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 Der Mäusejunge unter Eulen

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BeitragThema: Der Mäusejunge unter Eulen   So 25 Okt 2015 - 11:17

PP:// kommt vom Krankenflügel

Nach einiger Zeit - und vielen nervigen Treppen, die es anzufahren galt - hatte Charlie die Eulerei erreicht. Mit lautlosen Schritten, um die gefiederten Bewohner des kreisförmigen Turmes nicht aufzuschrecken, trat er in die Mitte des Raumes. Von hier aus sah man nochmals, wie dunkel der Himmel im Laufe des Tages geworden war. Und dennoch, das musste man dem Schotten lassen: seine Landschaft hatte was. So viel vom United Kingdom hatte der Engländer noch nicht gesehen. Daher war es schonmal ein Fortschritt, wenigstens England verlassen zu haben.

Die unzähligen Eulen hatten den Blonden bereits bemerkt und zögerten nicht, sich dem Schüler zu nähern. Zutraulich ließen sich einige auf seinen schmalen Schultern nieder, andere platzierten sich auf seinen Unterarmen. Eine Schleiereule, etwas kleiner als ihre vielen Kollegen, kniff dem Gryffindor zutraulich in einen der langen dünnen Finger. Seine Eltern hatten wegen den Fingern Charlies bereits vorgeschlagen, er könne zum Klavierunterricht gehen. Doch darauf hatte er nun wirklich keine Lust.

Während der Engländer ruhig in der Mitte des Raumes stand und sich ihm weitere Eulen näherten, trauten sich - der anwesenden Gefahr zum Trotz - sogar einige Mäuse aus ihren Löchern und tappsten zu dem Grünäugigen, dessen Lippen nun ein zartes, sanft wirkendes Lächeln zierte. Ja, wenn außer ihm nur Tiere anwesend waren, kam diese Seite in ihm zum Vorschein. Die Seite, die anderen Menschen - und auch Nationen - verborgen blieb. Zumindest fast. Sogar als er vor einigen Tagen mit dem Koffer in der Hand einfach von Zuhause weggegangen war, hatte sich ihm eine kleine weiße Maus auf dem Weg zum Bahnhof King's Cross angeschlossen. Und genau diese Maus verweilte momentan in einer Tasche seines Umhanges. Der Mäusejunge - umgeben sowohl von Eulen als auch Mäusen - war nun total in seinem Element. Mit dem Rücken zur Tür gewandt genoss er diese fast schon harmonische Ruhe gänzlich und dachte nicht im Entferntesten daran, dass jemand Weiteres herkommen und ihn stören würde.
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BeitragThema: Re: Der Mäusejunge unter Eulen   So 25 Okt 2015 - 11:49

pp://Krankenflügel

Noch bevor Laetitia die Eulerei betreten hatte, wusste sie, dass sie nicht alleine war. Sie hatte kein Geräusch gehört oder jemanden gesehen, sie wusste es einfach nur.
Obwohl sie eigentlich ein Feind der ewigen Neugierde war, streifte die hübsche Italienerin ihre Schuhe ab, um zumindest den Moment der Überraschung auf ihrer Seite zu haben, sollte sie bemerkt werden.

Leise schlich sie auf Zehenspitzen in den Raum, trotz der Tatsache, dass hier so viele Eulen ihr Zuhause hatten, war der Boden ziemlich sauber.
Noch bevor sie sich umsehen konnte, um herauszufinden, wer außer ihr noch anwesend war, hörte sie etwas entfernt neben sich das Klicken eines Schnabels.
Ein Blick zur Seite verriet ihr, dass es der schöne Uhu war, den sie am Morgen losgesandt hatte.

"Vieni qui", sagte sie leise, woraufhin der Vogel elegant seine Schwingen ausbreitete und auf sie zuflog. Edel ließ er sich auf ihrem ausgestreckten Arm nieder, selbst der leichte Druck der Krallen würde auf diesen schmerzhaft aussehende Striemen verursachen.
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BeitragThema: Re: Der Mäusejunge unter Eulen   Mi 28 Okt 2015 - 21:41

Noch immer nicht besser gelaunt betrat der Waliser mit wehendem Umhang die Eulerei. Es nagte an seinem Stolz, dass ihn eine andere Nation wie ein Kind behandelt hatte. Womöglich hätte der Rotbraunhaarige nach kürzerer und ruhiger Überlegung feststellen können, dass der Arzt es sicherlich nicht so gemeint hatte, aber in Dylan brodelte eine Wut wie in einem Vulkan. An seinen neutralen Gesichtszügen nicht zu erkennen und doch immer da, bereit auszubrechen, wenn man es weiter ausreizte.
Im Gegensatz zu seinem Herrn, der sich ruhig in der Eulerei umsah, in der sich bereits zwei Gryffindors befanden, einer davon auch noch mit englischem Blut, war Llewellyn sofort als gereizt einzustufen, sobald man sich den Raubvogel eine Sekunde genauer ansah.
Der Krallen leicht gekrümmt und die Augen böse funkelnd, saß er noch immer auf der Schulter Dylans und sah sich in der Eulerei um, wobei die ganzen Vögel in den Augen des Rotmilans eh nichts anderes als potenzielle Beute waren. Fedrig, langsam und zu dumm in den Augen des eitlen Raubvogels, der missbilligend zu einer Eule sah, die sich neugierig dem Waliser nähern wollte. Doch bevor diese den Gryffindor erreicht hatte, schlug Llewellyn mit den Flügeln und ließ seinen lauten, durchdringenden Schrei laut und gellend durch den Eulenturm schallen.
Dies erschreckte aber nicht nur die kleine Eule vor Dylan, die sich mit einem Piepsen in Dylans Umhangtasche flüchtete, sondern auch die anderen Eulen im Turm, die wild aufflogen und panisch ihr Heil auf den oberen Stangen suchten, da ein Raubvogel mit schlechter Laune besser auf Abstand war als in der Nähe.

