisschen. Seine kleinen Geschwister waren Schätze für ihn und er wollte, dass es ihnen gut ging, wie jeder gute große Bruder es wahrscheinlich tun würde. Er konnte Victorias Stimme hinter sich vernehmen. Es mag albern klingen, doch es war ein beruhigendes Gefühl. Ob er wohl verrückt geworden wäre, wenn er alleine sich gegen diese Bestien schlagen müsste? Vielleicht. Vielleicht auch nicht. Er hätte es nicht genau sagen können. Auf ihre Antwort lächelte er für sich hin, da er ihre Gedanken zu erahnen schien.
„Wir Nordics sind zäh. Aber ja: ich will sie auch wiedersehen. Wir sind stark- aber zusammen sind wir stärker“, bestätigte er in einem Wispern, als wolle er die anbrechende Nacht bei ihrem Treiben nicht unterbrechen. Außerdem wollte er keine Aufmerksamkeit auf sie lenken, sollte sich einer der Monster hier befinden. Schon bald erreichten sie den siebten Stock, doch Lukas ging weiter Treppe für Treppe hinab. „Eine Taschenlampe käme ganz gelegen“, murmelte er für sich hin. Anscheinend lag das in der Familie. Aber eine Taschenlampe in der Dunkelheit finden? Das war wie die Nadel im Heuhaufen. Oder, in ihrem Fall, das Heu im Nadelhaufen. „Meinst du, ich habe zu viel Fantasie?“, flüsterte Lukas ein wenig amüsiert über Victorias Reaktion.

Er sprach einfach weiter, als könne er mit seiner Stimme die Dunkelheit zum Weichen bringen. Normalerweise mochte er es nicht, viel zu sprechen, aber er musste die Morale hoch halten. Alles was er darüber wusste, wie man sich als eine leitende Person benahm, hatte er von Matthias. Na wenn das mal schief ging. „Du erinnerst dich sogar noch daran? Du hast ein gutes Gedächtnis“; bemerkte er. „Liest du gern?“, fragte er interessiert und öffnete vorsichtig jede offene Tür vom Hotel, um zu sehen ob sich etwas Bemerkenswertes darin befand. Doch er konnte kaum etwas erkennen, also würde er später zurückkommen. Als sie erwähnte, dass sie erst später dazugekommen sei, nickte er für sich hin, als hätte er das ganz vergessen. Er könnte sich auch kein Leben ohne seine kleine Schwester mehr vorstellen. „Ich fand die Zeit als Vikinger lustig. Wir haben geplündert und getötet…unter anderem. Damals war ich sehr wild. Doch heute will ich nur noch ein kleines Haus auf dem Land mit einem Gemüsegarten…“, seufzte Lukas. Ja, so ein richtiges Abenteuer wie das hier, damit hatte er nicht einmal ansatzweise gerechnet. „Was hast du gemacht, bevor ich dich gefunden habe? Habe ich dich das überhaupt je gefragt?“ Er öffnete noch eine Tür. Dort war eine Leiche. Er schloss sie schnell wieder damit Victoria das nicht mitansehen musste.

„Deine Idee ist gut. Ich schlage aber vor, wir verstecken uns unten. Selbst wenn die Monster uns nur langsam erreichen- sie werden uns erreichen, wenn wir nicht lang genug in Bewegung bleiben“; argumentierte er. Sie hatten noch immer nicht das Erdgeschoss erreicht, doch sie waren gleich da.
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BeitragThema: Re: Apokalypse- Take 2 (Schreibübung)    Sa 26 Sep 2015 - 23:06

Mit bedachten Schritten folgte Victoria ihrem Bruder, um in der Dunkelheit nicht zu stolpern. Ihre Hände hatten sich um das Treppengeländer geschlossen, während sie in der Dunkelheit kaum die Hand vor Augen sah und sie auch Lukas nur schemenhaft sah. Ein wenig Angst machte ihr das schon, immerhin wusste niemand, was in der Dunkelheit auf sie lauern würde. Auf seine Aussage hin nickte sie. "Du hast recht, zusammen sind wir stark... Und ja, eine Taschenlampe zu haben, wäre ziemlich angenehm…", kurz seufzte sie, die Dunkelheit war ihr nicht geheuer. Als Lukas weiter redete, schmunzelte die Weißhaarige einen Moment. Normalerweise war er ja nicht so gesprächig. "Ich finde, man kann gar nicht zu viel Fantasie haben…"

Dass ihr Bruder sich momentan so viel mit ihr unterhaltete, beruhigte die Blauäugige ungemein. Stille wäre momentan einfach nur belastend und unangenehm, würde an ihren Nerven zerren und ihr ein Gefühl der Verlorenheit bescheren.
"Ja, es gibt Dinge, die vergisst man nicht so schnell, glaub ich… und ja, ich lese wirklich gerne, ich hab sogar noch ein paar Bücher in der Tasche…"
Etwas unsicher folgte sie dem Blonden von Tür zu Tür, erwartete jeden Moment eines dieser Ungeheuer, dass sie angriff. Doch es blieb still, nur ihre leisen Stimmen hallten gespenstisch über die Gänge.
"Das klingt wirklich gemütlich. Wenn du früher so wild warst, ist das ja ein ziemlicher Sinneswandel…" Als er Victoria fragte, was sie getan hat, bevor sie von ihrem Bruder entdeckt wurde, blinzelte sie kurz. Es war, als ob ein Haufen an Erinnerungen wieder in ihr geweckt wurden. Bilder von kahlen Schneelandschaften, Eisbären und anderen Tieren, Bilder von ihrem jüngeren Ich, klein und ahnungslos von der Welt außerhalb ihrer Inseln. Als Lukas die nächste Tür besonders schnell schloss, realisierte die Skandinavierin, was sich wohl dahinter befand und schwieg betreten. Dann jedoch beantwortete sie seine Frage:"Nicht viel… ich hab im Schnee gespielt, bin mit Yuki Fische jagen gegangen oder mich zu den anderen Tieren gekuschelt, wenn es besonders kalt war…", kurz lächelte sie melancholisch, ehe sie auf seinen Vorschlag hin zustimmend nickte. "Das klingt vernünftig. Wir sollten gleich im Erdgeschoss sein, nicht? Hoffentlich bleibt es lange genug ruhig, dass wir uns ausruhen können…"
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BeitragThema: Re: Apokalypse- Take 2 (Schreibübung)    Mi 30 Sep 2015 - 7:08