Dylan, den das alles nur mäßig interessierte, immerhin hatte sein treuer Begleiter sich noch nicht von seiner Schulter bewegt, ignorierte für den Anfang die kleine Eule, die eigentlich ein Zwergkauz war, in seiner Umhängetasche und sah ziemlich kurz zu Charlie, dann etwas länger zu dem Mädchen vor ihm, dass wohl Laetitia Vargas und damit irgendwie mit dem Schul-Helfer-Noch-Nicht-Ganz-Arzt verwandt war.
Der walisische Gryffindor war sich nicht sicher, ob er deswegen ein schlechteres Bild von ihr hatte, aber etwas tief in seinem Inneren wusste, dass er an einem Ort wo er Ruhe gesucht hatte, womöglich auf die potentiell unangenehmste Mischung gestoßen war. Zwei Schüler mit deutlich schwacher Gesundheit und noch dazu einer Engländer, die andere mit deutlicher Ähnlichkeit zu demjenigen, der es geschafft hatte den schlafenden Drachen zu wecken, der sonst wie die Wut und die Gefühle tief im Inneren Dylans schlief und den niemand so radikal weckte, der wusste welche Konsequenzen das mit sich bringen konnte.
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BeitragThema: Re: Der Mäusejunge unter Eulen   Do 29 Okt 2015 - 9:03

Völlig ruhig verweilte Charlie eine Weile so. Dass er seit kurzer Zeit nicht mehr alleine in der Eulerei war, bemerkte er nicht. Die Eulen klickten mit den Schnäbeln, um die Aufmerksamkeit des Engländers zu erhalten, welcher sanft einigen von ihnen über die Federn strich. Die Mäuse umrangen ihn ebenfalls, einige hatten bereits den Versuch gestartet, an ihm hochzuklettern.

Die 'Harmonie' - so wollte Charlie es eigentlich nicht nennen - wurde jedoch jäh gestört, als auf einmal ein lauter und durchdringender Schrei den Eulenturm erfüllte. Die gefiederten Bewohner von diesem wurden ziemlich aufgeschreckt und flohen nach oben. Die einzelnden Federn, die sie dabei fallen ließen, fielen langsam und mit einer Spur Eleganz zum Boden, während die den Blonden einhüllten, welcher sich zur Tür und damit zum Ursprung des Schreis gewandt hatte. Von seinen vorher so sanften Zügen war nun nichts mehr zu sehen, seine Miene wirkte eine Spur genervt, aber ansonsten relativ neutral. Ein weiterer Gryffindor mit seinem Haustier. War das ein Rotmilan? Kurz musterte Charlie den Raubvogel etwas genauer. Er wirkte ziemlich gereizt, der Schrei unterstützte die Aussage nur. Den Jungen hatte er beim Besenflugunterricht gesehen, seinen Namen hatte er allerdings entweder nicht mitbekommen und schon vergessen. Und er hatte auch nicht das Bedürfnis, seinen Namen herauszufinden. Dem Braunhaarigen - oder besser Braunrothaarigen? - nur einen kurzen missbilligenden Blick zuwerfend, wandte er sich an Laetitia, die er erst jetzt bemerkt hatte. Scheinbar war sie schon etwas länger hier.

"Sag mal… verfolgst du mich?", die Arme verschränkend sah er die Italienerin skeptisch an. Sie war ihm bereits in den Krankenflügel und nun auch zum Eulemturm gefolgt. Bevor er jedoch eine Antwort erhalten konnte, drang an leises Piepsen an sein Ohr. Einige Mäuse hatten es geschafft, auf seine Schultern zu klettern und machten es sich dort gemütlich. Kurz strich Charlie einer von ihnen über den kleinen Kopf. Dann wandte er sich wieder der Braunhaarigen zu, auf eine Antwort wartend. Den Anderen sprach er nicht an, wieso auch? Der Brite war nicht wirklich an Freundschaften interessiert.
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BeitragThema: Re: Der Mäusejunge unter Eulen   Do 12 Nov 2015 - 18:29

Der Schrei, der unmittelbar hinter ihr ertönte, ließ Laetitia herumfahren.
Gott sei Dank war der Uhu, den sie auf ihrem Arm hatte, von ruhiger Natur und blieb ruhig dort sitzen, er verstärkte nur etwas den Druck seiner Krallen.
Etwas verärgert strich sie sich ein paar Strähnen ihrer seidig glänzenden Haare aus dem Gesicht. Der Besitzer des Vogels konnte zwar nichts für den Lärm, den dieser verursachte, dennoch hätte sie sich durchaus Angenehmeres vorstellen können, als von einem lauten Vogelruf erschreckt zu werden.

"Noch lauter ging es nicht?", bemerkte die hübsche Italienerin, während sie ein paar Federn von ihren Schultern schüttelte, die ein paar der auffliegenden Eulen verloren hatten.
Arme Dinger, würden sie noch öfter Besuch von dem Raubvogel bekommen, würden sie bald ziemlich gemausert aussehen.
Auch ihre Schuhe, die sie in der Hand hielt, sahen nun etwas verstaubt aus. Wie schön es doch war, dass sich solcher Schmutz so fest in weichem Material festsetzen konnte.