Endlich im Erdgeschoss angekommen, blieb er wie erstarrt stehen, als er durch die kaputten Fenster sah und die Monster entdeckte, welche irrend und ziellos durch die Straßen watteten, offensichtlich waren sie noch nicht auf sie aufmerksam geworden. Seine Augen hatten sich inzwischen ein wenig an die Dunkelheit gewöhnt und er konnte sie als undeutliche Schatten enttarnen- überwiegend durch die tierischen lauten, die sich von sich gaben. Manche hörten besser, andere sahen besser, so war es am vernünftigsten, lautlos und ungesehen durch die Gegend zu schleichen. Er schluckte, seine Lippen fühlten sich trocken an, deswegen bewegte er sich unerträglich langsam zu einen die Zimmer und machte Victoria eine Geste, ihm in das Zimmer zu folgen. Einmal drinnen schob er, nicht ohne Knurren, eine Kommode vor den Eingang. Jetzt, wo er sich sicher fühlte, ließ er sich auf das dreckige und zerstörte Bett fallen. Heute war ein erschöpfender Tag gewesen.
„Morgen, wenn es wieder hell ist, mache ich es mir zum Ziel, eine Taschenlampe zu suchen“ nahm er sich leise vor und seufzte tief. Er wollte neben sich klopfen, um ihr zu zeigen dass sie sich neben ihm setzen konnte, doch dann fiel ihm ein dass sie es wahrscheinlich nicht sah und drückte sich verbal aus. „Du kannst dich ruhig auch hinsetzen, wenn du willst. Für heute machen wir eine Pause.“ Somit versuchte er, es sich so bequem wie möglich auf den Wrack zu machen. „Man kann nie zu viel Fantasie haben? Und was, wenn du über so etwas“, er machte eine indirekte Geste zu den Monstern, „fantasierst?“ Er war noch nie die Sorte Mensch…Land…was auch immer gewesen, der Dinge beschönigte. „Mich verfolgen sie zumindest bis in meinen Träumen.“

„Und es gibt viele Dinge, die man am liebsten vergessen würde und es nicht hinbekommt“, ergänzte er ihre Aussage. Ihre folgenden Worte sorgten dafür, dass eine kleine Furche zwischen den Augenbrauen des Norwegers entstand, das einzige Anzeichen von Irritation auf den sonst ausdruckslosen Gesicht. „Du trägst Bücher mit dir? Sind sie nicht zu schwer wenn man auf der Flucht ist?“, erkundigte er sich ein wenig besorgt. Andererseits, in Apokalypsenvideospielen fand man ja immer Tagebücher wohin das Auge reichte…vielleicht brauchte ein echter Überlebenskünstler ordentliche Literatur? „Vielleicht kannst du mir ja mal was vorlesen, wenn wir eine Taschenlampe finden. Letzter Zeit habe ich durch die ganze Anspannung kein Auge zubekommen“; gestand er und als wolle sein Körper ihm Recht geben, gähnte er hinter vorgehaltener Hand. Auf ihre Worte hin, dass es ein ziemlicher Sinneswandel sei, nickte er bestätigend und schien einen Moment lang in Gedanken versunken. „…einen echten Vikinger bekommt man nie untergebuttert. Ich mag von außen zwar gesittet und zivilisiert erscheinen, aber irgendwo lebt die Wildnis in einem weiter. Und wenn mein Vikinger zum Beispiel ein kleines Häuschen will, dann bekommt er dieses auch. Es hat sich einfach nur der modernen Zeit angepasst.“ Lukas grinste düster, bevor sein Gesicht wieder so vielsagend war wie das eines ungeschriebenen Blattes. „Das klingt für mich wiederrum gemütlich. Es erinnert mich an meine Zeit, als ich noch nicht Dan oder Ice kannte. Ich habe den ganzen Tag am Meer gespielt mit meinen Feenfreunden und Azatoth. Ich schätze, wir sind uns wirklich ähnlich. Letzten Endes bist du eben doch ein Teil von mir.“ Als ob er einen Grammatikfehler in einem Text entdeckt hätte, schüttelte er sich plötzlich. „Ein Teil von mir? Seit wann bin ich so sentimental und kitschig? Streichen wir das letzte? Wir streichen das letzte.“ Wow. Awkward, wie die anglo-sachsen sagen würden. Pinlig, wie die Norweger sagen würden. Peinlich. Somit wechselte er schnell das Thema: „Wir machen am Besten Schichten, einmal schlafe ich und du hälst Wache, und einmal andersherum. Ich melde mich freiwillig für die erste Wache, wenn du schlafen möchtest“, bot er an.

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BeitragThema: Re: Apokalypse- Take 2 (Schreibübung)    Mi 30 Sep 2015 - 9:09

Mit größter Vorsicht folgte Victoria ihrem Bruder und zuckt kurz zusammen, als sie neben ihm stehenblieb und nach draußen sah. Monster, wo man auch hinsah. Ihr Körper begann wie von selbst zu Zittern, ihre großen Augen starrten in die Dunkelheit. Sie hatte Angst. Fast schon mechanisch folgte sie Lukas in das Zimmer, ihr Körper war angespannt und ihr Herz schlug so schnell gegen ihre kleine Brust, dass sie das Gefühl hatte, es würde vor Aufregung aus ihrer Brust springen oder sogar zerschellen. Als der Blonde die Tür mit einer Kommode versperrte, atmete sie tief aus. Sie fühlte sich aufgrund der Anspannung etwas benommen und stimmte seiner Aussage, er würde sich bei Tag eine Taschenlampe suchen, lediglich mit einem Nicken zu, ehe sie sein Angebot dankbar annahm und sich auf das Bett sinken ließ. Ihre Arme stützte sie hinter sich auf dem Bett ab, während sie nach oben an die finstere Decke saß. Seine nächste Aussage brachte die Weißhaarige einen Moment lang zum Grübeln, ehe sie den Kopf etwas zu dem Norweger, um ihn anzusehen:"Würde ich über soetwas sinnieren, hätte ich mich wahrscheinlich gefragt, wieso ich den Teufel an die Wand malen würde? Wenn ich jetzt darüber nachdenke, frage ich mich immernoch, wie das alles nur passieren konnte…" Sie seufzte kurz. "Und meine Träume vergesse in letzter Zeit, ob sie wohl zu schön sind, um wahr zu sein…? Oder doch eher zu wahr, um schön zu sein?"

Auf seine Ergänzung hin nickte sie abermals. Es gab wirklich Dinge, die am Liebsten vergessen würde. Seine Irritation und die darauf folgende Besorgnis im Gesicht, ließ Spitzbergen etwas verlegen lächeln. "Ja, ich konnte sie einfach nicht wegwerfen und hatte dazu auch keine Zeit oder Gelegenheit… und zu schwer sind sie nicht, ich bin es ja gewohnt, mit einer Menge Büchern herumzulaufen. Yuki ist ja sonst auch in meiner Tasche…", sie warf einen kurzen Blick auf ihre große braune Stofftasche, die auf den ersten Blick gar nicht so voll wirkte, wie sie in Wirklichkeit war. Zudem war die Lasche der Tasche ein wenig geöffnet, doch das war beabsichtigt. "Und klar, ich les dir gerne was vor!", der kleine Funke von freudiger Aufregung, ihrem Bruder etwas vorzulesen, ließ sie wieder erröten. "A-also wenn wir eine Taschenlampe gefunden haben…"
Als Lukas etwas über sein Vikinger-Ich erzählte, hörte die Blauäugige ihm aufmerksam zu und kam sich einen Moment wieder wie ein kleines Kind vor. Ein Bild ihres jüngeren Ichs, wie sie Yuki im Arm hielt und auf dem Schoß ihres Bruders saß, welcher wieder von seinen spannenden Abendteuern erzählte, schoss ihr durch den Kopf. Das düstere Grinsen ließ sie kurz zusammenfahren. Selten sah sie ihren Bruder mit solch einem Gesichtsausdruck. Wohlmöglich war es sogar das einzigste Mal.
Seine Zeit als Kind klang in den Ohren des Mädchens ebenfalls sehr friedlich, was sie sogar leicht lächeln ließ. Der letzte Teil jedoch brachte ihr wiedermal die Röte ins Gesicht. Sowas hatte halt noch niemand zu ihr gesagt und es war wirklich sentimental. Fast schon peinlich… okay, nicht nur fast. "K-klar, streichen wir das Letzte…"