Die Braunhaarige warf über ihre Schulter einen Blick zu Charlie, wobei ihre Augen unter den dichten Wimpern aufzublitzen schienen.
"Hätte ich denn einen Grund dazu, werter Herr?", fragte sie herausfordernd und betonte dabei besonders die letzten beiden Worte.
Sie hatte es sich bereits früh angewöhnt, sich so ziemlich alles zu erlauben, also warum sollte sie dies ändern, nur weil sie nun an einer Zauberschule war? Sie war nach wie vor das gleiche Mädchen, das als Prinzessin großgezogen wurde, wieso also sollte sie sich eine Bemerkung verkneifen?
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BeitragThema: Re: Der Mäusejunge unter Eulen   Sa 14 Nov 2015 - 2:41

Das ganze Chaos das die Eulen verursachten lies Dylan keine Miene verziehen, sondern lieber sah er den beiden Gryffindors zu, die beide deutlich überrascht schienen, während man keine Gefühlsregung auf dem Gesicht von Wales erkennen konnte.
Dafür hingegen hielt der Rotmilan nichts davon neutral zu wirken und klappte einmal laut und deutlich zu hören den spitzen Schnabel zu, während er böse zu Charlie sah, dessen kleinen Freunde er deutlich wenig leiden konnte, solange er sie nicht als kleinen Snack haben konnte.

Dylan hingegen sah zu Laetitia, da Charlie ihm zu unhöflich und zu englisch war.
"Doch, natürlich würde es noch lauter gehen, aber da das dich und den Engländer zu sehr erschrecken würde, was bei euren gesundheitlichen Zuständen ungut ist, denke ich könnt ihr froh sein das er es nicht tat, Miss Laetitia."

Danach sah der Waliser zu seinem Begleiter, der noch immer so aussah, als würde er gleich eine der Eulen fangen und zu seinem Abendessen degradieren.
Der junge Mann hob eine Hand und legte sie sanft auf den Kopf des Raubvogels, der sofort ruhig die Flügel anlegte und zumindest nicht mehr so aussah als würde er jede Sekunde los fliegen.
"Nicht heute.... Wir haben Zeit."
Die leisen, fast schon viel zu ruhigen Worte aus dem Munde von Wales waren genauso ohne Emotionen wie dessen Gesicht, ihr Inhalt war deutlich weniger beruhigend, als man es sich erhoffen würde.

Das Gespräch zwischen den anderen beiden Anwesenden verfolgte Dylan offensichtlich mehr gelangweilt, sah immer nur zu dem Sprechenden. Verfolgt fühlte er sich im Moment auch, aber eher von nervigen Begebenheiten und Dingen die es nicht wirklich schafften ihn zu beruhigen.
Keine gute Ausgangslage für neue Kontakte, aber anscheinend wollten die beiden im Turm das wohl auch nicht.
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BeitragThema: Re: Der Mäusejunge unter Eulen   So 15 Nov 2015 - 10:13

Den Blick des Vogels, welcher wohl ihm galt, ignorierte er gekonnt. Die Mäuse hingegen versuchten sich bestmöglich in seinem Umhang zu verstecken. Als der Waliser ihn nur als 'den Engländer' betitelte, hob er zunächst eine Augenbraue. Irgendwie kam es ihm so vor, dass der Braunhaarige ihn auf seine Nationalität reduzierte. Und das gefiel ihm überhaupt nicht. Besonders da seine Nation von einem der größten Vollidioten auf Erden repräsentiert wird. Also warf Charlie ihm einen finsteren Blick zu, ehe er antwortete:"Bezeichne mich nicht einfach als 'der Engländer'. Ich will nicht mit dieser bescheuerten Buschbraue in Verbindung gebracht werden, ich hab mir mein Herkunftsland nicht ausgesucht, klar?" Mehr sagte er dazu nicht mehr, also wandte er sich von dem Waliser und seinem Vogel ab.

Stattdessen blickte er nun zu der Italienerin, welche den Blonden unter ihren langen Wimpern ansah. Werter Herr? Also das wird langsam wirklich zu höflich. So antwortete er einfach mit einer Gegenfrage:
"Hättest du denn einen Grund dazu, Miss Laetitia?", abwartend hob er eine Augenbraue, die Arme waren nun verschränkt. Die Mäuse saßen inzwischen auf seinen Armen oder lugten aus den Umhangtaschen. Die kleinen Nager hatten deutlich Respekt vor dem schlecht gelaunten Rotmilan.

Eigentlich hatte er ja gehofft, dass er hier seine Ruhe finden könnte. Doch nun hatte er gleich zwei Leute aus seinem Haus im Schlepptau. Na großartig.
Da er gerade nichts weiter zu sagen hatte, ging der Engländer zu einem der Fenster und ließ sich dort nieder. Bei dem Fenster neben ihm schien wohl vor geraumer Zeit ein Balken herabgefallen zu sein. Doch da dieser immernoch da lag und auch kein Blut zu sehen war, wurde wohl niemand verletzt.
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BeitragThema: Re: Der Mäusejunge unter Eulen   Mi 9 Dez 2015 - 16:13

Laetitia zog vorsichtig dem schönen Uhu auf ihrem Arm den Brief aus den Klauen, den sie schnell in ihrem Ärmel verschwinden ließ. Dankbar strich sie dem großen Vogel über den Kopf, der sich in ihre halb geschlossene Hand schmiegte.

Sie presste ihre Lippen aufeinander, als sie Dylans Worte vernahm. Irgendjemand musste geplaudert haben, nie wäre es ihr selbst in den Sinn gekommen, ihren schwachen Körper zu thematisieren.
Seine Aussage empfand sie beleidigend, ja beinahe schon verletzend.
Niemand, aber auch wirklich niemand gab einen Kommentar zu ihrer physischen Labilität ab, ehe sie nicht damit einverstanden war.
"Keine Sorge, mein Herz wird nicht wegen einem Vogelschrei stehen bleiben", meinte sie nur und ließ dem großen Uhu den Freiraum, sich wieder zu den anderen Eulen zu gesellen.

Die hübsche Italienerin fuhr mit ihrer Hand, deren Teint eigentlich etwas zu hell war, über einen der Balken, die das Dach der Eulerei stützten. Ein Splint brach ab und setzte sich in ihrem Zeigefinger fest, sie ignorierte es.
Ein winziges Stück Holz würde schon niemanden umbringen, so weit musste es erst noch kommen. Dennoch verzog sie kurz das Gesicht, als der Schmerz sich für einen Moment stechend bemerkbar machte, ehe sie sich umdrehte.
"Lass mich dir einen Grund nennen - deine Manieren mir gegenüber sind doch ganz vortrefflich."
Sarkasmus war schon immer eine ihrer Stärken gewesen, wäre dieser eine Sprache gewesen, hätte sie sie fließend gesprochen.
Das Lächeln, das ihre fein geschwungenen Lippen zierte, war halb ehrlich und halb aufgesetzt, um ihren Satz zu unterstreichen.
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BeitragThema: Re: Der Mäusejunge unter Eulen   Sa 12 Dez 2015 - 22:26

Sowohl Llewellyn als auch Dylan sahen deutlich interessiert zu Charlie, als dieser auf die Äußerung des Walisers reagierte. Da schien es jemandem gar nicht zu Schmecken mit Arthur in Verbindung gebracht zu werden. Aber absolut nicht.
Langsam ging der Mann mit den waldgrünen Augen auf Charlie zu, bis er vor diesem stand, die elf Zentimeter die er größer war dazu nutzend auf ihn runter zu sehen, während Dylan mit einer Hand seinem Rotmilan über den Rücken strich. Der Raubvogel sah zu den Mäusen auf Charlies Armen und Taschen, denn noch immer hatte der stolze Begleiter Hunger und schlechte Laune, doch er wusste, was sich gehörte. Zumindest für den Moment.
Dylan selbst sah zu Charlie, seine Miene neutral, der Ausdruck in seinen Augen nicht les- oder deutbar.
"Du willst nicht mit meinem kleinen Bruder in Verbindung gebracht werden...?"
Fast hätte der Waliser gegrinst, das klang nach etwas, das von seinem ältesten Bruder stammen könnte. Doch er musterte den Engländer vor sich einmal, ehe er sich an seine Begleitung wendete.
"Deutlich sympathischer als Arthur...", murmelte Dylan, woraufhin sein Rotmilan einen zustimmenden Schrei von sich gab. Zwar hätte sich Llewellyn niemals anders geäußert, aber sollte es ihm nicht schmecken, hätte der Vogel nur ein einziges Mal genickt.
So legte der Gryffindor den Kopf leicht zur Seite, ehe er Charlie umarmte und ihm "Willkommen in der Familie, Charles.", ins Ohr sagte. Als er sich mit einem kaum erkennbaren dunklen Grinsen von Charlie so weit löste, dass er ihm ins Gesicht sehen konnte, hätte jemand der sich grundlegend mit Menschen auskannte sicher sofort feststellen, dass das eine Feststellung war und nichts, was Charlie abwenden könnte. Womöglich aber auch, weil der Waliser ihn in rein körperlicher Kraft überstieg.

Dann sah Dylan zu Laetitia, die wohl nur bedingt begeistert von alldem hier und ihrer eigenen Gesundheit schien, was Wales ihr aber auch nicht verdenken konnte.
"Dass hoffe ich doch, Miss Laetitia. Aber aufgrund der Reaktion, deiner Wortwahl und auch der Art wie du sie ausgesprochen hast nehme ich an, dass meine vorherigen Worte dich wohl verletzt wenn nicht beleidigt haben, was mir doch mehr als nur ein wenig leid tut, da unhöfliches Benehmen nichts ist, was ich gut heißen kann. Solange du also nicht vorhast für den Rest unserer gemeinsamen Schulzeit oder auch Existenz nachtragend an diesem einen Satz zu hängen, möchte ich mich offiziell entschuldigen und hoffe darauf das wir wie Erwachsene darüber stehen."
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BeitragThema: Re: Der Mäusejunge unter Eulen   So 13 Dez 2015 - 8:29

Kurz beobachtete Charlie die Italienerin, ehe sie sich an ihn wandte und eine Antwort auf seine Gegenfrage lieferte. Man konnte sagen, was man wollte, Sarkasmus war ihr keinesfalls unbekannt. Sonst wäre es ja auch viel zu langweilig. Also stützte er sich mit den Händen an dem Balken hinter sich ab und sah zu der Braunhaarigen. Seine Miene war dabei kaum deutbar.
"Wenn du meinst. Rennst du jedem hinterher, der dir ein paar… nette Worte zu wirft?", seine Aussage war nicht feindselig, eher schnippisch.