Als Lukas anbot, die erste Wachschicht zu übernehmen, wollte Victoria schon dankend ablehnen, da sie sich noch nicht müde fühlte:"Nein, ich-", doch ihr Körper verhinderte vorzeitig das Aussprechen dieser 'Lüge' mit einem Gähnen, "bin noch nicht so müde, du kannst ruhig schlafen…" Dass sich ihr Körper und besonders ihre Augenlider schwer anfühlten, als wollten sie die Skandinavierin an das Bett ketten, versuche sie halbwegs erfolgreich zu ignorieren.
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BeitragThema: Re: Apokalypse- Take 2 (Schreibübung)    Mi 30 Sep 2015 - 10:52

Lukas würde sich am liebsten für alle Ewigkeit mit Victoria irgendwo einsperren, damit sie nicht mehr diese Gestalten sehen mussten, doch er wusste das war ein unrealistischer Wunsch. Außerdem würde er so nie wieder die anderen sehen und das wollte er, bevor er den Löffel abgeben musste. Denn er hatte den schlimmen Verdacht, dass wenn zu viele Norweger infiziert wurden, er vielleicht auch so enden würde. Diese Vermutung hatte er jedoch noch nie laut ausgesprochen und schon gar nicht vor Victoria, da es eigentlich nur eine Theorie war. Er konnte kaum klar denken vom vielen Adrenalin, welcher sich nur langsam auflöste und ihn erschöpft zurückließ. Als er merkte, dass Victoria zitterte, strich er ihr vorsichtig über das Haar in einer beruhigenden Geste. Das hatte er nicht mehr getan, seit sie ganz klein gewesen war. Lukas wusste, dass mancher seiner Geschwister seine offene Zuneigung gelegentlich peinlich war, deswegen zeigte er sie auch nur wenn sie alleine waren oder in der Familie. So füllte sich der Raum kurz mit Stille. Sein Blick glitt durch die nahende Schwärze, machte Schatten aus, regungslos, abwartend. Er erwiderte ihren Blick mit einem monotonen seinerseits.
„Braucht man einen Grund, um den Teufel an die Wand zu malen?“, konterte er ein wenig amüsiert. Er selbst neigte zur Kritik und dem Sarkasmus. Als sie fragte, wie das alles passieren konnte, lehnte sich Lukas zurück und schloss die Augen, bevor er anfing zu erzählen. „Am Anfang war es ganz harmlos. Ein kleiner Virus der sich durch Hühnerfleisch verbreitete. Zuerst hatten die Betroffenen nur Durchfall und Fieber. Danach bildeten sich aber rasant Tumore, ähnlich wie bei der Pest oder Krebs. Die Leute starben…und kehrten nach zwei Wochen wieder ins Leben zurück. Da es in der Wissenschaft natürlich noch niemand gegeben hatte, der auferstanden sei, nannten sie es den Messiah-Effekt. Anfangs verhielten sich die Personen ganz normal psychisch betrachtet. Sie wurden aber immer…dümmer wäre das falsche Wort, aber…primitiver, genau. Sie wurden immer primitiver und aggressiver, sodass sie Leute mit messerscharfen Zähnen angriffen. Da der Biss ebenfalls den Messiah-Effekt erstellt…warte, war das eine rethorische Frage gewesen?“, unterbrach er sich selbst als er bedachte, dass sie vielleicht gar nicht interessiert war an den Anfängen der Apokalypse. Ihre tiefgründe Frage lenkte ihn für ein Moment ab.
„Wie es dem auch sei, Träume bleiben Träume. Vielleicht ist es besser so, wenn du sie vergisst. Wenn sie schön sind, sehnst du dich die ganze Zeit nach etwa was wir nicht mehr haben, und wenn du Angst in deinen Träumen und in der Realität hast, dann kannst du dich im Schlaf nicht ausruhen.“ Selten hatte er so viel gesprochen. Normalerweise überließ er eher Matthias das reden. Er vermisste ihn, wenn er ehrlich zu sich war.

Interessiert lauschte er Spitzbergens Erklärung und lehnte sich zurück, in Überlegungen vertieft.
„Solange sie dir nicht im Weg stehen, sind Bücher gute Reisebegleiter“, gestand er und ließ das Brecheisen auf den Boden fallen. „Stimmt, wie geht es Yuki?“, erkundigte er sich, bevor er kaum merklich lächelte. „Ich freue mich schon darauf. Was für ein Buch würde dich denn interessieren?“,  fragte er ruhig und öffnete die Augen, schielte sie seitlich an. „Gut“, fügte er hinzu, als sie sich einig waren, dass diese Passage ihrer Zeit überhaupt nicht geschehen war.

Lukas sah Victoria vielsagend an. „Du bist also nicht müde, ja?“, fragte er zweifelnd nach. „Du kannst mir vertrauen, ich werde schon aufpassen dass dir keiner beim Schlafen das Ohr abkaut. Und nach…sagen wir mal…?“ Er schaute auf seine Armbanduhr, sein Handy war schon lange hin, „zwei Stunden wecke ich dich und dann kannst du Wache halten. Wie klingt das?“
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BeitragThema: Re: Apokalypse- Take 2 (Schreibübung)    Mi 30 Sep 2015 - 12:55

Als Lukas ihr über den Kopf, fühlte sich Victoria einen Moment lang wieder wie ein Kind. Dennoch beruhigte sie diese Geste ungemein, sodass das Zittern weniger wurde und sie wieder ein wenig innere Ruhe fand.
Während sie in die vollkommene Dunkelheit sah, kam sie nicht darum herum, den amüsierten Ton in der Antwort des Norwegers zu hören. Das brachte die Weißhaarige ein wenig zum Lächeln. "Naja, man neigt dazu, den Teufel an die Wand zu malen, wenn man aus Angst oder Nervosität zu viel nachdenkt. Oder wenn man sowieso alles von einem kritischen oder negativen Standpunkt aus sieht…" Bedauerlicherweise gehörte sie selbst zu Ersterem. Doch sie zwang sich immer wieder, nicht zu viel darüber nachzudenken. Sie selbst hatte nur ca. 2700 Einwohner(plus ca. 3500 Eisbären!), was im Vergleich zur Gesamtbevölkerung Norwegens sehr wenig war. Daher war es gut möglich, dass es sie ziemlich früh erwischen würde, oder…? Selbst wenn sie nicht auf direktem Wege infiziert werden sollte, würde es sich schnell bemerkbar machen, sollten zu viele auf ihrer Insel vom Virus befallen werden, nicht wahr? Die Menschen dort hatten kaum Orte, um sich zu verstecken und selbst wenn, es war so kalt, dass man nicht lange überleben konnte. Schneller als Spitzbergen etwas dagegen hätte tun können, merkte sie, wie ihre Augen feucht wurden und verdächtig glänzten. Doch schnell rieb sie sich mit dem Arm über die Augen, um die aufkommenden Tränen verschwinden zu lassen. Als ihr Bruder ihr erst erklärte, was es mit dem Virus auf sich hatte und dann merkte, dass es eigentlich eine rhetorische Frage war, musste die Blauäugige unweigerlich schmunzeln und dann sogar leise lachen. "Ja, die Frage war rhetorisch gemeint, trotzdem danke für die Antwort, Nor."

Auf seine Aussage hin nickte sie nur etwas. Es stimmt wohl, besser sich nicht an seine Träume erinnern, als durch sie beeinflusst werden. Als er seine Waffe beiseite legte, lehnte auch sie ihre Mistgabel am Bett ab. Dann warf sie wieder einen kurzen Blick auf ihre Tasche. "Yuki geht es gut, sie schläft seit vorhin ziemlich tief und die Bücher machen ihr scheinbar nichts aus…", kurz hob sie die Lasche der Stofftasche, wodurch man den zusammengerollten Körper der kleinen Eisbärdame sah. Außerdem entdeckte man einige Bücher, manche dicker, manche dünner. "Ich könnte ja mal zur Abwechslung dir ein Märchen vorlesen, ich hab das Buch mitgenommen, aus dem du früher vorgelesen hast…" Die Röte in ihrem Gesicht, die aufgrund der 'gestrichenen' Passage ihrer Zeit entstanden war, verschwand glücklicherweise.

Als der Norweger wegen ihrer Müdigkeit nochmal nachfragte, verschlung ein weiteres Gähnen ihre Antwort. Auf ein leises Seufzen folgte ein ergebenes Nicken. "Nagut… also nach zwei Stunden…", waren ihre Worte, ehe sie sich müde auf das Bett hinter sich fallen ließ. Das Band, welches ihre Haare zusammenhielt, lockerte sich, worauf Victoria es mit einer flüssigen Bewegung aus der weißen Haarpracht zog. Sie zog die Beine auf das Bett und etwas näher an ihren Körper, ihre schweren Augenlider fielen zu. "Gute Nacht… großer Bruder…", und da überfiel sie die Müdigkeit und sie schlief ein.
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BeitragThema: Re: Apokalypse- Take 2 (Schreibübung)    Mi 30 Sep 2015 - 15:30

Als Lukas spürte, wie Victoria nicht mehr so stark bebte, war er erleichtert. Ihre Reaktion war verständlich, doch er konnte als Bruder sich nicht einfach hinsetzen und abwarten, bis es nach einer Zeit von selbst verschwand. Wenn überhaupt. Als er das Lächeln in ihrer Stimme hörte, entspannte er sich unwillkürlich. Seltsam, dass die Apokalypse ausbrechen musste, nur damit er und seine Schwester mal wieder einen längeren Plausch halten konnten.
„Es stimmt, Optimisten oder Frohnaturen malen nicht den Teufel an die Wand. Sie sind schlimmer als das“, kommentierte er beiläufig. „Wenn man davon ausgeht, dass die Welt einem nur Gutes will – und ich rede hier nicht von unserer Situation sondern von unseren alten Alltag- lernt man nicht, Zähne zu zeigen“, argumentierte er. Als er sah, wie sich Victorias Schatten bewegte, bekam er ein mulmiges Gefühl in der Magengegend. Sie weinte doch nicht etwa…? „…habe ich etwas Falsches gesagt?“, hakte er etwas verwirrt nach, schob sich eine dunkelblonde Strähne vom Gesicht, die gleich wieder auf ihren Platz zurückkehrte. Somit war er ziemlich froh, als er sie wieder lachen hörte. „Oh.“ Er schwieg. Er hätte das eigentlich heraushören müssen. Aber naja, wenn seine Tritte ins Fettnäpfchen sie aufheiterten, dann würde er sich auch gern bloßstellen. Es war noch immer besser als von Monster gejagt zu werden. „Gern geschehen“, erwiderte er ein wenig verdrossen.

„Ich wünschte ich könnte auch wie Yuki einfach wegpennen“, gestand er während er ein weiß leuchtendes etwas in der Dunkelheit erkannte. „Was passieren würde, wenn sie und Kumajirou sich verlieben würden?“ Er sprach den Gedanken noch aus bevor er ihn überhaupt fertig gedacht hatte. Als Victoria vorschlug, er könne ein Märchen vorlesen, was er ihr vorgelesen hatte, seufzte er. „Die Ironie…“, murmelte er, bevor er sagte: „Sehr gern. Ich habe sie in Jahrhunderten nicht mehr gehört.“ Er versuchte sich an einem Lächeln, aber es war so schwach dass es kaum als eine zählte.

„Sehr gut“; lobte er, als Victoria nachgab. „God natt, lille søster“, flüsterte er in seiner gewohnten leisen Stimmlage. Er wartete eine ganze Weile lang, bis er sich sicher war, das Victoria schlief, bevor er anfing, leise zu singen. Er wusste nicht, was dafür gesorgt hatte, dass singen als etwas feminines empfunden wurde – vielleicht die Popkultur? Früher zumindest hatten Männer auch gesungen wenn sie am Lagerfeuer saßen, wenn sie kurz davor waren in eine Schlacht zu ziehen oder wenn ein Ritual vonstattenging. Da er aber all diese wichtigen Texte vergessen hatte, würde er sich auch der Popkultur beugen. Etwas anderes als singen fiel ihm nicht ein, wie er zwei Stunden totschlagen sollte ohne einzuschlafen. „Was it you who spoke the words, „it will happen but not to me“ and all things are going to happen naturally? Taking your advice tonight, looking on the bright side and balance and whole thing.” So verbrachte er gut ein einhalb Stunden, von einem Lied zum anderen gehüpft, so leise wie er konnte, um seine Schwester nicht aufzuwecken und kämpfte selbst gegen die Müdigkeit. Schließlich – vielleicht war es die Müdikeit, vielleicht einfach nur Dummheit- pustete er ihr in den Hals. „Aufwachen“, wisperte er an ihr Ohr.
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BeitragThema: Re: Apokalypse- Take 2 (Schreibübung)    Mi 30 Sep 2015 - 19:14

Ohne jede Regung lag Victoria auf dem Bett und schlief tief. Ihre Haltung, ihre Atmung, alles schien in Ordnung und nichts deutete die düsteren und angstvollen Träume an, die das Mädchen momentan träumte.
Träume, in denen Menschen flüchteten, fielen, schrien und starben. Totales Chaos, Zerstörung, Angst und Hoffnungslosigkeit. Und inmitten von all dem die Nationen der Welt, welche selbst flüchten mussten. Doch es half nichts, einer starb nach dem anderen, wurde infiziert und streifte als Untoter durch die Welt. Erst ihre Liebsten, dann sie selbst und alle anderen auch. Verschlungen von grausamer Finsternis. Sie fiel. Sie wollte schreien, doch kein Laut kam über ihre Lippen.

Yuki wurde eine Stunde, nachdem Victoria eingeschlafen war, später wach, machte jedoch nicht auf sich aufmerksam. Stattdessen hörte sie zu, wie der blonde Norweger ein Lied nach dem nächsten sang. Manchmal kicherte sie leise, jedoch so leise, dass Lukas sie nicht hörte. Da ihr das nach einiger Zeit zu langweilig wurde, wollte sie schon ihren großen Auftritt ausführen, als die Eisbärdame aus dem Augenwinkel entdeckte, dass Norwegen dabei war, die Weißhaarige zu wecken. Sie würde also noch warten…


Spitzbergens Albtraum ging weiter. Während sie fiel, erfüllten Angstschreie die Stille und schreckliche Bilder tauchten vor ihr auf. Inmitten dieser Dunkelheit erfasste ein Wind den zierlichen Körper der Skandinavierin. Und obwohl es gerade mal ein Lufthauch war, spürte sie diesen am ganzen Körper. Als eine Stimme ihr "Aufwachen" zuwisperte, wurde alles weiß.