Als er aus dem Augenwinkel eine Bewegung seitens dem Waliser vernahm, wandte der Blonde sich diesem zu und wollte schon zurückweichen, als Dylan vor ihm stand. Doch hinter ihm war nur ein Fenster und eine Menge Luftraum. Und Fliegen war nichts, wofür der Gryffindor bestimmt war. Bestimmt nicht. Dass der Rothaarige auf ihn herabsah, gefiel ihm ebenso wenig wie der Blick, den der Raubvogel seinen kleinen Freunden zuwarf. Die Mäuse waren nun vollkommen aufmerksam und verkrochen sich in Angst vor dem Rotmilan in die Taschen des Engländers.
"Natürlich nicht, wer will das schon?", genervt verdrehte er die Augen, während er Dylan nun doch ansah. Was dieser seinem Begleiter zumurmelte, konnte er nicht hören. Dann geschah es. Charlie wurde umarmt. Perplex, beinahe schon verstört, weitete er die Augen, als sein Gegenüber die Arme um ihn gelegt hatte. Als er ihm dann auch noch 'Willkommen in der Familie, Charles' ins Ohr sagte, wurde der Engländer doch einen kleinen Tick rötlicher auf den Wangen. Doch um dies zu überspielen, versuchte er, den Anderen von sich wegzudrücken. Jedoch aufgrund fehlender physischer Kraft erfolglos, bis der Waliser freiwillig von ihm ab ließ.
Seine Augen verengten sich minimal, er warf ihm einen finsteren Blick zu. Dass er dieses Schicksal nicht abwenden konnte, akzeptierte er nicht. Oder er merkte es aufgrund nicht vorhandener Menschenkenntnis nicht.
"Oi, was sollte das…?!", Körperkontakt war ihm zuwider und schon lange hatte er abwenden können, diesen herzustellen. Jedenfalls bis heute. Das letzte Mal, als er umarmt wurde, muss bestimmt schon fast sieben Jahre zurückliegen. Immerhin hatte er seit damals niemanden mehr an sich heran gelassen.

Da er immernoch nicht zurückweichen konnte, blieb er dort, wo er war, drückte sich jedoch kaum merklich an den Balken hinter sich. Misstrauisch sahen wiesengrüne Augen in waldgrüne. Denn selbst wenn der Rothaarige seine Aussage ernst meinte, so glaubte er ihm dennoch nicht. Irgendwo war sicherlich ein Haken.
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BeitragThema: Re: Der Mäusejunge unter Eulen   So 13 Dez 2015 - 18:56

Überrascht blickte Laetitia Dylan an. Er hatte sich nicht nur für seine Aussage entschuldigt, er hatte es auch noch ziemlich gut gemacht.
Doch selbst, wenn er es nicht getan hätte, hätte sie es ihm nicht lange übel genommen, sie hatte keine große Lust darauf, sich mit einer Person aus dem gleichen Haus schlimmer zu zerstreiten.
Sie sah keinen Sinn darin, sauer auf jemanden zu sein, der nur etwas ausgesprochen hatte, das ein großer Prozentsatz der Leute, die sie kannte, eben nur dachte.
"Egal, kein Problem", antwortete die Italienerin ihm daher und zuckte locker mit den Schultern. "Es wäre nicht das erste Mal, dass ich so eine Bemerkung höre. Man könnte es fast schon unter 'Alltägliches' schreiben. Aber Respekt dafür, dass du dich wirklich dafür entschuldigst."

Als Laetitia Charlies Worte vernahm, sah sie ihn einen kurzen Moment perplex, vielleicht schon nahezu überrascht an.
Dann erfüllte helles, perlendes Lachen die Eulerei. Schnell hob sie ihre Hand und hielt sie sich vor den Mund, musste aber weiterhin kichern.
Ihre sattbraunen Augen schienen über ihren blassen Fingern, die ihr Lachen unterdrückten, zu strahlen, von einem Ausdruck erfüllt, den man im Gesicht der hübschen Braunhaarigen nur selten sah.
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BeitragThema: Re: Der Mäusejunge unter Eulen   Mo 14 Dez 2015 - 19:53

Dylan sah weiter zu Laetitia, aber kurz zuckte ein kaum erkennbares Grinsen über seine Lippen, als er antwortete. Es schien zumindest so, als ob die Italienerin es ihm nicht wirklich übel nahm, was doch mal eine erfrischende Neuerung zu gewissen anderen, nachtragenderen Personen war, mit denen Wales manchmal umgehen musste.
"Es gehört dazu, zu sehen, wann man jemanden verletzt und sich zu entschuldigen, wenn es einem Leid tut."

Das Rot auf den Wangen Charlies ließ die waldgrünen Augen des Walisers amüsiert funkeln, während man seinem Gesicht weiter keine Emotion ansah. Da hatte jemand deutliches Nachholbedürfnis was Kuscheln anging. So also ließ Dylan die Arme um den Blonden Engländer vor sich und sah zu ihm runter.
"Was das sollte..? Du gehörst jetzt mit dazu, also wirst du Zwangs Gekuschelt. Wenn du brav mitmachst zeige ich dir auch wie man Arthur ordentlich ärgert und Brother All auf seine Seite bringt."

Die Stimme des Walisers war ebenso neutral und ruhig wie sein Gesichtsausdruck, doch er konnte das Misstrauen des jüngeren Gryffindor vor sich beinahe schmecken, so wie dieser ihn ansah. Ob er solch schlechten Erfahrungen im Kontakt mit anderen Menschen gemacht hatte? Das würde all dies hier verständlicher machen, aber andererseits war es natürlich nicht wirklich wünschenswert.
"Du brauchst mir kein Misstrauen gegenüber zu zeigen. Wenn ich etwas haben wollte, hätte ich das auch von Anfang an gesagt. Es sind andere Leute, bei denen du auf der Hut sein musst, nicht wir."