"W-wie?", rasch öffnete sie die Augen. Einen Moment noch völlig verschlafen, war sie wenige Sekunden später hellwach. Dann sah sie kurz benommen zu Lukas hoch, eine Hand war auf ihren Hals gelegt und ihre Wangen einen Moment noch gerötet. "A-ach, die zwei Stunden sind schon rum…", kurz gähnte sie, bis ihr etwas auffiel. Sie zitterte. Langsam setzte die Blauäugige sich auf, ihre Haare wirkten zerzaust. Dann sah sie zu Yuki hinab, die nun aus der Tasche schaute. Ein schwaches Lächeln zierte die Lippen der Skandinavierin. Dann wandte sie sich an Lukas. "Dann kannst du jetzt schlafen, nicht…?"
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BeitragThema: Re: Apokalypse- Take 2 (Schreibübung)    Mi 30 Sep 2015 - 20:19

Victoria wirkte so friedfertig im Schlaf, dass sich der Norweger wunderte, was sich alles wohl in diesen Träumen verbarg. Andererseits, wie er ihr bereits erläutert hatte- manchmal war Unwissenheit ein Segen. Kurz stand er auf um sich die Beine zu vertreten vom vielen Sitzen, sie fühlten sich ein wenig taub an und bewegten sich als seien sie von einer Marionette und nicht von ihm. Nach fünfminütigen hin- und her schlendern war er zufrieden und setzte sich wieder auf das Bett, um Victoria zu mustern. Ihre Haare hatten sich auf das Bett ausgebreitet wie ein weiß leuchtendes Spinnennetz. Kurz glaubte er, aus den Augenwinkel eine Bewegung vernommen zu haben, tat es aber als Halluzination vom Schlafmangel ab und zuckte mit den Achseln.

Schließlich öffnete sie schlagartig die Augen. Kurz glaubte Lukas, dass sie einen gewissen milchigen Blick hatte, als sei sie noch halb im Schlaf, doch schon bald schien sie wieder ganz hier zu sein.
„Die Zeit vergeht schnell, wenn man in Morpheus Land der Träume ist, oder?“, erwiderte Lukas spitzbübisch, doch als er ihr Zittern bemerkte, kehrte der Ernst in seine Stimme zurück. „…Frierst du?“ Ohne die Antwort abzuwarten, zog er sich die Jacke aus und legte es Victoria über die Schultern. „Das kommt wahrscheinlich vom Schlafmangel, manche frieren dabei.“ Die marineblauen Augen hatten keinerlei Glanz, wie es bei ihm meistens der Fall war. „Ich bin aber froh, schlafen zu können…!“ Gestand er und ließ sich die Wand hinabrutschen auf das Bett. „Wenn etwas ist, versprichst du mir, dass du mich aufweckst…?“ Er konnte kaum noch die Augen offen halten, er fühlte sich als würde er langsam im Treibsand versinken.
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BeitragThema: Re: Apokalypse- Take 2 (Schreibübung)    Do 1 Okt 2015 - 7:31

Während sie zitternd da saß, biss sie sich kurz auf die Lippe. Irgendwie musste sie sich doch beruhigen! Auf Lukas' Aussage hin nickte sie nur leicht. "S-stimmt wohl…", wobei man es nicht Land der Träume nennen konnte. Es war der reinste Albtraum. Da das Zittern nicht weniger wurde, hatte sich schon eine Jacke um ihre schmalen Schultern gelegt. Kurz rieb sie sich noch den restlichen Schlaf aus den Augen und sah dann zu dem Norweger hoch:"D-danke… j-ja, liegt wahrscheinlich am Schlafmangel…"

Als er beteuerte, wie froh er war, nun schlafen zu können, nickte die Weißhaarige mit schwachem Lächeln. "Glaub ich dir…", sie rutschte indes etwas zur Seite, damit er auch genug Platz hatte, um vernünftig zu schlafen. Während sie beobachtete, wie er immer mehr in den Schlaf gezogen wurde, nickte sie auf seine letzte Frage nur schwach:"Klar, ich weck dich, versprochen… schlaf gut, Nor…"

Während ihr Bruder schlief, hob die Inselgruppe ihre Freundin Yuki aus der Tasche und drückte sie ein wenig. Ihre Augen füllten sich mit salzigen Tränen und wurden von ihrem Pony verdeckt, sodass die arktisblauen Seelenspiegel in Schatten gelegt wurden. Lange konnte sie die Tränen auch nicht halten, denn wenige Sekunden später verließ auch schon der erste stumme Schluchzer ihre Lippen, zusammen mit einigen Tränen, die nun ihre blasse Haut hinab perlte. Ihr kleiner Körper bebte und zitterte.
Yuki, die natürlich schnell bemerkte, was los war, strich ihrer langjährigen Freundin beruhigend über den Arm. /Ganz ruhig, Vic… es ist okay…/, es erinnerte die Eisbärin an damals, wo sich Victoria auch immer an sie wandte, wenn sie Kummer hatte. Es war wirklich immer so. Selbst als Menschen begannen, die Insel zu bewohnen: die Personifikation Svalbards ging immer zu ihr, wenn es ihr schlecht ging und sie jemanden brauchte, der sie tröstete. Zu ihren Brüdern ging sie natürlich auch, wobei die Eisbärdame wohl auf einem Stand mit Norwegen war. Der Blonde und sie waren, wie es aussah, zwei der wichtigsten Personen in dem Leben der Blauäugigen.

So ging das also einige Zeit weiter. Victoria saß auf dem Bett und weinte aus tiefstem Herzen, während nur ein paar Schluchzer die Stille füllten. Yuki versuchte ihr Bestes, das Mädchen irgendwie aufzumuntern. Irgendwann linste die in Pelz gehüllte Dame auf die Armbanduhr des schlafenden Blonden. Wow, sie hatte jetzt fast drei Stunden geweint…

/Vic, Vic, wir müssen Norwegen aufwecken…~/, versuchte sie es und zupfte an der Jacke auf Spitzbergens Schultern. Diese sah mit total verheultem Gesicht zu ihrer Freundin und lächelte schwach. "Lass ihn noch ein wenig schlafen… er braucht die Ruhe ebenso…", /Aber du genauso, Vic!/
Doch die Weißhaarige hörte gar nicht mehr auf die Proteste Yukis, denn sie fiel wie ein nasser Mehlsack auf das Bett und blieb seitlich dort liegen. Ihr Körper zitterte ein wenig und ihre Augen waren gerötet vom vielen Weinen. Ihre Haare waren zerzaust und sie sah im Großen und Ganzen ziemlich fertig aus. Yuki jedoch war wacher als zuvor und versuchte, die Skandinavierin wieder zu wecken. Doch vergeblichst. Also wandte sie sich an Lukas und rüttelte diesen an der Schulter:/Lukas, Lukas, wach auf! Victoria ist eingeschlafen…!/
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BeitragThema: Re: Apokalypse- Take 2 (Schreibübung)    Do 1 Okt 2015 - 12:20

Lukas bemerkte nichts von Victorias eigentlichen Kummer, vielleicht lag es an der Müdigkeit. Er hatte das Gefühl dass etwas nicht stimmte, doch er kam nicht darauf was, und sein Bewusstsein schwand langsam. Ihm selbst war eisig kalt, obwohl er eigentlich nie fror, nur seine Augen brannten. So ein wenig Schlaf würde ihn bestimmt gut tun…er hatte nicht einmal Zeit, sich bei Victoria zu bedanken, dass sie ihm Platz gemacht hatte, so schnell versank er ihm Schlaf, im Wissen dass sie ihn aufwecken würde, wenn etwas anstand, unwissend, wie sehr das Mädchen litt.