Llewellyn, der ruhig auf Dylans Schulter sah legte belustigt die Flügel an, die Mäuse waren gerade aus seinem Interessenbereich gerutscht, er würde sich später etwas jagen. Gerade hatte der Raubvogel neues Interesse an dem Engländer vor seinem Besitzer gefunden, da deren beiden Sturköpfe gerade aufeinander trafen.
Doch war es eine wirkliche Frage, wer über wen triumphieren würde?
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BeitragThema: Re: Der Mäusejunge unter Eulen   Mo 14 Dez 2015 - 21:16

Die plötzliche Lachattacke der Italienerin ließ Charlie nun noch verwirrter dreinblicken, als er es durch diese gesamte Situation sowieso schon tat. Irgendwas lief doch gehörig falsch! Laetitia lachte dank ihm - und es schien ein wirklich ehrliches Lachen zu sein - und Dylan hatte ihn zum neusten Familienmitglied ernannt. Eigentlich wollte der Blonde nur in Ruhe gelassen werden, doch nun? Hatte er scheinbar zwei Leute gefunden, die ihn nicht sofort hassten und ihm aus dem Weg gingen, weil er es so wollte. Na großartig?

Da der Waliser weiterhin keine Anstalten machte, den Griff um ihn zu lösen, versuchte der Engländer erneut, ihn von sich zu drücken. Die leichte Rotspur in seinem Gesicht nahm dabei nicht ab. Und was hieß hier Zwangsgekuschelt?!
"Steck dir dein Zwangskuscheln sonst wo hin…! Lass los…!", murrend starrte er den Größeren an. Dass dieser ihm auch noch weiß machen wollte, dass er kein Misstrauen haben musste, ließ Charlie fast schon gequält grinsen. Aber nur fast. Er kannte seinen Gegenüber kaum, dieser war ihm deutlich zu nahe gekommen und wollte ihn nun auch noch in die Familie der Britischen Nationen einfügen. So weit kam es noch! Leise fauchte er, er war deutlich skeptisch und ziemlich missgestimmt:
"Wieso sollte ich ausgerechnet dir glauben? Deine Worte können genauso gut leer sein, gelogen, erfunden. Verwendet um mein Vertrauen zu ergattern, bis du es schließlich zerreißt und in tausend Teile brichst, wie schon andere vor dir…"
Es war mal wieder so weit: der Pessimist in dem Blonden kam zum Vorschein. Jeder hätte nun anhand seiner Worte ziemlich schnell merken können, was der Engländer zum Thema Vertrauen bereits erlebt hatte. Schon damals, als er sein Dasein im Krankenhaus fristen musste, hatten die Ärzte und Krankenschwestern ihn freundlich behandelt, kein Zeichen davon, dass sie ihm irgendetwas Böses wollten. Doch er hatte sie belauscht. Sie schienen nur so freundlich zu sein, weil sie über seinen gesundheitlichen Zustand bescheid wussten. Es war nicht echt. All die netten Worte und die freundlichen Gesten waren nur ein Trick, um ihn zu tauschen. Doch nun ließ er dies nicht mehr zu und so beschloss er auch vor langer Zeit, niemandem mehr außer sich selbst und den Tieren zu vertrauen.

Bevor er weiter in seinen depressiven Gedanken versinken konnte, schüttelte Charlie schnell den Kopf, den wiesengrünen Augen entging dabei nicht der amüsierte Blick des Rotmilans. Kurz warf er diesem einen Blick zu, welcher jedoch in keinster Weise feindselig wirkte. Die vielen Mäuse, die ihn umgaben, schienen aufzuatmen, als die Aufmerksamkeit des Raubvogels nicht mehr ihnen galt. Der Grünäugige blickte inzwischen wieder etwas genervt zu dem Rothaarigen.
"Hättest du nun die Güte, mich loszulassen…? Der Buschbraue werd' ich auch so ordentlich die Nerven blank treten können…"
Außerdem bekam der Engländer langsam aber sicher dezent Platzangst. Könnte aber auch daran liegen, dass er lange nicht mehr eine Umarmung erhalten hatte und schon gar nicht so eine langanhaltende und starke.
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BeitragThema: Re: Der Mäusejunge unter Eulen   Di 15 Dez 2015 - 20:35

Die hübsche Italienerin lachte hinter vorgehaltener Hand weiter, es war ihr einfach nicht möglich, aufzuhören. So sehr sie es auch versuchte, ihr Lachanfall schien wie ein Fluch auf ihr zu liegen.
Doch schon bald bekam sie keine Luft mehr und ließ sich kichernd an einem der Balken zu Boden sinken, während ihr bereits Tränen in den Augen standen.
Ihre Lungen schmerzten, doch sie ignorierte es einfach, wie immer.
Wenn sie schon einmal lachte, dann konnte sie es wenigstens tun, ohne Rücksicht auf so etwas zu nehmen.

Das Gespräch zwischen Dylan und Charlie bekam Laetitia kaum mit, viel zu sehr war das schöne Mädchen damit beschäftigt, seinen Lachanfall unter Kontrolle zu bekommen.
Offensichtlich trugen sie jedoch eine kleine Diskussion aus, die hauptsächlich in ihren Köpfen stattfand. Wie interessant.
Sie hörte jedoch kaum ein Wort, viel eher war sie ihrem hellen Lachen zugewandt, das scheinbar selbst bestimmt hatte, gar nicht mehr aufhören zu wollen.
Das harte Holz des Balkens, das gegen ihren Rücken drückte, machte das Ganze nicht wirklich besser, hinderte sie nur daran, auch nur das kleinste bisschen Luft zu schnappen.
Ihre Augen schimmerten bereits etwas, was bestimmt nicht nur an dem Licht lag, das in den Raum fiel.
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BeitragThema: Re: Der Mäusejunge unter Eulen   Do 17 Dez 2015 - 18:12

Neugierig sah der Waliser zu, wie Charlie versuchte ihn weg zu drücken, aber die walisischen Muskeln waren unnachgiebig und blieben ohne größere Probleme an Ort und Stelle. Und das auf den Wangen des Engländers noch immer die Schamesröte zu sehen war, ließ es nicht zu, dass Dylan aufhörte ihn zu ärgern, wenn auch deutlich freundlicher als seinen jüngeren Bruder.

"Ich lasse los, wenn ich das will, Charles. Und Zwangsgekuschelt wirst du solange, bis du entspannter bist... Du siehst ja aus wie ein Drache im Regen."
Der Waliser drehte sich mit Charlie im Arm jedoch so, dass Charlie und er beide zu Laetitia sehen konnte, was bedeutete, dass er sich hinten an die Wand lehnte, seine Arme weiter um die Hüfte des Gryffindors vor sich gelegt und den Kopf auf dessen Schulter abgestützt.
Llewellyn saß auf der anderen Schulter Dylans und begann sich aus mangelndem Interesse den Flügel zu putzen. Wenn die Italienerin lachte, bedeutete dies für den Raubvogel, dass er sich im Moment um Wichtigeres kümmern konnte.

Dass sich der Engländer nicht so leicht davon überzeugen ließ, dem Waliser mit den Rotbraunen Haaren zu vertrauen, ließ diesen aufhorchen. Insbesondere wegen den letzten Worten, in denen eine ziemliche Bitterkeit mitschwang, die es Dylan beinahe schwer machte zu glauben, dass der Junge vor ihm noch so jung war.
So also strich der Waliser Charlie mit einer Hand über den Kopf und durch die Haare, noch immer mit einem amüsierten Funkeln in den Augen.
"Mangelndes Vertrauen ist nichts als das Ergebnis von Schwierigkeiten. Schwierigkeiten haben ihren Ursprung in mangelndem Vertrauen. Und nur weil du Pessimist in der Gegenwart bist, musst du das nicht auch für die Zukunft sein, weißt du? Du hast noch einige Jahre vor dir und es wäre deutlich besser für dich und deine Chancen Arthur wirklich zu nerven, wenn du einsiehst dass du dir nicht jeden zum Feind machen musst... Und wenn du mir jetzt auch noch sagst, dass du es nichts magst an den Haaren berührt zu werden, sein dir gewiss, dass ich das mit Absicht noch mehr machen werde, wahrscheinlich öfter, als wenn du es jetzt einfach tot schweigst."

Dann sah Wales zu der Italienerin im Eulenturm, die wohl langsam aber sicher kaum noch Luft vor Lachen bekam.
"Du solltest daran denken zu Atmen, Miss Laetitia. Ansonsten könnte es dazu führen, dass dir Schwindelig wird."
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BeitragThema: Re: Der Mäusejunge unter Eulen   Sa 19 Dez 2015 - 7:44

Unzufrieden gab Charlie ein Murren von sich. Diese Situation war eindeutig mehr als nur unangenehm! Und er war nicht stark genug, um sich aus dem Griff des Walisers zu befreien. Aufgeben tat er dennoch nicht. Sobald er auch nur ein Anzeichen davon gab, sprechen zu wollen, warf der Engländer ihm einen finsteren Blick zu.
"Ach, denkst du, Zwangskuscheln entspannt mich…?! Von wegen, lass endlich los…!", nicht mehr lange und der Blonde war mit den Nerven entgültig am Ende. Dass er so lange ohne Körperkontakt gelebt hatte, sorgte nun dafür, dass er für diesen besonders anfällig war. Kurz biss er sich auf die Lippe. Nur nicht zu stark anmerken lassen.

Da er nun so gedreht stand, dass er die Italienerin ansehen konnte, sah er nochmals - gehört hatte er es ja bereits deutlich -, wie sehr die Braunhaarige lachte. Musste das nicht auch mal anstrengend werden?

Als der Rotbraunhaarige ihm dann mit einer Hand über das Haar strich, zuckte Charlie kurz und machte sich unbewusst kleiner. So langsam machte sich das Gefühl in ihm breit, dass der Größere einen Nervenzusammenbruch geradezu provozierte! Die wiesengrünen Augen sahen den Waliser nahezu giftig an, ehe der Blonde sprach:" Pah! Für mich gibt es keine Hoffnung mehr, wieso also meine Einstellung ändern? Und so viele Jahre sind es nicht mehr… … aber… ", bevor er weitersprechen konnte, schüttelte der Engländer schnell den Kopf. Er durfte sich nicht reinlegen lassen! Dass er es hasste, wenn ihn jemand an den Haaren berührte, verschwieg er - ausnahmsweise.
Unbewusst begann sein Körper ganz leicht und kaum merklich, zu zittern. Er wollte endlich losgelassen werden! Sonst würde er wieder schlapp machen und da halfen auch die dummen Tabletten nicht weiter!
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BeitragThema: Re: Der Mäusejunge unter Eulen   Sa 19 Dez 2015 - 16:22

Laetitia nahm einen tiefen Atemzug und stand wieder auf. So plötzlich, wie sie begonnen hatte, zu lachen, hatte sie auch wieder aufgehört.
Man sah ihr kein bisschen an, dass sie bis eben kichernd am Boden gesessen hatte.