Er selbst hatte einen wunderbaren Traum, wahrscheinlich durch ihr Gespräch verursacht. Er war wieder klein und saß am Fluss, umgeben von magischen Kreaturen. Er hatte nicht einmal gewusst, dass es da draußen andere Wesen gab wie er, Länder. Das Gras war saftig grün, die Fjörde riesige Felsenkolummnen, das Wasser floss in Massen, der Himmel war grau und der Wind wehte stark. Er war vollkommen glücklich, er konnte sich keinen besseren Ort vorstellen. Doch irgendetwas stimmte nicht. Er wusste nicht, was es war- es war wie ein geruchloser Duft in der Luft oder eine unsichtbare Spur, etwas irritierte ihn und zog ihn langsam aus seinem sorgenfreien Glück. Dann erkannte er es. Irgendetwas war im Fluss…! Er beugte sich mit dem Ohr zum Wasser, konnte aber zuerst nur Plätschern zu nehmen. Dann ein trauriges Geräusch…nach einer Weile wurde es klarer, es war ein Schluchzen und Schniefen. War das Wasser traurig? Dann spürte er, wie zwei kalte Hände sein Gesicht ergriffen und ihn ins Wasser zogen. Er wollte schreien, doch kein Ton kam heraus…

Er öffnete langsam die Augen. Er hatte keine Ahnung, was er geträumt hatte, doch das beunruhigende Gefühl war geblieben. Das einzige was er sah war Yuki, die Eisbärin.
„Was ist los…?“, murmelte er verschlafen, bevor er sich träge aufrichtete. Victoria lag neben ihm, da er aber nur die Sprache der Trolle und der Feen verstand und nicht der Tiere, hatte er so seine Probleme, Yukis Absichten zu deuten. „Soll ich sie wecken…?“, fragte er, bevor er sanft an Victorias Arm rüttelte. „Hey, Vic. Aufstehen.“ Er strich ihr nochmals über das schneeweiße Haar.
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BeitragThema: Re: Apokalypse- Take 2 (Schreibübung)    Do 1 Okt 2015 - 12:52

Diesmal träumte die Weißhaarige vom Nichts. Sie träumte etwas und gleichzeitig träumte sie nichts. Es war alles schwarz. Sie hatte keine Ahnung, wo sie war, sie hatte keinen Boden unter den Füßen. Doch sie fiel nicht. Allerdings hatte sie auch nicht das Gefühl, zu schweben. Sie war einfach nur existent. Und gleichzeitig auch nicht da. Es war nicht kalt, doch sie fror. Die eiskalte Einsamkeit ummantelte sie. Doch sie hatte keinen Körper. Was hätte er also umhüllen sollen? Ihre Gedanken? Wahrscheinlich tat er genau dies. Das Gefühl, welches in Victoria verursacht wurde, war einfach nur schrecklich. Sie fühlte sich elend und alleine. Keiner war bei ihr. Wieso also noch bleiben?

Als Lukas die Augen öffnete, atmete Yuki auf. Na endlich! Doch es war ziemlich frustrierend, als der Eisbärin klar wurde, dass ihr Gegenüber sie nicht verstand. Ach manno…! Auf seine Frage jedoch nickte sie wild, um ihm zuzustimmen. /Ja, weck sie auf!/
Die Versuche des Norwegers, seine jüngere Schwester zu wecken, waren jedoch vergeblich. Sie schlief weiter, ihr Brustkorb hob und senkte sich nur langsam. Ihre Augen waren gerötet und etwas zusammengekniffen, ihr Körper zitterte. Auch als Yuki abermals versuchte, Spitzbergen zu wecken, passierte nichts. Besorgt blickte die Eisbärdame auf den zerbrechlichen Körper der Weißhaarigen hinab.
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BeitragThema: Re: Apokalypse- Take 2 (Schreibübung)    Do 1 Okt 2015 - 15:30

Lukas erwog es, dass sie vielleicht ohnmächtig war, als sie nicht reagierte, war aber nicht bereit einfach aufzugeben. Eventuell musste er einfach hartnäckiger sein. Und was wenn nicht?, flüsterte eine leise Stimme in seinem Hinterkopf. Nun, in dem Falle würde er sie einfach ausschlafen lassen müssen. Er schüttelte sie ein wenig stärker.
„Hey. Vic. Aufstehen.“ Seine Stimme klang dabei leicht angespannt, bis n.“ Seine Stimme klang dabei leicht angespannt. Wären seine Brüder hier, die wüssten was tun…sein Blick blieb auf Yuki haften. Brutal wie er sein konnte, nahm er es in Erwägung, Yuki auf Victorias Gesicht zu legen, die meisten Menschen würden aufwachen, wenn sie keine Luft mehr bekamen, doch er wollte das nicht riskieren. „Ich schätze, uns bleibt nichts anderes übrig, als abzuwarten, hm?“, kommentierte er dem Eisbärenweibchen und verzog nachdenklich das Gesicht, kreuzte die Arme vor der Brust. Sein Blick glitt aus dem Fenster, die Sonne war noch nicht ansatzweise angebrochen, deswegen hatten sie noch ein wenig Zeit. „Was machst du da nur…?“, murmelte er ein wenig mürrisch, überwiegend durch seine Besorgnis und schüttelte den Kopf, versuchte es, sie nochmals zu rütteln. „Wach auf…“ Er hatte mal gelesen, das Menschen wenn sie schliefen sich leichter durch Geräusche als durch Berührungen aufwecken ließen, da sie sich selbst drehten und rollten und sie nicht bemerkten.
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BeitragThema: Re: Apokalypse- Take 2 (Schreibübung)    Do 1 Okt 2015 - 16:42

Weiter von Finsternis umgeben, hatte Victoria auf einmal das Gefühl, sie würde sich unter Wasser befinden. Verzweifelt schnappte sie nach Luft oder nach einem Ausweg, doch es war alles dunkel. Als sie das Gefühl hatte, keine Luft mehr zu haben, tat sich unter ihr soetwas wie ein Loch auf. Und ein weiteres Mal fiel sie. In ein helles weißes Licht, an dessen Ende sie zwei ihr bekannte Personen sah.

Yuki sah von ihrer Freundin zu dessen Bruder und legte den Kopf schief, ehe sie nickte. Außer Abwarten konnte man scheinbar nichts tun, oder...? Sie tippte die Weißhaarige mit ihrer Pfote an, piekste ihre Wange, doch es tat sich nichts. Hätte ja klappen können..., schmollte Yuki einen Moment, ehe sie plötzlich eine Bewegung wahrnahm. Aufmerksam zuckte sie mit den Ohren und tatsächlich: Victoria wurde wach!

Zitternd wurde die Skandinavierin aus ihren Träumen gerissen, die Augen hatte sie erschrocken geweitet. Wenn man sowas träumte, wollte man wohl nicht mehr schlafen. Erst einige Momente später wurde sie sich der Situation bewusst und sah verwundert zu Lukas und Yuki, welche wohl versucht hatten, sie zu wecken. Ihre sowieso schon blasse Haut wirkte noch blasser und allgemein hätte sie wohl glatt als Gespenst durchgehen können. "O-oh, du bist schon wach...? B-beklager, ich bin eingeschlafen...", kurz rieb sie sich die Augen und setzte sich langsam auf. Dass sie immernoch zitterte, bemerkte sie gar nicht mehr.
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BeitragThema: Re: Apokalypse- Take 2 (Schreibübung)    Do 1 Okt 2015 - 17:03

Lukas wusste nicht, wie lange er gewartet hatte und das obwohl er mindestens zehn Mal auf die Uhr geschaut hatte. Er war sich sicher, dass es ihr gut ging- zumindest physisch – aber er konnte nicht anders, als sich Sorgen zu machen. Somit verbrachte er die ganze Zeit damit, Blicke zwischen Yuki und Victoria zu werfen und tief zu seufzen.

Als sie jedoch endlich die Augen öffnete, atmete er erleichtert auf und schloss die Augen. Alles war gut ausgegangen, kein Grund zur Besorgnis. Nun, fast. Sie wirkte nicht sonderlich gut, als hätte sie schlecht geträumt. Eines musste jedoch Lukas auf jeden Fall loswerden:
„Ich habe mir Sorgen gemacht“, sagte er vorwurfsvoll und gab ihr einen kleinen Schlag auf den Hinterkopf. Die Stirn war gerunzelt und um seine Lippen bildeten sich Furchen der Unzufriedenheit.

„Und ja, ich bin schon wach“; entgegnete er ein wenig zu bissig, wie er im Nachhinein bemerkte. Dann schaute er Victoria einen Moment lang entschuldigend an und strich ihr über dem Kopf. „Ich habe mir wirklich Sorgen gemacht. Bitte jage mir nächstes Mal nicht so ein Schreck ein, oder dein alter Bruder bekommt noch eine Herzattacke“, murmelte er. „Was ist passiert? Brauchst du eine Umarmung?“, fragte er ernst. Er gab nicht sonderlich gerne Umarmungen, doch bei seinen jüngeren Geschwistern konnte er eine Ausnahme machen.
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BeitragThema: Re: Apokalypse- Take 2 (Schreibübung)    Do 1 Okt 2015 - 18:21

Kaum war sie aufgewacht, spürte sie einen leichten Schmerz am Hinterkopf. Zunächst verwundert und dann schuldbewusst blickte sie ihren Bruder an. "B-beklager, das wollte ich nicht...", der Norweger wirkte unzufrieden und Victoria senkte den Kopf, zitterte immernoch. Sie wollte niemandem Sorgen bereite und erst recht nicht ihrer Familie. Als er ihr dann zuerst bissig antworte, ihr dann aber entschuldigend über den Kopf strich, sah sie einen Moment lang irritiert zu ihm hoch, ehe sie zaghaft nickt. "I-ich mach's nicht nochmal, v-versprochen..."

"Ich... h-hab nur schlecht geträumt... E-ehm...", viel mehr wollte und konnte sie über ihren Traum nicht preisgeben, die Weißhaarige würde wahrscheinlich wieder in Tränen ausbrechen. Die Nacht tat ihr eindeutig nicht gut, wie es scheint. Dass sie gegen eine Umarmung ausnahmsweise nichts einzuwenden hatte, traute sie sich nicht zu sagen.

Yuki hörte den beiden zuerst nur zu und ging dann direkt in die Offensive. Mit einem präzisen Sprung fiel sie Spitzbergen in die Arme und knuddelte sie - zum Umarmen hatte sie ein wenig zu kurze Arme. Mit einer Pfote deutete sie Norwegen an, sich dazuzugesellen. Immerhin waren ja aller guten Dinge drei!

Victoria sah ihre Freundin zunächst verwundert an, fing sie aber auf und erwiderte die Umarmung ein wenig, ehe sie den Blick senkte, die Tränen standen ihr schon wieder im Gesicht, doch sie versuchte, die Tränen zu halten.
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BeitragThema: Re: Apokalypse- Take 2 (Schreibübung)    Do 1 Okt 2015 - 19:06

Natürlich wollte Victoria ihm kein Ärger bereiten, das konnte er sich sehr lebendig vorstellen. Es war einfach die Macht der Angewohnheit, wenn man von Dickschädeln umgeben war gelegentlich ein wenig zu schimpfen. Doch für seine kleine Schwester in so einer Situation war es wahrscheinlich kontraproduktiv. Er strich ihr nochmals über das weiße Haupt.
„Jeg vet“, erwiderte er ruhig. (Ich weiß) „Ich meinte das auch nicht böse. Du bist eine wichtige Person für mich, deswegen habe ich mich nur erschrocken zu sehen, dass du nicht aufwachst. Wärest du an meiner Stelle sicher auch, oder?“, fragte er und atmete tief aus. „Wäre ja die Krone des Ganzen, wenn du das gerade eben mit Absicht getan hättest. Du hattest keinen Einfluss darauf, also kein Grund sich zu entschuldigen“; versicherte er ihr.

Schlecht geträumt also? Ob diese Mistviecher vielleicht psychische Angriffe austeilen konnten und sie deswegen Albträume hatte? Lukas bezweifelte es. Es war die Angst- die Angst, die einen ganz, ganz langsam innerlich zerfraß und welche sie sich ganz alleine zu verdanken hatte. Und Victoria brauchte jemanden, der diese Angst auflösen konnte. Etwas das Lukas wahrscheinlich nur bedingt konnte. Wenn sie jetzt jemand hätte, der sie zum Lachen bringen könnte…er zwickte sich am Nasenrücken als ob er Kopfschmerzen hätte. Der Morgen würde sicher bald anbrechen und dann konnten sie langsam das Hotel genauer unter die Lupe nehmen. Lukas schreckte von seinen Gedanken auf, als Yuki auf Victoria zustürmte. Er verstand Yukis indirekte Bitte. Und kam dieser nach, indem er seinen Arm um Victoria legte und sie an sich drückte. „Shh, es wird alles gut“, versicherte er ihr in einen Wispern und blickte zu ihr herab.
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BeitragThema: Re: Apokalypse- Take 2 (Schreibübung)    Do 1 Okt 2015 - 20:37

Schuldbewusst sah die auf die Hände in ihrem Schoß, bis sie wieder eine Hand auf ihrem Kopf spürte und zaghaft aufsah. Als er erklärte, dass er sich erschrocken hatte, als sie nicht mehr aufwachte, fühlte sich Victoria noch ein weiteres Stück schuldbewusster. Hatte sie so fest geschlafen? Sie war wohl wirklich übermüdet… inzwischen war sie durch die kleine Aufregung wieder ein wenig wacher - na wenigstens etwas. Auf seine Aussage hin nickte sie nur leicht, aber zustimmend. Natürlich wäre sie auch etwas panisch geworden, wenn ihr Bruder nicht mehr aufgewacht wäre, oder?
"I-ich wollte dich nicht erschrecken…", beteuerte sie abermals.

Innerlich hätte die Weißhaarige sich dafür hassen können, dass die Angst sie so beherrschte. Dabei wollte sie sich doch nicht unterkriegen lassen, gerade in dieser Situation nicht! Da hatte sie wohl kläglich versagt… verdammt. Sie wollte mutig sein und das sogut wie nur möglich und mit ihrer Familie zusammen durchstehen, doch stattdessen saß sie da sie ein Häufchen Elend. Kurz schaute sie auf, als Lukas sich in den Nasenrücken zwickte. Hoffentlich bereitete ihm diese Situation keine Kopfschmerzen.