"Ach was, schwindelig wird mir bei ganz anderen Sachen", erwiderte sie und legte sich ihre langen Zöpfe über die Schultern.
Nicht einmal ihre Wangen waren rot, eigentlich war es eine Frechheit, dass es ihr erlaubt war, ihre Stimmung von einer Sekunde auf die andere zu wechseln, ohne dabei seltsam zu wirken.

"Wo wir schon beim Thema Schwindel sind...du solltest deinen neuen Familienzuwachs schleunigst mit Medikamenten zudopen, das weißt du?"
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Dylan Kirkland

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BeitragThema: Re: Der Mäusejunge unter Eulen   So 20 Dez 2015 - 14:16

"Ich befürchte, dass wenn ich dich Berührungsphobiker jetzt los lasse, du in Ohnmacht fällst, was doch wirklich nicht wünschenswert ist. Außerdem... Mir reicht es so, was sollte ich mehr wollen, wo du mir eh nicht vertraust?"
Klang das egoistisch? Ja, ja das tat es, aber da interessierte den Waliser im Moment nur bedingt. Wales bekam was er wollte und der andere hatte rein theoretisch die Chance sich zu wehren. Wie das praktisch aussah, war natürlich eine andere Sache. Aber sollte Charlie sich wirklich sichtlich dagegen wehren, würde auch Dylan ohne Zögern loslassen.

Die waldgrünen Augen blitzten wissend auf, als er die Handlung Charlies bemerkt, er strich mit der Hand aus seinen Haaren und zum Hinterkopf, es kam fast einem langsamen und beruhigendem Kraulen gleich, etwas das bis jetzt jedes Wesen entspannt hatte, welches Dylan jemals im Arm hatte.
"Na, wenn du denkst, dass es nicht mehr zu viele sind, dann kannst du mir ja etwas Zeit geben um dich zu kuscheln. Wenn du was besseres zu tun hast, lass ich mich vielleicht überreden los zu lassen."

Anschließend sah auch der Waliser wieder zu der Brünetten Gryffindor vor ihnen, die wirklich die Stimmung wechseln konnte wie das Wetter im April. Plötzlich und ohne Anzeichen von dem, was davor war. Für jemanden wie Dylan, der so gut wie nie Emotionen zeigte, war das doch sehr spannend zu beobachten. Nicht dass er das jemals zugeben würde.
"Mmmh... Also braucht er die Regelmäßig? Wenn ja, weißt du welche? Ich muss sagen, ich zweifel daran, dass er sie nimmt und dann auch noch auf die Dosierung achtet. Auch wenn es verständlich ist, Medikamente sind ekelerregend... Und Ärzte ebenso."
Den letzten Satz hing Dylan dran, aber nicht ruhig wie immer sprechend, sondern mit einem unterdrückten Grollen, das nur leicht zu hören war, aber für die, die im nahe waren, wie Charlie in diesem Moment, womöglich zu spüren. Es war kein Geheimnis, dass der Waliser in diesem Moment an den letzten 'Arzt' dachte, den er getroffen hatte.
Und es war ebenso kein Schweres festzustellen, dass Dylan eine deutliche Abneigung gegen Medikamente und jetzt vor Allem Ärzte entwickelt hatte.
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BeitragThema: Re: Der Mäusejunge unter Eulen   Fr 25 Dez 2015 - 15:16

Das Zittern erfolglos unterdrückend starrten die wiesengrünen Augen Charlie's ein wenig säuerlich zu dem Waliser. Allerdings waren dessen Worte möglicherweise vielleicht gar nicht so unwahr… vielleicht. Doch er wollte dennoch losgelassen werden! Auch wenn irgendein Teil in seinem Inneren ihm instinktiv sagte, dass er den Personen vor sich vertrauen konnte. Warum auch immer. Etwas Besseres hatte der Engländer leider auch nicht zu tun, weshalb er nun stumm in dem Griff des Britens stand, jedoch das Gefühl hatte, gleich einzuknicken wie ein dünner Ast.

Als Laetitia auch noch die Sache mit den Medikamenten anmerkte, verfinsterte sich die Miene des Blonden ein wenig. Dass er jedoch auf so etwas wie Verständnis seitens des Anderen stieß, überraschte Charlie deutlich. Und als er aussprach, dass ihm sowohl Medikamente als auch Ärzte zu wider waren, hatte Dylan gleich viele Sympathiepunkte erhalten. Wenn er schon von zwei Leuten belagert wurde, dann hatte er dieses Mal wirklich Glück, dass beide seinen Standpunkt im Thema Medizin einigermaßen teilten. Welch ein Wunder!
Das unterdrückte Grollen des Größeren ließ den Engländer aufblicken. Da schien ja wer doch ein paar Emotionen zeigen zu können. Anscheinend hatte er - vor gar nicht allzu langer Zeit - eine nicht ganz so positive Auseinandersetzung mit einem Arzt.

Die kraulähnlichen Handbewegungen des Rotbraunhaarigen erfüllten ihren Zweck - Charlie's Verweigerung zum Entspannen zum Trotz - und ließen das Zittern tatsächlich etwas weniger werden. Doch im nächsten Moment wurde ihm schwarz vor Augen. Einen Moment später fand er sich auf Knien am Boden kniend wieder, eine seiner blassen Hände hatten sich reflexartig um das Handgelenk des Walisers geschlossen. Ihm wurde schlagartig kalt und er bekam leichte Kopfschmerzen, jedoch war die Raumtemperatur um keinen Grad gefallen. Ob es wohl daran lag, dass der Blonde erneut den gesamten Tag noch keinen Bissen gegessen und keinen Schluck getrunken hatte?
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