Die Tränen zurückhaltend hatte Spitzbergen den Kopf gesenkt, während Yuki sie umarmte. Als auch Norwegen sich der Umarmung anschloss und ihr aufmunternde Worte zuwisperte, zuckte sie einen Moment, hatte sie dies doch nicht erwartet. Dann sah sie mit wässrigen Augen zu den beiden hoch und nickte:"J-ja…", bevor einige einzelnde Tränen ihre Wangen hinunter kullerten. Ob es Tränen der Angst waren, oder ob sie aufgrund der Nähe ihres Bruders und ihrer besten Freundin so erleichtert war, dass sie deshalb weinen musste, wusste die Blauäugige nicht. Doch sie verweilte so, lehnte sich vorsichtig an den Blonden und hielt die kleine Eisbärin weiter im Arm.
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BeitragThema: Re: Apokalypse- Take 2 (Schreibübung)    Fr 2 Okt 2015 - 10:21

Norwegen wurde das Gefühl nicht los, dass er alles nur noch viel komplizierter machte, auch wenn er versuchte, seine kleine Schwester weiß zu machen, dass sie ihm sehr viel bedeutete. Wenn nur Dänemark hier wäre, der wüsste was zu sagen. Zumindest meistens. Auch ihm hatte der Schreck den letzten Stück Schlaftrunkenheit genommen und war jetzt hellwach.
„Ich weiß, dass du das nicht wolltest. Ich wollte dir auch keine Vorwürfe machen“, erklärte er. Er wusste nicht recht was zu sagen, damit sie sich besser fühlte. Vielleicht brauchte sie einfach nur Zeit, bis sie sich wieder beruhigte? Er wusste es nicht.

Somit hielt er sie in den Arm und wartete einfach. Für einen Moment dachte er, er habe vielleicht übereilig gehandelt, als er Vic plötzlich so nahe gekommen war, vor allem als er ihre Tränen sah. Es brach ihm förmlich das Herz, sie so zu sehen. Er nahm seinen Ärmel und wischte ihr über das Gesicht, bevor er sie wieder näher an sich drückte. „Es ist okay zu weinen“, versicherte er ihr. „Lass ruhig alles raus. Wir haben Zeit.“ Hin und wieder strich er ihr über den Arm. Es war seltsam, dass er ihr solche Dinge sagte, obwohl er selbst so gut wie nie geweint hatte. Einmal vielleicht. Langsam füllte sich der Raum mit Licht, und die Möbel bekamen eine Farbe und eine Form, als hätte ein Künstler beschlossen, seine Zeichnung wieder zum Leben zu erwecken.
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BeitragThema: Re: Apokalypse- Take 2 (Schreibübung)    Fr 2 Okt 2015 - 13:44

Dass Lukas sie aufmunterte, machte die Weißhaarige wirklich froh. Es machte ihr wieder klar, dass sie nicht alleine war. Es gab immernoch einen Funken Licht und Wärme in dieser Dunkelheit - das durfte sie nie vergessen.
Kurz kniff Victoria die Augen zu, als der Blonde ihr mit dem Ärmel über das Gesicht wischte. Als er sie dann wieder näher an sich drückte, öffnete sie die Augen wieder zaghaft und rieb sich noch einmal über die geröteten Seelenspiegel. Innerlich war Spitzbergen wohl noch etwas aufgewühlt, doch die Geste Norwegens half ihr ungemein, ihren Geist langsam wieder zu beruhigen. Sie brauchte nur ein wenig Ruhe. Sagen tat sie nichts, um diese Stille nicht zu unterbrechen.

Als der Raum sich langsam mit Licht füllte, sah die Blauäugige langsam auf. Die Umrisse der Möbel und allem anderen im Raum wurden klarer, alles bekam Farbe und wurde in ein warmes Licht gehüllt. Dann sah sie zu den Fenstern, wo die ersten Strahlen immer mehr wurden. Selbst ihr Bruder sah, mit dem Licht im Rücken, wirklich imposant aus, fast als wären seine Vikingergeschichten erneut geschehen und sein früheres Ich würde die Skandinavierin im Arm halten. Das Licht umrandtete alles und verhalf ihm zu neuem Glanz. Auch ihre Augen glänzten in dem rötlich-orangen Licht, welches ihr wieder ein wenig Hoffnung auf eine gute Zukunft gab.

Nachdem sie einige Zeit in aller Ruhe vor sich hin sinnierte, wandte sie den Blick wieder zu Lukas und Yuki. Ihre Augen hatten wieder ihren typischen Glanz gewonnen und sie konnte sich zu einem kleinen Lächeln durchringen:"Ich… glaube, ich bin inzwischen okay… danke fürs Aufmuntern, Nor und Yuki…"
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BeitragThema: Re: Apokalypse- Take 2 (Schreibübung)    Sa 3 Okt 2015 - 14:15

Victoria sah wirklich fix und fertig mit der Welt aus. Um genau zu sein- sie sah genauso aus, wie er sich fühlte. Aber solange sie zusammenhielten, würde sie so schnell nichts aufhalten. Junge, das war überraschend optimistisch. Aber was blieb ihn – nein, ihnen – übrig, als sich verzweifelt an den letzten Trieb der Hoffnung festzuhalten? Diese starb schließlich zuletzt- dicht gefolgt von der Person.

Wann war das letzte Mal, als er Victoria getröstet haben musste? Bestimmt schon ein paar Jahrhunderte her. Es war nicht leicht- sie war eine so stille und zurückgezogene Person, man sah es ihr einfach nicht an…dass erinnerte ihn doch glatt an jemanden, dachte er sich sarkastisch. Aber ich trauriges Gesicht ließ seinen typisch zynischen Humor für eine Weile verpuffen. Als ob er ihre Gedanken erahnen würde, sagte er mit seiner üblichen, leisen, monotonen Stimme:
„Ich würde dich ja ein wenig allein lassen, aber ich würde mich dabei unwohl fühlen. Das ist ja der Fehler, den sie immer in den Horrorfilmen machen, oder? Sich trennen“, wandte er ein. „Und du musst dich nicht bedanken- das ist die Aufgabe eines guten Bruders…und eines guten Haustiers“ fügte er mit einem Blick auf Yuki hinzu. „Ich glaube wir haben für heute genug geschlafen.“ Vorsichtig ließ er sie los, als befürchte er, sie könne in jeden Moment zerbrechen, dann stieg er vom Bett hinab und bewegte sich auf die Kommode zu. „Wir können ja mal schauen, ob sie hier brauchbares Essen haben oder eine Taschenlampe“, schlug er vor und stemmte die Kommode aus den Weg. Als er jedoch die Tür aufmachte, gab es bereits ein Begrüßungskomitee, zumindest schnappte einer von ihnen nach Lukas. Dieser Schlug die Tür zu, doch der Kopf des Mutanten wurde im Spalt eingequetscht. Unnötig zu sagen, was mit dem Kopf passierte, als Lukas noch mehr Druck ausübte. Lukas versperrte die Tür wieder uns sah mit einem zweifelnden Blick zu Victoria. „…oder wir steigen aus den Fenster und lassen dieses Hotel hinter uns“, schlug er trocken vor.
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